VLKÖ - Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs

 

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VLKÖ
VERBAND DER LEITENDEN KRANKENHAUSÄRZTE ÖSTERREICHS
 
STATUTEN
 
 
  § 1: Name, Sitz und Tätigkeitsbereich
  (1)  Der Verein führt den Namen
  "VERBAND DER LEITENDEN KRANKENHAUSÄRZTE ÖSTERREICHS -
VERBAND DER ÄRZTLICHEN DIREKTOREN UND PRIMARÄRZTE ÖSTERREICHS". *
  Englisch:
"AUSTRIAN ASSOCIATION OF SENIOR HOSPITAL PHYSICIANS"
Französisch:
"ASSOCIATION AUTRICHIENNE DES MÉDECINS DES HÔPITAUX"
Kurzform :
"LEITENDE KRANKENHAUSÄRZTE ÖSTERREICHS"
"ÖSTERREICHISCHER PRIMARÄRZEVERBAND"
Abkürzungen:
Deutsch: VLKÖ
Englisch: AASHP
Französisch: AAMH
  (2) Er hat seinen Sitz in Wien
  (3) Die Errichtung von Zweigvereinen/Sektionen ist beabsichtigt. Detaillierte Festlegungen über Organisation und Mitgliedschaft in Zweigvereinen und Sektionen sowie deren Repräsentation sowie die Koordination der Vereinsaktivitäten zur Erfüllung der Vereinsaufgaben werden durch eine Geschäftsordnung geregelt.
  * Anmerkungen: Verein = Verband
Die geschlechtsspezifischen Bezeichnungen sind als für beiderlei Geschlecht gleichberechtigt anzusehen. (Krankenhausärztinnen/-ärzte, Präsidentin/Präsident, Obfrau/Obmann, Kassiererin/Kassier, Rechnungsprüferin/Rechnungsprüfer, Vertreterin/Vertreter)
   
   
  § 2: Zweck
 

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt gegenseitige Informationen der Mitglieder in ihrer Funktion als Leitende Ärzte, Erfahrungsaustausch auf allen Gebieten des Krankenhauswesens einschließlich der ärztlichen Ausbildung, Kontaktnahme mit den medizinischen Universitäten und Akademien sowie mit allen im Krankenhauswesen tätigen physischen und juristischen Personen, sowie die Wahrung und Förderung der beruflichen Interessen seiner Mitglieder. Der Verein beabsichtigt, mit den Spitalserhaltern Fühlung zu halten und sich ihnen sowie dem für die Belange des Gesundheitswesen jeweils zuständigen Bundesministerium beratend zur Verfügung zu stellen.
Dieser Zweck soll unter Beachtung allenfalls geltender gesetzlicher Vorschriften durch schriftliche und mündliche Information der Mitglieder über alle das Krankenhauswesen betreffende Probleme mittels Rundschreiben bzw. Versammlungen erreicht werden.

   
   
  § 3: Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks
  (1) Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.
  (2) Als ideelle Mittel dienen
  a) 

Vorträge und Versammlungen (Tagungen, Symposien, Kongresse)

  b)  Gesellschaftliche Zusammenkünfte
  c)  Diskussionsveranstaltungen
  d)  Herausgabe von Publikationen
  e) Einrichtung einer Bibliothek
     
  (3) Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch
  a) 

Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge:

 

Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wird für jedes Vereinsjahr von der Generalversammlung festgesetzt. Ehrenmitglieder zahlen keine Beiträge.
Der Vorstand ist berechtigt, den Mitgliedsbeitrag in begründeten Einzelfällen herabzusetzen oder bei besonderer Notlage von der Zahlung desselben vorübergehend oder ganz zu befreien.

  b)  Erträgnisse aus Veranstaltungen
  c)  Spenden
  d)  Sammlungen und sonstige Zuwendungen
     
     
  § 4: Arten der Mitgliedschaft
  (1) Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder.
  (2) Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen. Außerordentliche Mitglieder sind solche, die die Vereinstätigkeit vor allem durch Zahlung eines erhöhten Mitgliedsbeitrags fördern. Ehrenmitglieder sind Personen, die hiezu wegen besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden.
     
     
  § 5: Erwerb der Mitgliedschaft
  (1) Mitglieder des Vereins können alle physischen Personen, die Leitende Ärzte (Ärztliche Direktoren, Klinikvorstände/Ordinarii, Primarärzte, Leiter von Klinischen Abteilungen/Instituten im Zusammenhang mit Krankenhäusern/-anstalten u.ä.) sind, oder eine derartige Funktion ausgeübt haben, werden.
Bezüglich des Status eines "Leitenden Arztes" entscheidet in Zweifelsfällen der Vereinsvorstand über die Mitgliedschaft. Juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften (OHG, KG, EEG) können außerordentliche Mitglieder werden.
     
  (2) Über die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.
  (3) Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch die Generalversammlung.
     
     
  § 6: Beendigung der Mitgliedschaft
  (1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss.
  (2) Der Austritt kann nur zum Ende des Vereins-/Kalenderjahres erfolgen. Er muss dem Vorstand mindestens 3 Monate vor Ablauf des Vereinsjahres, das mit dem Kalenderjahr zusammenfällt, schriftlich mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet, so ist sie erst zum nächsten Austrittstermin wirksam. Für die Rechtzeitigkeit ist das Datum der Postaufgabe maßgeblich.
  (3) Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, wenn dieses trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung unter Setzung einer angemessenen Nachfrist länger als sechs Monate mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hievon unberührt.
  (4) Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein kann vom Vorstand auch wegen grober Verletzung anderer Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden.
  (5) Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den im Abs. 4 genannten Gründen von der Generalversammlung über Antrag des Vorstands beschlossen werden.
     
     
  § 7: Rechte und Pflichten der Mitglieder
  (1) Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht steht nur den ordentlichen und den Ehrenmitgliedern zu.
  (2) Jedes Mitglied ist berechtigt, vom Vorstand die Ausfolgung der Statuten zu verlangen.
  (3) Mindestens ein Zehntel der Mitglieder kann vom Vorstand die Einberufung einer Generalversammlung verlangen.
  (4) Die Mitglieder sind in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins zu informieren. Wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder dies unter Angabe von Gründen verlangt, hat der Vorstand den betreffenden Mitgliedern eine solche Information auch sonst binnen vier Wochen zu geben.
  (5) Die Mitglieder sind vom Vorstand über den geprüften Rechnungsabschluss (Rechnungslegung) zu informieren. Geschieht dies in der Generalversammlung, sind die Rechnungsprüfer einzubinden.
  (6) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.
     
     
  § 8: Vereinsorgane
 

Organe des Vereins sind die Generalversammlung (§§ 9 und 10), der Vorstand (§§ 11 bis 13), die Rechnungsprüfer (§ 14) und das Schiedsgericht (§ 15).

   
   
  § 9: Generalversammlung
  (1) Die Generalversammlung ist die "Mitgliederversammlung" im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Eine ordentliche Generalversammlung findet alljährlich einmal statt.
  (2) Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf
  a.

Beschluss des Vorstands oder der ordentlichen Generalversammlung,

  b. schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der Mitglieder,
  c. Verlangen der Rechnungsprüfer (§ 21 Abs. 5 erster Satz VereinsG),
  d. Beschluss der/eines Rechnungsprüfer/s (§ 21 Abs. 5 zweiter Satz VereinsG, § 11 Abs. 2 dritter Satz dieser Statuten),
  e. Beschluss eines gerichtlich bestellten Kurators (§ 11 Abs. 2 letzter Satz dieser Statuten)
    binnen vier Wochen statt.
     
  (3) Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail (an die vom Mitglied dem Verein bekannt gegebene Fax-Nummer oder E-Mail-Adresse) einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand (Abs. 1 und Abs. 2 lit. a - c), durch die/einen Rechnungsprüfer (Abs. 2 lit. d) oder durch einen gerichtlich bestellten Kurator (Abs. 2 lit. d).
  (4) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens drei Tage vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail einzureichen.
  (5) Gültige Beschlüsse - ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung - können nur zur Tagesordnung gefasst werden.
(6) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen und die Ehrenmitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.
  (7) Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.
  (8) Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.
  (9) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Präsident, in dessen/deren Verhinderung sein Stellvertreter. Wenn auch dieser verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.
  (10)

Über die Verhandlungen jeder Generalversammlung ist ein Protokoll zu führen, aus welchem die Zahl der anwesenden Mitglieder, die Beschlussfähigkeit und das Stimmverhältnis, sowie alle Angaben ersichtlich sein müssen, welche eine Überprüfung der statutenmäßigen Gültigkeit der gefassten Beschlüsse ermöglichen.

     
     
  § 10: Aufgaben der Generalversammlung
  Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten
  a)

Beschlussfassung über den Voranschlag;

  b) Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Rechnungsprüfer;
  c) Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstands und der Rechnungsprüfer;
  d) Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Mitgliedern von Vereinsorganen, Rechnungsprüfern und dem Verein;
  e) Entlastung des Vorstands;
  f) Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und für außerordentliche Mitglieder;
  g) Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;
  h) Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins;
  i) Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.
     
     
  § 11: Vorstand
  (1) Der Vorstand kommt aus dem Kreis der ordentlichen Mitglieder und besteht aus höchstens 12 Mitgliedern, und zwar aus dem Präsidenten, 3 Vizepräsidenten, dem Kassier und dem Schriftführer, sowie aus je einem weiteren Vorstandsmitglied, das seinen Wohnort oder seine Funktion in einem durch die genannten Personen nicht vertretenen Bundesland hat.
Regelungen über das Vorschlagsrecht vonin den Bundesländern errichteten Zweigvereinen werden in den Geschäftsordnung geregelt.
Beiräte für spezielle Aufgaben und Fragestellungen werden durch den Vorstand kooptiert, verfügen jedoch über kein Stimmrecht.
  (2) Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstands einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beantragen, der umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.
  (3) Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt 2 Jahre; Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion im Vorstand ist persönlich auszuüben.
  (4) Der Vorstand wird vom Präsidenten, bei Verhinderung von seinem Stellvertreter, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch dieser auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.
  (5) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist.
  (6) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Präsidenten den Ausschlag.
  (7) Den Vorsitz führt der Präsident, bei Verhinderung sein Stellvertreter. Ist auch dieser verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied oder jenem Vorstandsmitglied, das die übrigen Vorstandsmitglieder mehrheitlich dazu bestimmen.
  (8) Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds durch Enthebung (Abs. 9) und Rücktritt (Abs. 10).
  (9) Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw. Vorstandsmitglieds in Kraft.
  (10) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung (Abs. 2) eines Nachfolgers wirksam.
     
     
  § 12: Aufgaben des Vorstands
  Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das "Leitungsorgan" im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
  (1) Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindesterfordernis;
  (2) Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;
  (3) Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung in den Fällen des § 9 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a - c dieser Statuten;
  (4) Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschluss;
  (5) Verwaltung des Vereinsvermögens;
  (6) Aufnahme und Ausschluss von ordentlichen und außerordentlichen Vereinsmitgliedern;
  (7) Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.
  (8) Die Erlassung einer Geschäftsordnung für Zweigvereine und Sektionen.
     
     
  § 13: Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder
  (1) Der Präsident führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Der Schriftführer unterstützt den Präsidenten bei der Führung der Vereinsgeschäfte.
  (2) Der Präsident vertritt den Verein nach außen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des Präsidenten und des Schriftführers, in Geldangelegenheiten (vermögenswerte Dispositionen) des Präsidenten und des Kassiers. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds.
  (3) Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, können ausschließlich von den in Abs. 2 genannten Vorstandsmitgliedern erteilt werden.
  (4) Bei Gefahr im Verzug ist der Präsident berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; im Innenverhältnis bedürfen diese jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.
  (5) Der Präsident führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand.
  (6) Der Schriftführer führt die Protokolle der Generalversammlung und des Vorstands.
  (7) Der Kassier ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.
  (8) Im Fall der Verhinderung treten an die Stelle des Präsidenten, des Schriftführers oder des Kassiers ihre Stellvertreter.
     
     
  § 14: Rechnungsprüfer
  (1) Zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ - mit Ausnahme der Generalversammlung - angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.
  (2) Den Rechnungsprüfern obliegen die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.
  (3) Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 8 bis 10 sinngemäß.
     
     
  § 15: Schiedsgericht
  (1) Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine "Schlichtungseinrichtung" im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.
  (2) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zum/zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ - mit Ausnahme der Generalversammlung - angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.
  (3) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.
     
  § 16: Freiwillige Auflösung des Vereins
  (1) Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
  (2) Diese Generalversammlung hat auch - sofern Vereinsvermögen vorhanden ist - über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Dieses Vermögen soll, soweit dies möglich und erlaubt ist, einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt, sonst Zwecken der Sozialhilfe.

 

 

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