VLKÖ - Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs

 

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  Karriere Medizin? Lohnt sich doch!

Bei einer Karriereveranstaltung des Verbands der leitenden Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ) zeigt sich, nicht nur das Gehalt, sondern vor allem die Wertschätzung steht an erster Steller von Österreichs Ärzten.

Wien, August 2016
Die Motive Österreichs Ärztinnen und Ärzte nicht nur ihr Medizinstudium im Land zu absolvieren, sondern auch im hiesigen System tätig sein zu wollen liegen auf der Hand. Neben einem angemessenen Gehalt zähle vor allem die Wertschätzung ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit im Gesundheitssystem und damit verknüpft ihre Aufgaben gegenüber den Patientinnen und Patienten. Eng damit verbunden ist auch der Wunsch nach einer ausgezeichneten Ausbildung und kontinuierlichen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Das war der einhellige Tenor des Panels einer hochkarätigen Runde, zu welcher der VLKÖ zusammen mit DocSolution ins Billrothhaus einlud. Auch wenn es immer wieder Hürden gibt, Karriere lohne sich sehr wohl auch unter den veränderten Rahmenbedingungen wie Ausbildung neu und Arbeitszeit neu, es bedarf aber Wertschätzung, Flexibilität und einer guten Ausbildung.

Karriere Medizin lohnt sich, wenn die Anerkennung stimmt
„Vor allem in Zeiten eines akuten Ärztemangels, wie wir ihn heute erleben, und eines drohenden Personalkollaps ist es wichtig, die Ausbildung in den Mittelpunkt zu rücken, junge Kolleginnen und Kollegen zu motivieren und ihnen attraktive Möglichkeiten im Feld der Medizin anzubieten“, kam der Gastgeber Prim. Doz. Dr. Otto Traindl, Präsident des VLKÖ, gleich zu Beginn auf den Punkt. Gelingen kann das Primar Traindl zufolge nur mit einem großen, qualitativ hochwertigen Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten, Flexibilität seitens der Krankenhäuser als Arbeitgeber und vor allem mit hoher Wertschätzung der Tätigkeit. Denn generell erschweren die vorherrschenden Grundbedingungen der immer knapper werdenden Ressourcen und des Anstiegs der Patientenströme die Gesamtsituation.

Auch der Präsident der Ärztekammer für Wien ao. Univ. Prof. Dr. Thomas Szekeres beklagte den herrschenden Ärztemangel nicht nur in Österreich, sondern weltweit, und konstatierte: „Eine medizinische Karriere wird für den Ärztenachwuchs immer unattraktiver. Wenn laufend am Personal gespart wird, Ärztinnen und Ärzte administrativ überfrachtet und in ihren medizinischen Aufgabenbereichen überfordert werden, wenn Abteilungen geschlossen und menschenbelastende Schichtdienste eingeführt werden, muss es zu kritischen Situationen kommen.“ Man müsse versuchen, die jungen Kolleginnen und Kollegen zu ködern, ihnen etwas anzubieten, denn die neue Generation zeichne sich vor allem durch Flexibilität, Mobilität und eine hohe Wechselbereitschaft aus. Bedeutet im Klartext: „Wenn die jungen Kolleginnen und Kollegen sich nicht korrekt behandelt und wertgeschätzt fühlen, gehen sie“, so Szekeres.

Dieser Bestandsaufnahme stimmte Dr. Philipp Wimmer, Geschäftsführer von DocSolution und selbst Arzt in Ausbildung, voll und ganz zu. Wertschätzung der ärztlichen Tätigkeit und die Qualität der Ausbildung sind laut Wimmer die zwei wesentlichen Punkte, die bei Jungärztinnen und -ärzten auf der Prioritätenliste ganz oben stehen und motivieren können, an Österreichs Spitälern zu arbeiten. Diese Faktoren wurden einer ÖH-Umfrage zufolge sogar noch vor dem Gehalt genannt.
Kritik übte Wimmer wiederum vor allem an der sehr unterschiedlichen Ausbildungsqualität in Österreich und anderswo. Er selbst fühle sich gut ausgebildet, bei aus dem Ausland kommenden Fachärzten merke er jedoch manchmal qualitative Unterschiede in der Ärzteausbildung. Diese müssen sich ihr Wissen teilweise sogar autodidaktisch aneignen. „Mit der neuen Ärzteausbildung ist aber bereits eine Verbesserung der inländischen Situation zu bemerken, da es neue Ausbildungskonzepte gibt“, gab sich Wimmer optimistisch.

Ausbildung neu: Transparenz ist ein Schlüssel für die Beurteilung

Auch OÄ Dr. Jutta Claudia Piswanger-Sölkner von der Medizinischen Universität Graz und Leiterin des Ärzteservice KAGes ist der neuen Ärzteausbildung prinzipiell positiv gestimmt. „Der Vorteil, der klar auf der Hand liegt, ist das Mehr an Transparenz vor allem durch die neuen Rasterzeugnisse.“ Und auch sie griff im Zuge dessen den Begriff der Wertschätzung auf, betonte aber, dass sich nicht nur die Auszubildenden Wertschätzung wünschen, sondern auch die Ausbildenden wertgeschätzt werden sollten; Wertschätzung gegenüber beiden muss das Ziel sein. Um eine bessere und effektivere Ausbildung zu gewährleisten, wurden in ihrem Tätigkeitsbereich zudem eigene Ausbildungs-Oberärzte installiert.
Um den Ärztenachwuchs aber auch nach der Ausbildung in Österreich zu halten und vor allem in Anbetracht eines Frauenanteils von 50% in der Medizin, bedarf es Piswanger-Sölkner zufolge jedoch eines noch grundlegenderen Umdenkens. „Die Strukturen müssen sich ändern. Leider gilt immer noch, dass nur ein hundert Prozent tätiger Arzt hundert Prozent zählt. Das muss neu gedacht werden. Man muss Teilzeitmodelle entwickeln und diese gut integrieren, das ist ein Thema genauso wie die Work-Life-Balance.“

Arbeitszeiten an die Vorstellungen der jungen Kollegen annähern
Mit der Überlegung, wie es denn überhaupt zu der Frage komme, ob sich eine Karriere in der Medizin heute noch lohnt, rollte Univ. Prof. Dr. Gerhard Pierer, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, das Themenfeld wiederum von einer ganz anderen Seite auf. „Arbeitszeitgesetz, neue Ausbildungsordnung, der gesellschaftliche Wandel, Generation Y usw. usf. Es gibt viele geänderte Umweltbedingungen, die zunächst vielleicht bedrohlich erscheinen und zu Verunsicherung führen. Aber gewisse gesellschaftliche und gesetzliche Bedingungen muss man einfach akzeptieren“, so Pierer. „In einer Lage der Bedrohung ist Veränderung möglich, das sollte man als Chance sehen“, plädierte er für ein offenes Umgehen mit den aktuellen Gegebenheiten und gegen die oftmals herrschende Verweigerungshaltung. Zur neuen Ärzteausbildung äußerte sich auch Pierer positiv. Prinzipiell sei gut zu heißen, dass die Ausbildung jetzt einen größeren Stellenwert hat und damit attraktiver wird. Die Kernaufgaben würden damit wieder in den Fokus gerückt.

Das Gesundheitssystem benötigt Innovation über die Systemgrenzen hinweg

Abschließend betrachtete Dr. Ines Vancata von Roche Austria das Thema aus Sicht der forschenden Pharmaindustrie und erkannte dabei deutliche Parallelen zur momentanen Lage im österreichischen Gesundheitssystem. Veränderte Rahmenbedingungen seien auch in der Industrie bemerkbar, so Vancata: „Veränderung passiert permanent. Es braucht entsprechend offene und kritische Diskussionen. Dafür ist ein Umfeld essentiell, das Innovation und Entwicklung überhaupt erst möglich macht. Es muss einen offenen Austausch geben.“
Auch bei Roche werde der Fokus darauf gelegt, ein erhöhtes Maß an Qualität in Ausbildung und Entwicklung zu setzen. Dafür brauche es laut Vancata Strukturveränderungen, die von der Basis kommen. „Nur Kritik zu üben ist zu wenig, man ist auch in seinem Tun gefordert. Man muss versuchen, aktiv Karrieren zu fördern und Talente zu binden. Man muss außerdem Perspektiven für unterschiedliche Lebensphasen schaffen. Um das alles zu schaffen und auch tatsächlich umzusetzen, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen und zwar über Systemgrenzen hinweg“, resümierte Vancata.

Lenkung der Patientenströme bleibt stets ein heißes Thema
In der Abschlussrunde wurde dann doch noch auf das stets wiederkehrende Thema der Patientenströme eingegangen. Denn mit der Wahlfreiheit seitens der Patienten ist es in Österreich bestens bestellt. Ob deren Behandlung beim niedergelassenen Praktiker oder in einer Ambulanz im Krankenhaus stattfindet, entscheiden die Patienten mehr oder weniger selbst, das ist einzigartig innerhalb Europas und bringt vor allem Krankenhäuser und deren Ambulanzen oftmals in völlig überlastete Situationen. Die Teilnehmer kritisierten einhellig, dass es Usus ist, dass der Patient sich oft gar nicht erst die Mühe mache, den niedergelassenen Hausarzt zu konsultieren, sondern lieber direkt den Weg in die Ambulanz suche. Primary Health Care Center sind jedoch weder für den VLKÖ noch für den Präsidenten der Wiener Ärztekammer Prof. Dr. Thomas Szekeres eine Patentlösung, die überfüllten Ambulanzen in den Griff zu bekommen.

Und schließlich wurde noch ein Wunsch an die gesundheitsverantwortlichen Institutionen in Österreich gerichtet: “Es ist längst an der Zeit, eine Bedarfserhebung zu machen, um absehen zu können, wie viele Ärztinnen und Ärzte in welchen Fächern prospektiv benötigt werden. Damit kann man den jungen Kolleginnen und Kollegen bessere Zukunftsperspektiven aufzeigen“, schloss Traindl den kurzweiligen Diskussionsabend ab.
 

  Ausgewählte Medienberichte
Hinzugefügt seit Fr., 15.04.2016
Schaffen Ärzte den Turnaround?, 15.04.2016 (pdf) Schaffen Ärzte den Turnaround? 15.04.2016 (pdf) (132KB)

 

 
PRESSEINFO 2015
 
 
  Spitalsambulanzen erlebten einen heißen Sommer
Die Patientenzahlen klettern, den Temperaturen gleich, in die Höhe


Wien, 2015-09-16
Nicht nur das Wetter brachte diesen Sommer Spitzenwerte mit sich, auch die Patientenzahlen in den Spitalsambulanzen stiegen deutlich an. Sie verzeichneten rund 10 Prozent mehr an Akutpatienten.

Jeder österreichische Ambulanzpatient besucht zweimal pro Jahr eine Klinik, das macht 16 Millionen Ambulanzbesuche pro Jahr. „Immer noch kämpfen Österreichs Ambulanzen mit einem unverminderten Andrang der Patienten – Patienten, die auch bei unseren Kolleginnen und Kollegen in den Ordinationen bestens versorgt werden können“, erklärt der Präsident des Verbandes leitender Krankenhausärzte Primar Dozent Dr. Otto Traindl. Mit der Forderung des VLKÖ nach Lenkung der Patientenströme will der Verband zeigen, dass eine Vielzahl an Maßnahmen nötig ist.

Best Point of Service in der Medizin
Das Prinzip des "Best Point of Service" mittels Primary Health Center (PHC) ist das erklärte Ziel einer solchen Gesundheitsreform. Damit verbunden ist stets auch die Diskussion über eine erneute Ambulanzgebühr, um das Problem der Patientenströme auf diesem Weg in den Griff zu bekommen.
Das Primary Health Center, aber auch Einrichtungen wie medizinische Call-Center für PatientInnen sind jedoch nur erste Ansätze. Der VLKÖ steht Einrichtungen wie dem medizinischen Call-Center positiv gegenüber, wenn es sich dabei um international erprobte Modelle handelt und die qualitativ hochwertige Beratung zu einer Lenkung der PatientInnenströme führt. Selbstverständlich sind solche Einrichtungen aber kein Ersatz für das Arzt-Patientengespräch, sondern lediglich ein Weg, den Patienten so rasch wie
möglich an den richtigen Arzt zu bringen.
Breit diskutiert werden sollte aus Sicht des VLKÖ die Wiedereinführung einer Ambulanzgebühr. Sie kann einerseits regulierend eingreifen und außerdem ist sie im Stande, auch teure Spitalsleistungen im ambulanten Bereich teilweise abzudecken. Diese Maßnahme ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn der bürokratische Aufwand im Gegensatz zu früheren Jahren massiv reduziert und von der medizinischen wie pflegerischen Leistung entkoppelt wird.

Versorgung durch niedergelassene KollegInnen
Österreichs niedergelassene Ärztinnen und Ärzte leisten hervorragende Arbeit. „Durch dem Beruf angepasste Öffnungszeiten der Ordinationen und Praxen habe einige bereits erkannt, dass darin der Bedarf der Patienten gedeckt ist“, meint Dr. Traindl. „Ein Patient mit Halsschmerzen gehört ins Bett und, wenn die Beschwerden zunehmen, zum Hausarzt, aber nicht in die überfüllte Klink.“ Das Angebot für berufstätige PatientInnen im niedergelassen Bereich sollte entsprechend flächendeckend und mit zeitlich sinnvollen Ordinationszeiten ausgebaut werden.

Ebenso ist es aber erforderlich, endlich österreichweit darzustellen wer, wann, wo und warum eine Ambulanz aufsucht. Es wäre ein schweres Versäumnis der österreichischen Spitalsträger, wenn sie nicht über entsprechendes Datenmaterial verfügten. „Es ist dabei mit Sicherheit anzunehmen, dass große regionale Unterschiede bestehen, insbesondere zwischen Ballungsgebieten und dem ländlichen Raum“, schloss der Präsident des VLKÖ Primar Dozent Dr. Otto Traindl.

VLKÖ Pressetext 16. September 2015 (pdf) VLKÖ Pressetext 16. September 2015 (pdf) (39KB)
 

  Medizinisches Strahlenschutz-Kursprogramm 2015/16 des VMSÖ

Wien, 2015-07-28
Der Verband für Medizinischen Strahlenschutz in Österreich (VMSÖ) bietet mit seinen aktuellen Kursen und seiner Jahrestagung gesetzeskonforme, DFP-approbierte Aus- und Fortbildung auf höchstem Niveau.

Der VMSÖ wurde 1974 als ärztliche Vereinigung zur Förderung des medizinischen Strahlenschutzes gegründet. Mit bester fachlicher und kollegialer Gesprächsbasis nicht nur im ärztlichen Umfeld, sondern auch mit RadiologietechnologInnen und der Medizinphysik, bietet der VMSÖ folgende Kurse:

- Strahlenschutz-Grundausbildung bzw. spezialisierte Ausbildung in Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin;
- Strahlenschutz-Auffrischungskurs;
- Kurs zum MR-Sicherheitsbeauftragten und Refresherkurs MR-Sicherheit.

Als nichtkommerzieller, gemeinnütziger Verein und durch das besondere Engagement seiner ehrenamtlichen Mitglieder kann der VMSÖ seine Kurse auch preislich sehr attraktiv anbieten.

Diagnostik und Therapie mit ionisierenden Strahlen ist in der Medizin von weiterhin steigender Bedeutung. Röntgenstrahlen sind nicht nur in der radiologischen Diagnostik, sondern auch zur Steuerung operativer und minimal-invasiver Eingriffe unabdingbar. Trotz wesentlicher technischer Fortschritte mit teils massiver Reduktion der Strahlendosis für bestimmte Untersuchungen stellt die medizinische Strahlenexposition mittlerweile den größten Anteil der gesamten Strahlenexposition der Bevölkerung. Die Kumulation immer häufigerer Röntgenuntersuchungen, die steigende Bedeutung der Computertomographie sowie komplizierte interventionelle Eingriffe mit langen Röntgen-Durchleuchtungszeiten machen eine Optimierung der Strahlendosis und ein sorgfältiges Qualitätsmanagement immer wichtiger. Sowohl der medizinische Ethos, als auch gesetzliche Vorschriften fordern entsprechende Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet des Strahlenschutzes.

Auch die Magnetresonanztomographie (MRT) als oft überlegene Alternative zu Untersuchungen mit ionisierenden Strahlen ist nicht völlig frei von potentiellen Nebenwirkungen und insbesondere von Gefahren im physisch-technischen Bereich. Die vom VMSÖ angebotene ÖNORM-konforme Ausbildung zum MR-Sicherheitsbeauftragten sowie der diesbezügliche Refresher-Kurs sind die Grundlagen für die Sicherheit von PatientInnen und MitarbeiterInnen.

Neben den Kursen ist die Jahrestagung des VMSÖ ein Fixpunkt der medizinischen Fortbildung auf dem Gebiet des Strahlenschutzes und dient zur Diskussion der neuesten wissenschaftlichen und gesetzlichen Entwicklungen. Die VMSÖ-Jahrestagung findet heuer am Samstag, den 3. Oktober 2015, im Rahmen des bayrisch-österreichischen Röntgenkongresses in Salzburg statt. Das Generalthema lautet „Der entmächtigte Arzt - Die Quadratur des medizinischen Strahlenschutzes“.

Sämtliche Kurse und Tagungen erfüllen die jeweiligen inhaltlichen Anforderungen des Gesundheitsministeriums für die Aus-, respektive Fortbildung von Strahlenschutzbeauftragten und Ermächtigten Ärzten. Sie sind darüber hinaus auch für das Diplom-Fortbildungsprogramm (DFP) der Österreichischen Ärztekammer approbiert.

In diesem Sinne freuen wir uns, Ihnen das neue Programm der VMSÖ-Akademie für die Saison 2015/16 vorstellen zu dürfen und hoffen auf reges Interesse und zahlreiche Teilnahme!

Kursprogramm 2015/16 (pdf) Kursprogramm 2015/16.pdf (887KB)
 

  PrimarärztInnen zwischen öffentlichem Kostendruck und anhaltendem ÄrztInnenmangel

Wien, 2015-05-07
Dass in Österreich medizinische Leistungen auf Top-Niveau erbracht werden, steht außer Zweifel. Dass das so bleiben soll, darüber sind sich alle einig. Strittig ist jedoch der Preis, den man für ebendiese Leistungen bezahlen will. Der ärztliche Krankenhausbetrieb braucht dringend neue Lösungsansätze, um den Berufsalltag in den Krankenhäusern aufrecht zu halten. „Das kann allerdings nicht mit Gehaltseinbußen für die PrimarärztInnen und einem ÄrztInnentransfer von Ost nach West erreicht werden“, meint der Präsident des Verband leitender Krankenhausärzte (VLKÖ) Doz. Dr. Otto Traindl.

Reduktion der ÄrztInnenarbeitszeit, kein adäquates Gehalt für leitende ÄrztInnen bei künftig höheren PatientInnenzahlen?
Die langjährigen Forderungen von ÄrztevertreterInnen, Gesundheits- und ArbeitsrechtsexpertInnen und letztlich der EU, die auf einer Reduktion an Höchstarbeitszeit auf 48 Stunden zielen, sind bis 2021 an allen österreichischen Krankenhäusern umzusetzen. Diese Anpassung an den europäischen Durchschnitt bedeutet aber für viele leitende Ärztinnen und Ärzte eine deutliche Reduktion an realem Einkommen und Verdienst. Im Vergleich zeigt sich, dass MedizinerInnen im benachbarten Ausland generell deutlich besser bezahlt werden, geringere Arbeitsbelastung tragen und zum Teil sogar bessere Karrierechancen haben. „Diese Tatsache macht es aus, dass fast ein Viertel der derzeit in Wien ausgebildeten ÄrztInnen in Deutschland arbeitet“ erklärt Prof. Dr. Reinhart Waneck, ehemaliger Präsident des VLKÖ. „Insgesamt sind es knapp 2.500 österreichische MedizinerInnen, die bereits in Deutschland arbeiten, weil Arbeitsbedingungen und Karrierechancen zumeist deutlich besser sind. Der Arztberuf im Krankenhaus kann und muss auch in unserem Land attraktiv genug sein, damit wir KollegInnen mit deren Expertise halten und gewinnen können“, so Waneck. „Zusätzlich gilt es als Tatsache, dass aufgrund der Alterspyramide künftig mehr PatientInnen vorhanden sein werden; die nötigen medizinischen Anforderungen werden daher in den nächsten Jahren nicht weniger, sondern sogar mehr“, erklärt Doz. Dr. Otto Traindl,. „das bedeutet aber auch, dass der Verlust von ärztlicher Arbeitskraft durch eine Reduktion der ärztlichen Arbeitszeit ersetzt werden muss, um der steigenden Versorgungsnot zu entsprechen.“

Arztberuf im Krankenhaus muss Perspektiven haben!
Die Hauptursache der Abwanderung von vor allem jungen Kollegen und Kolleginnen ins benachbarte Ausland sieht Traindl in der aktuellen Aufgabenverteilung des Krankenhausbetriebes selbst. „Wir reden seit 20 Jahren über die gleichen Probleme. Eigentlich wäre es relativ einfach, diese in den Griff zu bekommen, wenn man MedizinerInnen mehr MedizinerInnen sein lässt, und zwar nach Verantwortungs- und Qualifikationsprofil. Arbeiten im nicht ärztlichen Bereich sollten nicht von ÄrztInnen ausgeführt werden. Tätigkeiten wie zum Beispiel eine Infusion anzuhängen oder Blut abnehmen sind delegierbar. Wenn man diese Tätigkeiten nicht mehr von den TurnusärztInnen erbringen lassen würde, dann wären enorme Zeitressourcen verfügbar, sodass diese sich vermehrt ihrer Ausbildung widmen könnten. TurnusärztInnen sollten Tätigkeiten im Krankenhaus dort übernehmen, wo die nötigen Inputs für ihre Ausbildungsstandards hereinkommen – das heißt: Teilnahme an Visiten, Einschulung in Untersuchungsprozesse, etc. Der derzeitige Zustand bedingt eine hohe Abwanderung junger MedizinerInnen und ÄrztInnen ins Ausland“, so Traindl.

Ärzteausbildung heißt in erster Linie MedizinerInnen auszubilden
Seit Jahren haben wir in Österreich immer weniger MedizinstudentInnen und junge ÄrztInnen. Das liegt einerseits daran, dass die Aufnahmezahlen beim Medizinstudium nicht mit dem tatsächlich benötigten Bedarf an MedizinerInnen übereinstimmen, anderseits gibt es zudem auch eine hohe Abwanderungsrate von JungärztInnen ins Ausland. Das hat zur Folge, dass die Wartelisten für Turnus- und JungärztInnen in allen Bundesländern leer sind. Die seitens der EU geforderte Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes (AZG) führt zu deutlicher Reduktion der ärztlichen Anwesenheit in den Spitälern. „Eine weitere personelle Ausdünnung wäre aber nicht verkraftbar. Diese Sparpolitik, die man betrieben hat, hat sich als absolut unrealistisch und realitätsfern herausgestellt“, so der Präsident des VLKÖ. Letztendlich geht es auch um Themen wie Kostenbeschränkungen und daraus entstehenden Ressourcenmangel. Um hier für alle Seiten zufriedenstellende Lösungen zu finden, müssten nach Ansicht des VLKÖ die ÄrztInnen, vor allem die verantwortlichen leitenden ÄrztInnen, stärker als bisher in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. „Wo dies geschieht, können häufig sinnvoll Kosten gespart werden, ohne dass Patientinnen und Patienten, der JungärztInnen darunter leiden“, so Traindl. Denn natürlich gebe es innerhalb der Spitalsstrukturen eine Reihe von Einsparmöglichkeiten. Als Beispiele nennt Traindl Organisationsoptimierungen oder auch zentrale Einkaufskooperationen.

Leitende KrankenhausärztInnen auf dem Weg zu Clinical Leadership?
Es sind die unattraktiven Arbeitsbedingungen, die vor allem für leitende KrankenhausärztInnen durch den drohenden realen Einkommensverlust und den steigenden Druck, mehr medizinische wie Management-Aufgaben zu erbringen, entstehen, welche das System aus dem Fugen geraten lassen. „Managementaufgaben müssen leitenden Ärzten nach Ihren Vorstellungen ‚zugearbeitet‘ werden. Die strategischen und operativen Entscheidungen müssen in ärztlicher Hand bleiben. Das wurde vielfach im Ausland bereits erkannt und erfolgreich umgesetzt. Clinical Leadership, verkörpert durch die ÄrztInnen im intra- wie extramuralen Bereich, spielt als oberste und letzte Instanz z. B. im vollständig neuorganisiertem nationalen Gesundheitssystem des Vereinigten Königreichs, mittlerweile die dominierende Rolle.“, erklärt Primar Univ.-Doz. Dr. Rudolf Knapp, Leiter der Radiologie im Bezirkskrankenhaus Kufstein und stellvertretender Kurienobmann in der Bundeskurie angestellter Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer. „Optimale medizinische Prozesse sind für das Gelingen der PatientInnenversorgung ebenso wichtig wie die Diagnose und Therapie. Nicht immer überschaut ein Manager oder eine Managerin diese Prozesse“, erläutert Knapp. Diagnose, Therapie und die organisatorisch-strategische Verantwortung müssen laut VLKÖ im Krankenhaus Hand in Hand gehen sonst werden Ressourcen vergeudet und die medizinische Versorgung gefährdet.

Der VLKÖ nennt zehn Lösungsvorschläge für das Problem des ÄrztInnenmangels

  Lange Vorlaufzeiten – man muss sofort mit der Planung und Umsetzung beginnen, denn Lösungen können mitunter erst nach 6 Jahren Studium der angehenden ÄrztInnen sichtbar werden
  Rasche Erfassung des wirklichen ÄrztInnenbedarfs für die nächsten 10-20 Jahren
  Anpassung der StudentInnenzahlen
  Attraktive Arbeit(splätze) für ÄrztInnen
  Vernünftige Arbeitszeitmodelle
  Primarärztliche Tätigkeit statt Administration und berufsferner Tätigkeiten
  Gute Ausbildung
  Adäquate Bezahlung
  Sofortige Facharztausbildung nach Studium ohne vorhergehenden Turnus
  Qualifikationskaskade – Ärzte sind primär ärztliche tätig Beispiele: gemeinsamer Tätigkeitsbereich mit der Pflege, Auslagerung der administrativen Tätigkeiten (z.B. Dokumentation, Codierung, Schreiben von Zuweisungen, Terminkoordination,..)

Der VLKÖ – die Plattform leitender Ärzte im Gesundheitswesen hat engen Kontakt zu über 1500 ÄrztInnen in Führungsposition und vertritt deren Anliegen und Interessen. Eines der Hauptanliegen des Verbandes ist es, gesundheitspolitische Themen voran zu treiben, um neue dringend benötige Lösungsansätze für Probleme, mit denen sich PrimarärztInnen im Berufsalltag konfrontiert sehen, zu diskutieren und letztlich zu Verbesserungen derer beizutragen. Die Mitglieder des VLKÖ verfügen über hohe fachliche Expertise und Kompetenz hinsichtlich ihrer Organisation und über sehr gute Kenntnis des österreichischen Gesundheitswesens. Damit stellt der Verband eine informative Plattform von Primar- und OberärztInnen dar. Durch die enge Zusammenarbeit mit allen wichtigen medizinischen Fakultäten, Akademien und Gesundheitsinstitutionen hat der Verband einen weitreichenden Einblick in das ärztliche Gesundheitswesen der Krankenhäuser und arbeitet stets auch an einer soliden Zusammenarbeit mit der niedergelassen Kollegenschaft.

VLKÖ Pressetext 7. Mai 2015 (pdf) VLKÖ Pressetext 7. Mai 2015 (pdf) (75KB)
 

 
PRESSEINFO 2014
 
 
  Das neue Arbeitszeitgesetz reduziert die wöchentliche Anwesenheit von Ärzten in den Krankenhäusern teils dramatisch. Ohne umfassende Kompensation bei Gehältern und bei der Ärztezahl in den Spitälern selbst droht dadurch der Kollaps.

Wien, 2014-11-11
Kürzungen der Ärztearbeitszeiten in Österreichs Krankenhäuser dürfen weder auf dem Rücken der ÄrztInnen noch auf dem der PatientInnen ausgetragen werden.

Dass in Österreich medizinische Leistungen auf Top Niveau erbracht werden, steht außer Zweifel. Dass das so bleiben soll, darüber sind sich alle einig. Strittig ist jedoch der Preis den man für ebendiese Leistungen bezahlen will.

Die langjährigen Forderungen von ÄrztevertreterInnen, Gesundheits- und ArbeitsrechtsexpertInnen und letztlich der EU, die zu einer Reduktion an maximaler Wochenarbeitszeit von derzeit durchschnittlich 60 Stunden auf 48 Stunden führen sollen, stehen knapp vor der Umsetzung.

Bis 2021 soll eine Höchstarbeitsarbeitszeit von durchschnittlich 48 Stunden möglich sein, so der Plan. Dieser sieht außerdem vor, dass Ärzte und Ärztinnen nur noch mit ihrer schriftlichen Zustimmung länger als 48 Stunden pro Woche arbeiten können. Dieses Zurückschrauben bedeutet aber für viele auch eine deutliche Reduktion an Einkommen und Verdienst. Im Vergleich zeigt sich, dass MedizinerInnen im benachbarten Ausland generell deutlich besser bezahlt werden, geringere Arbeitsbelastung tragen und zum Teil sogar besseren Karrierechancen haben. Derzeit arbeiten knapp 2.500 österreichische Medizinerinnen bereits in Deutschland. Das ist fast ein Viertel der derzeit in Wien angestellten ÄrztInnen.

Was können die Folgen sein, wenn Leitungen aus dem medizinischen Bereich weniger vergütet werden?


INFOKASTEN

DER VLKÖ fordert somit:

Wenn die Ärztearbeitszeit gekürzt wird, muss der finanzielle Verlust kompensiert werden.

Wenn durch die neuen Arbeitszeiten in den Krankenhäusern 20 bis 30% weniger ärztliche Leistungen erbracht werden, muss diese durch zusätzliche Ärzte und Ärztinnen kompensiert werden.

Wie die Alterspyramide zeigt, nimmt die Arbeit in Krankenhäusern entsprechend zu. Das bedeutet, dass der Verlust von Arbeitskraft durch die Reduktion der ärztlichen Arbeitszeit ersetzt werden muss, um der steigenden Versorgungsnotwendigkeit entsprechen zu können.

Sollten diese Forderungen nicht erfüllt werden, droht eine vermehrte Abwanderung ins Ausland oder in private Praxen. Das bedingt eine Verschlechterung der Versorgung von Patientinnen und Patienten.
"Der Arztberuf im KH kann und muss auch in unserem Land attraktiv genug sein, damit wir Kollegen mit deren Expertise halten und gewinnen können", so Primarius Dozent Dr. Otto Traindl, Präsident des VLKÖ.

Der VLKÖ - die Plattform leitender Ärzte im Gesundheitswesen hat engen Kontakt zu über 1500 ÄrztInnen in Führungsposition und vertritt deren Anliegen und Interessen. Eines der Hauptanliegen des Verbandes ist es, gesundheitspolitische Themen voran zu treiben, um neue dringend benötige Lösungsansätze für Probleme, mit denen sich PrimarärztInnen im Berufsalltag konfrontiert sehen, zu diskutieren und letztlich zu Verbesserungen derer beizutragen. Die Mitglieder des VLKÖ verfügen über hohe fachliche Expertise und Kompetenz hinsichtlich ihrer Organisation und über sehr gute Kenntnis des österreichischen Gesundheitswesens. Damit stellt der Verband eine informative Plattform von Primar- und OberärztInnen dar. Durch die enge Zusammenarbeit mit allen wichtigen medizinischen Fakultäten, Akademien und Gesundheitsinstitutionen hat der Verband einen weitreichenden Einblick in das ärztliche Gesundheitswesen der Krankenhäuser und arbeitet stets auch an einer soliden Zusammenarbeit mit der niedergelassen Kollegenschaft.
 


 
VKLÖ fordert: Ärzteausbildung NEU-
Praktikabilität vom Angang an sicher stellen
 
 
  Wien, am 24.9. 2014 Die im Ministerrat verabschiedete Novelle zum Ärztegesetz ist aus der Sicht des Verband leitender Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ) durchwegs begrüßenswert. Wesentlich ist, dass diese weitgreifenden Neuerungen vom Anfang an in der Praxis umsetzbar sind. Diese Novelle der ÄrztInnenausbildung erneuert die seit Generationen gültige Ausbildungsnorm, sowie das gesamte Ausbildungscurriculum von den Grundzügen her.

Der VLKÖ sieht grundsätzlich in der Reform eine große Chance die Ausbildung der Ärzte für Allgemeinmedizin und der Fachärzte zu verbessern und auf ein europäisches und internationales Niveau zu heben. Dazu gehören der frühere Einstieg in die Facharztausbildung, frühere Spezialisierung (z.B. Kardiologen, Thoraxchirurgen), die Verbesserung der Ausbildung für Allgemeinmediziner (inklusive der Ausbildung in der Lehrpraxis) sowie die verbesserte Migrationsfähigkeit österreichischer Ärzte in andere europäischen Länder und umgekehrt.

Trotzdem warnt Primar Dozent Dr. Otto Traindl, der dem Verband leitender Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ) vorsteht, dass von Beginn an Stolpersteine ausgeräumt werden müssen. Eine gute Ausbildung junger Ärzte braucht, aber vor allem ausreichend Zeit erfahrener Kollegen um die Jungen Ärzte auszubilden.

VKLÖ: Risiken von Anfang an ausräumen

Mit dieser ÄrztInnenausbildungsnovelle könnten allerdings auch Risiken verbunden sein, die vor einer Implementierung gut durchdacht werden müssen:

  1. Vor der Einführung und Festlegung der Ausbildungsordnung muss sicher gestellt werden, dass durch die Reform die mögliche Zahl der in Österreich auszubildenden ÄrztInnen nicht - reformbedingt - abnimmt. Dies würde den Mangel weiter vorantreiben. Die einzelnen müssen KH überprüft werden, ob auch nach neuer Ausbildungsordnung ausreichend Ausbildungsstellen vorhanden sind.
  2. Durch die zu erwartende höhere Spezialisierungsrate muss auch eine ausreichende Rotationsmöglichkeit in andere Krankenhäuser (auch andere Träger) leicht umsetzbar gemacht werden.
  3. Durch die neue Ausbildung dürfen keine "Stehzeiten" entstehen
  4. Durch die zu erwartende höhere Spezialisierungsrate droht mittelfristig eine Mangelversorgung in nicht-Ballungszentren, wo weniger SpezialistInnen und mehr GeneralistInnen zur Versorgung in Krankenhäusern und extramuralen Bereichen notwendig sind.
  5. Bei der Überarbeitung der Rasterzeugnisse, die noch nicht abschlossen ist, muss beachtet werden, dass die dort festgehalten Lehr- und Lerninhalte auch künftig voll vermittelbar sind.
  6. Junge ÄrztInnen in Ausbildung müssen von nicht - medizinischen Tätigkeiten befreit sein.
  7. Zur Dokumentation der Ausbildung sollen auch IT-Hilfsmittel (wie z.B. Moodle) eigesetzt werden.
  8. Derzeit findet der Großteil der die ÄrztInnenausbildung zw. 8:00 und 13:00 Uhr an Werktagen statt (Kernarbeitszeit); dies sollte deutlich ausgedehnt werden und auch die Dienste an Wochenenden umfassen, da gerade dann ein hohes Lernpotential besteht.
  9. Eine gute Ausbildung junger Ärzte braucht aber v.a auch ausreichend Zeit erfahrener Kollegen um sie auszubilden. Ärztemangel und Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes sind aber bereits jetzt in den Krankenhäusern ein Problem. Das heißt verbesserte Ausbildung braucht auch mehr Zeit der ausbildenden Ärzte.
  10. Last but not least muss auch festgehalten werden, dass das Bewusstsein der Notwendigkeit einer guten Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses weiter geschärft wird.

Diese Novellierung hat das Ziel den Arztberuf im Inland attraktiver zu machen und reagiert damit endlich auf den bereits massiv spürbare Ärztemangel.

Forderungen des VLKÖ

  Umsichtige Umsetzung (Qualität vor Zeitdruck)
  Machbarkeitsüberprüfung vor Einführung
  Ausbildungssituation muss von nicht medizinischen Tätigkeiten entrümpelt werden
  Ausbildung benötigt Zeit: deshalb müssen auch die personellen Ressourcen um den Ausbildungsfaktor erweitert werden
  IT zur leichtern Umsetzung des Logbuchs und der Rasterzeugnisse
  Beachtung der Gefahr einer Verschiebung der Gewichtung der GeneralistInnen zu Gunsten der SpezialistInnen

Der Verband leitender Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ)

Der Verband leitender Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ) treibt als Interessensvertretung gesundheitspolitische Themen voran, mit denen sich Primarärzte im Berufsalltag auseinandersetzen. Aufgrund jahrelanger Erfahrung im Krankenhausbereich in leitender Funktion verfügen alle Mitglieder über hohe fachliche Expertise und Kompetenz hinsichtlich Organisation und verfügen somit über eine hohe Kenntnis im österreichische Gesundheitswesen. Der VLKÖ vertritt die ärztlichen Direktoren und Primarärzte Österreichs. Er vernetzt rund ärztliche 2.500 Führungskräfte. Er interagiert an allen wichtigen Fakultäten, Akademien wie Institutionen Österreichs und steht dem Gesundheitsministerium beratend zur Seite.
 


  Bestehende Ärztearbeitszeiten sind mit eine der Grundursachen des Ärztemangels

Wien 2014-05-15 "Es gibt derzeit noch keine zündenden und nachhaltigen Ideen, die ein Licht ans Ende des Tunnels bringen, was den seit Jahren zunehmenden Ärztemangel betrifft", erklärt Univ.-Doz. Dr. Otto Traindl, Präsident des Verbands der leitenden Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ).

Während Dienste von 70 Stunden und mehr in vielen österreichischen Spitälern gang und gäbe sind, erlaubt die Arbeitszeitrichtlinie der EU nur eine Maximalarbeitszeit von 48 Stunden pro Woche inklusive Überstunden.

In einem Mahnschreiben wurde Österreich, respektive das Sozialministerium von Rudolf Hundstorfer (SPÖ), von der Europäischen Union aufgefordert, einen Vorschlag zur Reduzierung der arbeitszeitlichen Belastung der Ärzte vorzulegen. Andernfalls drohe eine Klage der EU. Diese Situation ist für Ärzte und Patienten, wie das Krankenhaus gleichermaßen, nicht mehr tragbar, da sie zu akuter und chronischer medizinischer Unterversorgung, Überlastung der Ärzte und damit zur Patientengefährdung führt.

Der Arztberuf muss vor allem im Krankenhaus wieder attraktiver werden


Die Hauptursache der derzeit zu langen Ärztearbeitszeiten sieht Dozent Dr. Otto Traindl in der aktuellen Aufgabenverteilung des Krankenhausbetriebes selbst. "Wir reden seit 20 Jahren über die gleichen Probleme. Eigentlich wäre es relativ einfach, diese in den Griff zu bekommen, wenn man Mediziner mehr Mediziner sein lässt, und zwar nach Verantwortungs- und Qualifikationsprofil. Arbeiten im nicht ärztlichen Bereich sollten nicht von Ärzten ausgeführt werden. Tätigkeiten wie zum Beispiel eine Infusion anzuhängen oder Blut abnehmen sind delegierbar. Wenn man diese Tätigkeiten von den TurnusärztInnen wegbringen würde, dann wären enorme Zeitressourcen verfügbar, sodass diese sich vermehrt ihrer Ausbildung widmen könnten. TurnusärztInnen sollten Tätigkeiten im Krankenhaus dort übernehmen, wo die nötigen Inputs für ihre Ausbildungsstandards hereinkommen - das heißt: Teilnahme an Visiten, Einschulung in Untersuchungsprozesse etc. Der derzeitige Zustand bedingt eine hohe Abwanderung junger Mediziner und Ärzte ins Ausland", so der Präsident des VLKÖ, Dozent Dr. Traindl.

Ärzteausbildung heißt: Es sind in erster Linie Mediziner auszubilden

Seit Jahren haben wir in Österreich immer weniger Medizinstudenten und junge Ärzte. Das liegt einerseits daran, dass die Aufnahmezahlen beim Medizinstudium nicht mit dem tatsächlich benötigten Bedarf an Medizinern übereinstimmt, anderseits gibt es zudem auch eine hohe Abwanderungsrate von Jungärzten ins Ausland.

Das hat zur Folge, dass die Wartelisten für Turnus und JungärztInnen in allen Bundesländern leer sind. Die seitens der EU geforderte Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes (AZG) führt zu deutlicher Reduktion der ärztlichen Anwesenheiten in den Spitälern. "Eine weitere personelle Ausdünnung wäre, aber nicht verkraftbar. Diese Sparpolitik, die man betrieben hat, hat sich als absolut unrealistisch und realitätsfern herausgestellt", so der Präsident des VLKÖ.


Lösungsvorschläge, auch wenn es schon 15 Minuten nach 12 ist

Der VLKÖ nennt folgende Punkte:

  Lange Vorlaufzeiten - man muss sofort mit der Planung und Umsetzung beginnen, immerhin liegen dann 6 Jahre Studium vor den angehenden ÄrztInnen
  Rasche Erfassung des wirklichen ÄrztInnenbedarfs für die
nächsten 10-20 Jahren
  Anpassung der Studentenzahlen
  Attraktive Arbeit(splätze) für ÄrztInnen
  Vernünftige Arbeitszeitmodelle
  Primär ärztliche Tätigkeit statt Administration und berufsferner Tätigkeiten
  Gute Ausbildung
  Adäquate Bezahlung
  Sofortige Facharztausbildung nach Studium ohne vorhergehenden Turnus
  Qualifikationskaskade - Ärzte sind primär ärztlich tätig.
Beispiele: gemeinsamer Tätigkeitsbereich mit der Pflege, Auslagerung der administrativen Tätigkeiten (z.B. Dokumentation, Codierung, Schreiben von Zuweisungen, Terminkoordination,..)

"Denn wenn wir in Zukunft genug Ärzte haben wollen, brauchen wir eine nationale Kraftanstrengung", so Primarius Dozent Dr. Otto Traindl, der Präsident des VLKÖ.


VLKÖ - die Plattform leitender Ärzte im Gesundheitswesen

Der Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ) hat engen Kontakt zu über 1500 ÄrztInnen in Führungsposition und vertritt deren Anliegen und Interessen. Eines der Hauptanliegen des Verbandes ist es, gesundheitspolitische Themen voran zu treiben, um neue dringend benötige Lösungsansätze für Probleme, mit denen sich PrimarärztInnen im Berufsalltag konfrontiert sehen, zu diskutieren und letztlich zu Verbesserungen beizutragen. Die Mitglieder des VLKÖ verfügen über hohe fachliche Expertise und Kompetenz hinsichtlich Organisation und haben sehr gute Kenntnis über das österreichische Gesundheitswesen. Damit stellt der Verband eine informative Plattform von Primar- und OberärztInnen dar. Durch die enge Zusammenarbeit mit allen wichtigen medizinischen Fakultäten, Akademien und Gesundheitsinstitutionen hat der Verband einen weitreichenden Einblick in das ärztliche Gesundheitswesen der Krankenhäuser und arbeitet stets auch an einer soliden Zusammenarbeit mit der niedergelassen Kollegenschaft.
 


  Ausgewählte Medienberichte
Hinzugefügt seit Do., 03.02.2014
VLKÖ Medienpanorama, 31.01.2014 (pdf) VLKÖ Medienpanorama, 31.01.2014 (pdf) (530KB)
Hinzugefügt seit Do., 30.01.2014
VLKÖ Medienpanorama, 30.01.2014 (pdf) VLKÖ Medienpanorama, 30.01.2014 (pdf) (219KB)
Hinzugefügt seit Di., 28.01.2014
VLKÖ Medienpanorama, 24.01.2014 (pdf) VLKÖ Medienpanorama, 24.01.2014 (pdf) (248KB)

 

 
PRESSEINFO 2013
 
 
  Schladminger Gesundheitsgespräche, 07. - 08.06.2013
Presseinformation, 07.06.2013 (pdf) Presseinformation, 07.06.2013 (pdf) (231KB)
Speaker Abstracts, 07.06.2013 (pdf) Speaker Abstracts, 07.06.2013 (pdf) (92KB)
Ausgewählte Medienberichte
Format, 14.06.2013 (pdf) FORMAT - Schladminger Gesundheitsgespräche, 14.06.2013 (pdf) (274KB)
Hinzugefügt seit Di., 06.09.2013
Medical Tribune, 21.08.2013 (pdf) Medical Tribune 21.08.2013 (pdf) (2,1MB)
Medical Tribune, 28.08.2013 (pdf) Medical Tribune 28.08.2013 (pdf) (1,3MB)
Medical Tribune, 04.09.2013 (pdf) Medical Tribune 04.09.2013 (pdf) (1,9MB)
Hinzugefügt seit Di., 24.09.2013
Medical Tribune, 11.09.2013 (pdf) Medical Tribune 11.09.2013 (pdf) (1,5MB)
Hinzugefügt seit Mi., 25.09.2013
Pharmaceutical Tribune, 23.09.2013 (pdf) Pharmaceutical Tribune, 23.09.2013 (pdf) (1,2MB)
Medical Tribune, 25.09.2013 (pdf) Medical Tribune, 25.09.2013 (pdf) (1,5MB)
Hinzugefügt seit Di., 10.12.2013
VLKÖ Medienpanorama,_09.12.2013 (pdf) VLKÖ Medienpanorama, 09.12.2013 (pdf) (349KB)

VLKÖ Medienpanorama, 10.12.2013 (pdf) VLKÖ Medienpanorama, 10.12.2013 (pdf) (724KB)
Hinzugefügt seit Di., 17.12.2013
Kronenzeitung, 12.12.2013 (pdf) Kronenzeitung, 12.12.2013 (pdf) (525KB)
 


  Pressekonferenz 30.1.2013
VLKÖ Presseinformation, 30.01.2013 (pdf) VLKÖ Presseinformation, 30.01.2013 (70KB) (70KB)
Ausgewählte Medienberichte
APA Journal Gesundheit Online, 30.01.2013 (pdf)
Der Standard Online, 30.01.2013 (pdf)
Kronenzeitung Online, 30.01.2013 (pdf)
springermedizin.at, 30.01.2013 (pdf)
Kurier, 31.01.2013 (pdf)
Nachrichten.at, 31.1.2013 (pdf)
Neues Volksblatt, 31.1.2013 (pdf)
Hinzugefügt seit Di., 05.02.2013
ORF2 ZiB VLKÖ PK, 30.01.2013 (pdf)
OÖN VLKÖ PK, 31.01.2013 (pdf)
Tiroler Tageszeitung VLKÖ PK, 31.01.2013 (pdf)
Medianet VLKÖ PK, 01.02.2013 (pdf)
Medical Tribune VLKÖ PK, 06.02.2013 (pdf)
Hinzugefügt seit Mi., 20.02.2013
Format VLKÖ PK, 8.2.2013 (pdf)
Ärztemagazin VLKÖ PK, 14.2.2013 (pdf)
Ärztewoche VLKÖ PK, 14.2.2013 (pdf)
Hinzugefügt seit Di., 26.02.2013
Clinicum VLKÖ PK, 20.2.2013 (pdf)
Hinzugefügt seit Di., 02.04.2013
Wiener Klinisches Magazin VLKÖ PK, 27.03.2013 (pdf)
Hinzugefügt seit Mi., 24.04.2013
Doktorinwien VLKÖ PK, 16. 04.2013 (pdf)
Hinzugefügt seit Di., 07.05.2013
Clinicum VLKÖ PK, 02.05.2013 (pdf)
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PRESSEINFO 2009
 
 
  PRESSEINFO (Ärztewoche Nr. 35, 27. August 2009, Seite 22)
"Kostenexplosion ist ein Märchen der Tagespolitik".pdf Kostenexplosion ist ein_Märchen_der Tagespolitik (1,4MB) (1,4MB)
 

 
PRESSEINFO 2008
 
 
  PRESSEINFO (Klinik 1-2008, S.52)
PRESSEINFO (Klinik 1-2008, S.52).pdf Presse (Klinik 1-2008, S.52).pdf (160KB) (160KB)
 

 
PRESSEINFO 2007
 
 
  Österreich Ausgabe 4.4.2007
Kritik an Sparpaket bei Medikamentenkosten


Die rot-schwarzen Pläne zur Sanierung der Kassen stoßen bei Pharmaindustrie und Ärzten auf Widerstand.

Wien. Um die immer größer werdenden Geldprobleme der Krankenkassen zu lösen, wollen SPÖ und ÖVP die Medikamentenkosten drastisch senken. Die von ÖSTERREICH gestern berichteten Pläne stoßen nun erwartungsgemäß auf Ablehnung bei den Medikamenten-Herstellern.

Zulasten der Patienten. "Das kann nur auf eine Rationierung zulasten der Patienten hinauslaufen", kritisierte Oliver Huber vom Branchenverband Pharmig.

Heuer sind bei den Medikamenten Einsparungen von 37 Mio. Euro geplant, nächstes Jahr sogar Einsparungen von 90 Mio. Euro.

Bei Krankenhäusern sparen. Huber bemängelt, dass die Politik "nicht die Aufgaben macht, für die sie zuständig ist - nämlich den Krankenhausbereich". Dort werde "nichts getan", so der Pharmig-Generalsekretär.

Dass auch bei den Labor- und Radiologenkosten gekürzt werden soll, ruft den früheren Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck auf den Plan. "Ich habe die Sorge, dass das in Richtung Qualitätsminderung und Mehrklassenmedizin geht", sagte Waneck, der selbst Radiologe ist, zu ÖSTERREICH. "Wenn das umgesetzt wird, verabschieden wir uns von den hohen Standards, die wir jetzt im Gesundheitswesen haben."(go)

Bild: Reinhart Waneck ist Radiologe und war Staatssekretär.
 

 
PRESSEINFO 2006
 
 
  Zeitschrift Klinik, Ausgabe 5-2006

Artikel von Prof. Waneck Zeitschrift Klinik, Ausgabe 5-2006, © Verlag Medmedia,
zum Thema "Der Leitende Arzt im Strukturwandel Der Leitende Arzt im Strukturwandel (PDF 385KB) (PDF 385KB)

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© Verlag Medmedia.
Der Beitrag wurde in der Zeitschrift Klinik, Ausgabe 5-2006 publiziert.
Abdruck bitte mit Genehmigung des Verlages.
 


  Zeitschrift Klinik, Ausgabe 5-2006

Gesamtartikel Zeitschrift Klinik, Ausgabe 5-2006, © Verlag Medmedia,
zum Thema "Der Leitende Arzt im Strukturwandel Der Leitende Arzt im Strukturwandel (PDF 1,5MB) (PDF 1,5MB)

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Der Beitrag wurde in der Zeitschrift Klinik, Ausgabe 5-2006 publiziert.
Abdruck bitte mit Genehmigung des Verlages.
 


  11.01.2007
Stellungnahme des Präsidenten des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte aufgrund eines Artikels im Wirtschaftsblatt vom 27.12.2006 zum Thema Sondergebühren:


Seit längerem gibt es in Wien Diskussionen rund um die Sondergebühren und deren Abrechnung.

Für mich sind die vor allem von politischer Seite und dem Rechnungshof immer wieder geäußerten Vorwürfe vor allem in Hinsicht angeblich mangelnder Transparenz nicht wirklich nachvollziehbar. Denn dank guter und intensiver Verhandlungen der Privatversicherungen mit der Wiener Ärztekammer ist es gelungen, gerade in der Bundeshauptstadt optimale Transparenz zu gewährleisten: Eine Wirtschaftsreuhandkanzlei rechnet sämtliche Sondergebühren ab. Die Kolleginnen und Kollegen der einzelnen Abteilungen haben damit das Recht, in die Zahlen ihrer Abteilung Einschau zu nehmen, zu kontrollieren und eventuelle Fehler sofort bekannt zu geben.

Erfolgreich konnten wir uns gemeinsam mit der Wiener Ärztekammer gegen den Zugriff der öffentlichen Hand auf unsere Ärztehonorare wehren. Vor allem dem Einsatz von Ärztekammerpräsident Walter Dorner ist es zu verdanken, dass es bislang zu keiner Änderung des Status quo gekommen ist und die Ärzteschaft auch weiterhin in autonomer Weise die von den Versicherungen ausbezahlten Sonderklassegelder verwalten kann.

Es wird Sie wahrscheinlich interessieren, dass das "Wiener Modell" bereits Nachahmer gefunden hat: Erst unlängst haben die Vorstände der Innsbrucker Universitätskliniken ihr Interesse daran bekundet, ein ähnliches Modell auch für Innsbruck einzuführen.

Das alles hat aber den Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer nicht davon abgehalten, in einem Zeitungsbericht ("Wirtschaftsblatt", 27.12.2006) öffentlich die Abrechnung der Sondergebühren zu kritisieren, indem er mehr Transparenz aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken gefordert hat. Mittlerweile haben sich auch Funktionäre der Niederösterreichischen Ärztekammer dieser Kritik angeschlossen.

Es ist äußerst befremdlich, wenn wir als Primarärzteverband gemeinsam mit der Ärztekammer für Wien politische Angriffe auf unsere ärztliche Verrechnungsautonomie erfolgreich abwehren, um dann ein wenig später aus den eigenen Reihen mit unsinnigen Forderungen konfrontiert zu werden, die unseren politischen Gegnern in die Hände spielen.

Seien Sie jedenfalls versichert, dass wir auch weiterhin gemeinsam mit der Wiener Ärztekammer alles unternehmen werden, um die Autonomie der Verwaltung der Sonderklassegelder auch in Zukunft zu gewährleisten.
 


  Schlaminger Gesundheitsgespräche
Schladming, (16. September 2006)

Waneck: Grippeimpfung für medizinische Fachkräfte sollte Pflicht sein =
Utl.: Schladminger Gesundheitsgespräche heuer zum Thema "Impfen"

Schladming, (16. September 2006) - "Als Angehöriger eines Gesundheitsberufes ist es nahezu unverantwortlich nicht Grippe geimpft zu sein", sagte heute der Präsident des Verbandes der ärztlichen Direktoren und Primarärzte Österreichs, Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck, anlässlich der vom Verband veranstalteten "Schladminger Gesundheitsgespräche", die heuer im Zeichen des Impfens stehen. *****

Durch den intensiven Kontakt den Ärzte, Krankenschwestern und andere Angehörige pflegender Berufe zu den ihnen anvertrauten Patientinnen und Patienten hätten, bestünde in Grippezeiten ein deutlich erhöhtes Ansteckungsrisiko, da die ohnehin durch ihre Krankheit geschwächten Patienten eine geringere Immunabwehr hätten, so Waneck. Es sei keine Seltenheit, dass sich Patienten im Spital mit Grippe infizieren und aufgrund ihrer schwachen Gesamtkonstitution auch daran sterben würden, so Waneck. "Als Präsident des Primarärzteverbandes rufe ich daher alle Angehörigen der Gesundheitsberufe auf, sich im eigenen und im Interesse ihrer Patienten Grippe impfen zu lassen", so Waneck.

Zwtl.: Impfen ist die billigste und effektivste Präventionsmaßnahme =

Impfungen hätten mehr zur Weltgesundheit beigetragen, als irgendeine andere Gesundheitsmaßnahme des 20. Jahrhunderts, erinnerte Waneck. "Impfungen verhindern und rotten in manchen Fällen Krankheiten aus, die sonst unzählige Tote fordern würden", so Waneck weiter. Der intensiven Forschung auf diesem Gebiet sei es zu danken, dass in diesem Jahrtausend innovative Impfstoffe Kinder und Erwachsene vor einer steigenden Anzahl von Erkrankungen schützen würden. Auch könne mit Impfstoffen dem Problem der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen begegnet werden. Es sei weiters zu erwarten, dass sich der Einsatzbereich von Impfstoffen über die Vorbeugung hinaus, auch auf die Behandlung von Krankheiten ausdehnen werde, so Waneck.

Zwtl.: Impfen bedeutet Solidarität =

Einer der Eckpfeiler unseres Sozialversicherungswesens sei Solidarität. Dies bedeute aber auch für jeden, der es in Anspruch nehme ein hohes Maß an Verantwortung den anderen Mitversicherten gegenüber, mit den knappen Ressourcen pfleglich umzugehen, betonte Waneck. "Sich ohne zwingenden Grund nicht Impfen zu lassen ist Missbrauch der Solidarität, da so die vermeidbaren Kosten einer Erkrankung, die durch den fehlenden Impfschutz entstanden sind, auf die Allgemeinheit abgewälzt werden", sagte Waneck. "Abraten und Angst vor dem Impfen machen sind moralische Terroranschläge gegen die Gesundheit Österreichs", sagte Waneck in Richtung unverbesserlicher Impfgegner.

Zwtl.: Kosten-Nutzen-Rechnung spricht deutlich für Impfen =

Am Beispiel der Pneumokokkenimpfung sehe man besonders deutlich den Nutzen von Impfstrategien, so Waneck. Neben der Verhinderung des menschlichen Leids, das Erkrankungen mit sich brächten, könnten bei Durchimpfung aller österreichischen Kinder auch finanzielle Vorteile für alle Beteiligten (Bund, Länder, Krankenversicherungen) erzielt werden. Durch Vermeidung von Krankheitsfällen kämen hier auf jeden eingesetzten Impf-Euro, zwei Euro Einsparung zurück ins System.

Im Falle der Grippeimpfung würden verantwortliche Großunternehmen dem heute schon Rechnung tragen, da der Ausfall durch Krankenstände weit höhere Kosten verursache, als die Kosten der Impfung, die sie in zunehmenden Maße ihren Dienstnehmern gratis anbieten. Klein- und Mittelbetriebe würden ebenfalls von Impfmaßnahmen profitieren, so Waneck, da hier der Ausfall von einzelnen Mitarbeitern besonders schwer zu verkraften sei.

"Nicht nur aus diesem Grund wäre es eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass die Kosten für diese Impfungen im öffentlichen Bereich auch von der öffentlichen Hand getragen werden", so Waneck, der eine kostenlose Impfung sowohl gegen Grippe als auch gegen Pneumokokkeninfektionen für alle Österreichischen SeniorInnen bzw. Kinder den Krankenkassen als potentielle Einsparungsmaßnahmen im positiven Sinne empfehlen würde. (Schluss) mg *****
 


  Waneck: "Patienten stimmen mit den Füßen ab"

VON CLAUDIA DANNHAUSER (Die Presse) 03.06.2006

Ex-Staatssekretär Waneck hält die
Gesundheitsregionen für ein
Kunstprodukt und geißelt den
überbordenden Föderalismus.


"Patienten stimmen mit den Füßen ab"

Ex-Staatssekretär Waneck hält die Gesundheitsregionen für ein Kunstprodukt und geißelt den überbordenden Föderalismus.

VON CLAUDIA DANNHAUSER

  WIEN. "Das Gesundheitssystem leidet unter keinen wirklichen Finanzierungsnöten, sondern unter strukturellen Problemen." Diese These stellt der frühere FP-Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck auf. Der größte Nachteil entstünde durch überbordenden Föderalismus, "wo jeder für sich agiert und nie das Gesamte sieht". Die Neuordnung mit vier Versorgungszonen war zwar seine Idee - zumindest annähernd, Waneck hätten drei genügt. Nicht einverstanden ist er aber mit der weiteren Unterteilung Österreichs in 32 Gesundheitsregionen. "Das ist willkürlich. Dazu kam es nur, weil man sich an die 64 Bezirkshauptmannschaften hielt und sie - weil's zu viel war - halbierte." Man hätte sich besser an geografische Vorgaben gehalten. "Ein Schladminger wird immer nach Salzburg, nicht nach Graz fahren. Die Patienten stimmen eben mit den Füßen ab, wo sie behandelt werden
wollen."

  Spitäler werden aus Prestige erhalten

  Eine Ausgeburt des Föderalismus sei auch das Halten von Spitalsstandorten aus Prestigegründen. "Just das schwarze Niederösterreich begibt sich mehr und mehr auf den Weg der Staatsmedizin", warnt Waneck. Dabei sei unser System - freiberufliche Ärzte, vielfältige Spitalserhalter, mehr Sozialversicherer - durch die kleine interne Konkurrenz besser als andere europäische, vor
allem skandinavische Systeme. Was Waneck an der heimischen Entwicklung auch noch stört, ist der schwindende Einfluss der Ärzteschaft. "Man sieht's im Parlament. Früher war jeder Gesundheitssprecher einer Partei Arzt", sagt Waneck, selbst Radiologe. Jetzt seien nur noch Erwin Rasinger (VP) und Kurt Grünewald (Grüne) das medizinische Gewissen im Parlament.
 

 
PRESSEINFO 2005
 
 
  • Studien: Schutz gegen Pneumokokken wichtig • Lücke in neuem Pandemieplan
• Die Grenze von "teuren" Geschenken an Ärzte
 
  © Ärztekrone 18. September 2005 und DER STANDARD 30. August 2005  


  Pandemie - müssen wir uns fürchten?
ÄK s.8-9.pdf aek_s.8-9.pdf (74KB) (74KB)
© Erschienen in Ärztekrone 18/2005, Verlag MedMedia
 


  MEDIENDIENST DER ÖSTERREICHISCHEN ÄRZTEKAMMER

41/21.9.2005

Ärztekammer: Neue Ausbildung von Hebammen und MTD
bringt Verschlechterung

Brettenthaler: "Geplante Ausbildung praxisfern und theorielastig"-
Betreuungsqualität verschlechtert

Vor einschneidenden Verschlechterungen der Ausbildung von Hebammen und gehobenen medizinisch-technischen Diensten (MTD) hat heute der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Reiner Brettenthaler, gewarnt. In einer Aussendung kritisierte Brettenthaler die "Praxisferne" der geplanten Neuregelung der Ausbildung der genannten Berufe, die künftig nicht mehr in Akademien, sondern an Fachhochschulen erfolgen soll. Damit bestünde die Gefahr, dass sich die Betreuungsqualität in Zukunft deutlich verschlechtere. Gleichzeitig würden neue Doppelgleisigkeiten im Gesundheitssystem aufgebaut, da eine Parallelausbildung von Hebammen und gehobenen medizinischtechnischen Diensten an Akademien weiterbestehe. Brettenthaler: "Da kennt sich niemand mehr aus, schon gar nicht der Patient."

Konkret bemängelt die Österreichische Ärztekammer an dem geplanten Richtlinienentwurf, dass unter anderem die Zeit für Praktika, ein wesentlicher Teil der Berufserfahrung der angehenden Fachkräfte, reduziert werden soll. Gleichzeitig werde die Ausbildung kürzer, aber wissenschaftslastiger, kritisiert die Ärztekammer. "Was damit kommt, ist eine von Theorie geprägte Ausbildung, die in keinem Verhältnis zur konkreten Arbeit steht, die diese Berufsgruppen künftig übernehmen sollen", warnte Brettenthaler.

Zwtl. Neue Ausbildung schafft Karrierehürden

Gleichzeitig würden mit dem neuen Ausbildungsentwurf unüberwindliche Karrierehürden für jene Hebammen und MTD aufgebaut, die nach dem alten System ausgebildet worden seien und sich weiterqualifizieren wollten, bemängelt der ÖÄK-Chef. Brettenthaler: "Sinnvoller wäre ein mehrstufiges modulares Ausbildungssystem, in dem sich Angehörige von Gesundheitsberufen kontinuierlich weiterqualifizieren können und in dem jeder Ausbildungsschritt für die nächste Karrierestufe angerechnet wird." Dieses Modell beziehe auch die medizinisch technischen Fachkräfte (MTF) mit ein.

Bemängelt wird seitens der ÖÄK auch, dass die langfristige Kontrolle der Qualität der Ausbildung nicht mehr sichergestellt ist, da - anders als früher - Ärztinnen und Ärzte nicht mehr verpflichtend für Unterricht, Prüfung oder die Bewilligung der Lehrinhalte oder auch als medizinisch wissenschaftliche Leiter der Fachhochschulgänge vorgesehen seien. Nicht nachvollziehbar sei, dass das Gesundheitsministerium zwar weiterhin als Aufsichtsbehörde für die Akademien der Gesundheitsberufe fungiere, für die Ausbildung der Gesundheitsberufe an den Fachhochschulen jedoch das Wissenschaftsministerium zuständig sei.

Die geplante Neuregelung der "Richtlinien für die Ausbildungsqualität" betrifft neben Hebammen auch PhysiotherapeutInnen, medizinisch technische AnalytikerInnen, radiologisch-technische AssistentInnen, DiätassistentInnen und ernährungsmedizinische BeraterInnen, sowie ErgotherapeutInnen, LogopädInnen und OrthoptistInnen.
 
     
  Die Österreichischen Ärzte
Aktiv für Ihre Gesundheit
 
 
apm41_2005.pdf apm41_2005.pdf (91KB) (91KB) Adobe Reader
 


  AVISO: PK: "Pandemie - Muss sich Österreich fürchten?" =
Utl.: "Schladminger Gesundheitsgespräche" des Verbandes der ärztlichen Direktoren und Primarärzte Österreichs und der Steirischen Ärztekammer

Schladming, Laut WHO war die Wahrscheinlichkeit einer Pandemie (Weltweite Grippe-Epidemie) noch nie so hoch wie jetzt. Die WHO und die Europäische Kommission warnen daher vor einer Influenzapandemie und empfehlen seit 1999 dringend, nationale Pandemiepläne zu erstellen. Ein solcher wurde jüngst vom Gesundheitsministerium präsentiert. Der Verband der ärztlichen Direktoren und Primarärzte Österreichs und die Steirische Ärztekammer laden anlässlich der "Schladminger Gesundheitsgespräche", die ganz im Zeichen dieser Bedrohung stehen, zur:
 


  P R E S S E K O N F E R E N Z
   
  Mit: Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck
Präsident des Verbandes der ärztlichen Direktoren und
Primarärzte Österreichs
  und: Dr. Dietmar Bayer
Präsident der Ärztekammer Steiermark
  und: Dr. Günther Kerscher
Ministerialdirigent im Bayrischen Gesundheitsministerium
  und: Univ. Prof. Dr. Christoph Wenisch
Infektions- und Tropenmedizin, KFJ Spital Wien
  Zeit: Samstag, 17. Sept, 10.30 Uhr
  Ort: Sporthotel Royer, Schladming


  P R E S S E K O N F E R E N Z
 
Thema:   Primarärzte erheben Führungsanspruch im Gesundheitswesen
Neue Homepage des Primarärzteverbandes
 
     
     
Waneck: Primarärzte erheben Führungsanspruch im Gesundheitswesen =
Utl.: Ökonomisierung des Gesundheitswesens birgt Gefahren für die Bevölkerung

Wien, (OTS) - "Die nötige Straffung und Reorganisation des österreichischen Gesundheitswesens aufgrund von ökonomischen Zwängen birgt enorme Gefahren für die Bevölkerung", warnte heute der Präsident des Verbandes der ärztlichen Direktoren und Primarärzte Österreichs, Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck. Die Primarärzteschaft verfüge durch ihre Kompetenz in der Medizin, im Management und in der Krankenhaus-Ökonomie über das erforderliche Wissen, wo und wie ohne Schaden für die Bevölkerung ökonomisiert werden könne, erhob Waneck den Führungsanspruch der Primarärzte. *****

Waneck, der dem Verband der ärztlichen Direktoren und Primarärzte Österreichs seit November 2004 vorsteht, wolle die öffentliche Präsenz dieser freiwilligen Interessenvertretung deutlich erhöhen. Auch solle das Selbstverständnis der leitenden Ärzte in ihrer Tätigkeit gestärkt werden, betonte Waneck, der darauf verwies, dass die Primarärzte jene Gruppe seien, die die Konsequenzen aus der Gesundheitspolitik als erste zu spüren bekämen, da sie diese direkt dem Patienten gegenüber zu vertreten hätten.

Zwtl.: Sorge um Patienten darf nicht Ökonomen überlassen werden

Die Aufgabe des Gesundheitswesens sei die Bereitstellung von Ressourcen für Prävention, Diagnose, Therapie und Rehabilitation für die Bevölkerung. "Alle diese Bereiche sind die Kernkompetenz der Ärzteschaft. Darüber hinaus sind die Ärzte durch den hippokratischen Eid und die Besonderheit der Profession in hohem Maße den Patienten ethisch verpflichtet", betonte Waneck, der kritisierte, dass die politische Realität versuche an den Ärzten und Patienten vorbei zu agieren. "Die Primarärzte Österreichs sind nicht bereit, ihre ureigenste Verantwortung dem Hochmut von Ökonomen und Theoretikern, die ein Spital kaum noch von Innen gesehen haben, auszuliefern", so Waneck.

Zwtl.: Primarärzte erheben Führungsanspruch im Krankenhaus

"Die Erwartungen, die heute an Ärzte in Führungspositionen in Krankenhäusern gestellt werden, betreffen neben der ärztlich-fachlichen und Patientenbetreuung/-behandlung und Versorgungstätigkeit in hohem Maße Organisations- und Managementaufgaben, ebenso wie soziale Kompetenz", so Waneck. Aufgaben, die in den kommenden Jahren noch mehr würden. Allgemein gültige Tätigkeitsbeschreibungen dafür fehlten derzeit. Engpässe oder Versorgungslücken die ökonomisch bedingt seien, würden ebenfalls von den Primarärzten verantwortet, wie gerade aktuelle Beispiele bewiesen. Das unglückliche Konstrukt der kollegialen Führung führe jedoch dazu, dass die Entscheidungskompetenz des ärztlichen Direktors in keinem Verhältnis zu dessen direkter Verantwortung dem Patienten gegenüber stehe, zeigte Waneck auf.

"Die Primarärzte Österreichs fordern daher eine Korrektur im Sinne eines ärztlichen Generaldirektors, wie dies bereits in der Organisation der Führung des Wiener Krankenanstaltenverbundes erfolgreich umgesetzt ist", so Waneck. Nur ein Arzt mitpraktischer Berufserfahrung verfüge über den ethischen Hintergrund, der für diese Aufgabe erforderlich sei. "Die Führung öffentlicher Krankenanstalten durch Ökonomen oder gar profitorientierte Unternehmen lehnet der Verband im Sinne der Patienten kategorisch ab", betonte Waneck.

"Primarärzte und ordentliche Universitätsprofessoren sind die Experten für alle Bereiche des Gesundheitswesens. Sie verbinden hohe medizinische Kompetenz mit Führungserfahrung und ökonomischer Routine. Sie entsprechen dem idealen Anforderungsprofil einer Führungsposition im strategischen und operativen Bereich eines Gesundheitsbetriebes am besten", betonte Prim. Univ. Doz. Dr. Walter Neunteufel

"Die Ziele der österreichischen Gesundheitseinrichtungen, nämlich die Dienstleistung zur Erhaltung und Wiedererlangung der Gesundheit, bedürfen einer strategischen und operativen Führungsleistung, die medizinische Kompetenz, hohen ethischen und forensischen Anspruch und ökonomische Verantwortlichkeit als Basis hat", so Neunteufel weiter. Die hoch qualifizierte Ärzteschaft in Führungsposition entspreche diesem Anforderungsprofil am besten.

Nur mit leitenden Ärzten in den Führungspositionen der Gesundheitsbetriebe werde es in Zukunft möglich sein, die ständig steigende medizinische Qualität zu für die Volkswirtschaft vertretbaren Kosten anzubieten, betonte Neunteufel. "Ökonomen haben keinen vergleichbaren qualifizierten Bezug zum operativen Geschäftsbereich der Gesundheitsbetriebe", so Neunteufel, der auf Beispiele aus anderen Branchen wie etwa der Autoindustrie verwies, wo die Vorstandsvorsitzenden keine Ökonomen oder Juristen, sondern zumeist Techniker seien.

Zwtl.: Professoren und Primarärzte fordern Vertretung in der Ärztekammer

"Die am höchsten qualifizierte Ärztegruppe, die Universitätsprofessoren und Primarärzte, sind weder in der Österreichischen Ärztekammer, noch in den Landesärztekammern ausreichend vertreten", kritisierte Prim. Univ. Doz. Dr. Robert Hawliczek. Diese Selbstverständlichkeit werde nun im Zusammenhang mit der notwendigen Änderung des Ärztegesetzes, durch die Abspaltung der Zahnärzte, von der Primarärzteschaft eingefordert. "Eine eigene Kurie der Primarärzte und Universitätsprofessoren würde zu einer längst überfälligen Einbindung der Medizinuniversitäten in die Standespolitik führen und darüber hinaus das demokratiepolitisch ungünstige Übergewicht des spitalsärztlichen Mittelbaus reduzieren", unterstrich Hawliczek die Forderung der Universitätsprofessoren und Primarärzte Österreichs nach einer eigenen Kurie der leitenden Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer und in den Landesärztekammern.

"Die Kurie der angestellten Ärzte, die maßgeblich für die Vertretung der Primarärzte verantwortlich wäre, und nicht wie früher der Kammervorstand, vertritt nicht die Interessen der Primärärzte. Das trifft vor allem auf die Spitzenfunktionäre der Angestelltenkurie zu", kritisierte Neunteufel. Es habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt, so Neunteufel weiter, dass der Verein der Primarärzte Österreichs die einzige Vertretung der Interessen der leitenden Ärzte darstelle. "Die Ärztekammer zeigte sich in der Vergangenheit nicht willens und auch nicht in der Lage, die Interessen dieser wichtigen Ärztegruppe, die in diesem Land für die Gesundheitsversorgung, die Ausbildung und Führung der nachgeordneten Ärzte maßgeblich verantwortlich ist, mit zu vertreten", so Neunteufel, der die Unabhängigkeit und Notwendigkeit des Primarärzteverbandes betonte. " Daher ist auch die Schaffung einer eigenen Kurie der Leitenden Ärzte im Zuge der demnächst fälligen Gesetzesreform die einzige logische und zielführende Konsequenz dieses bedauerlichen Zustandes", so Neunteufel.

Zwtl.: Implementierung eines Managementsystems im Spital notwendig

"Es gibt viele Möglichkeiten eine medizinische Abteilung oder ein Institut zu leiten, aber nur eine gute", brachte es Prim. Univ. Doz. Dr. Gerhard Syré auf den Punkt. Leiten einer klinischen Abteilung oder eines Institutes bedeute den diagnostischen und therapeutischen Prozess innerhalb einer Abteilung so zu steuern, dass für den Patienten das bestmöglichste Ergebnis erzielt werde und gleichzeitig die personellen und finanziellen Ressourcen ökonomisch eingesetzt würden, so Syré.

Dazu bedürfe es einer im voraus festgelegten Strategie zur Schaffung von Leitlinien und Richtlinien, zur Fehlervermeidung, zum Umgang mit Fehlern, zur Mitarbeiterauswahl, zur Mitarbeiterförderung und Weiterbildung, zur notwendigen Gerätebeschaffung etc. "Um alle diese Aufgaben erfüllen zu können, muss die Leitung sich entweder einer speziellen Ausbildung unterziehen, oder andere Wege beschreiten die Führungskompetenz für die Abteilungsorganisation zu gewinnen", so Syré.

Einen einfachen und schnellern Zugang zu dieser für Mediziner meist unbekannten Materie gewinne man, indem die Leitung mit Hilfe professioneller Beratung ein genormtes Managementsystem in der Abteilung implementiere, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass alle Mitarbeiter einbezogen werden könnten, und damit das eingeführte System mittragen würden. Ein derartiges Managementsystem erleichtere der Leitung ihre Führungsaufgaben, gebe den Mitarbeitern Sicherheit, weil Zuständigkeiten Leitlinien und klare Arbeitsabläufe festgelegt seien, erleichtere weiters die Kommunikation zwischen den Berufsgruppen und fördere den kontinuierlichen Verbesserungsprozess. "Dies alles kommt letztlich unseren PatientInnen zu gute", betonte Syré, der als Norm für den Managementprozess die bereits im industriellen und gewerblichen Bereich angewendete ISO 9001 empfehle. "Da diese Norm nur den Managementprozess definiert, ist sie auch im Krankenhaus anwendbar und auch als Führungsinstrument gut geeignet", so Syré.

Zwtl.: Homepage des Verbandes geht online - Diskussionsplattform für Ärzte

"In Österreich gibt es rund 2.700 Ärzte in leitenden Funktionen. Diese sind zum Teil im gesamtösterreichischen Verband und/oder in den jeweiligen Bundesländerverbänden organisiert", so Waneck, der die Kommunikation des Verbandes deutlich verbessern will. Ein wichtiges Instrument dafür, so Waneck, sei die neue Homepage, die neben Verbesserungen im Servicebereich für Mitglieder auch Informationen für Nichtmitglieder beinhalte.

Die neue Homepage biete neben der Basisinformation über den Verband auch in naher Zukunft eine Diskussionsplattform, bei der Primarärzte über relevante Themen diskutieren könnten. Dabei würden auch "Blitzumfragen" zu aktuellen Themen möglich sein, deren Ergebnis dann auch publiziert werden könne. Wesentlich sei auch, dass interessierten Ärzten, die noch nicht aktives Mitglied im Verband seien, die Möglichkeit hätten, sich via Homepage als Mitglied registrieren zu lassen.

Ab sofort ist die Homepage unter www.leitendekrankenhausaerzte.at online, freute sich abschließend der Präsident des Verbandes. (Schluss) mg
 

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