VLKÖ - Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs

 

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VLKÖ
VERBAND DER LEITENDEN KRANKENHAUSÄRZTE ÖSTERREICHS
 
NEWSLETTER 4/2016
 
 
 
Newsletter im Überblick
 
 
Vorwort des Präsidenten
Infektiologie & Patientensicherheit – Nachlese des Fachsymposiums vom 3. November
Strafrechtliches Risiko für Mediziner – Jeder Krankenhausarzt ist tagtäglich mit den Gefahren möglicher strafrechtlicher Verfolgung konfrontiert
Roche startet FoundationOne® in Österreich und damit eine neue Ära der Personalisierten Medizin
Vermischtes
Termine und Veranstaltungen
 
 
Vorwort des Präsidenten
 
         
  Prim.Univ.Doz.Dr. Otto Traindl  

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Ich freue mich, Ihnen den vierten und damit letzten Newsletter für dieses Jahr 2016 vorlegen zu können. (…)
 
       
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Aus Sicht der Primarärzte ist das breite Themenfeld der Patientensicherheit von besonderer Bedeutung. Die „Österreichweite Patientensicherheitsstrategie 2013–2016“ soll dazu führen, unerwünschte Ereignisse zu reduzieren und die Qualität des heimischen Gesundheitssystems zu verbessern. Dazu zählen auch die Minimierung nosokomialer Infektionen sowie die Erfassung und Vermeidung von Antibiotikaresistenzen. Warum dennoch dringender Handlungsbedarf herrscht, wurde beim Symposium Patientensicherheit im Wiener Billrothhaus mit einer Vielzahl anerkannter Expertinnen und Experten diskutiert. Eine umfassende Nachlese der Veranstaltung finden Sie in diesem Newsletter.

Über das strafrechtliche Risiko für Mediziner klärt Gerhard Ulmer auf. Jeder Krankenhausarzt ist tagtäglich mit den Gefahren einer möglichen strafrechtlichen Verfolgung konfrontiert. Neben den für den Arzt hauptsächlich in Frage kommenden Straftatbeständen durch Behandlungsfehler kann den ärztlichen Abteilungsleiter oder Primararzt auch ein strafrechtlich relevantes Organisationsverschulden oder der Straftatbestand der sogenannten „Eigenmächtigen Heilbehandlung“ treffen. Der verdächtigte Arzt hat jedoch in der Regel keinerlei Möglichkeit, sachlich Stellung zu nehmen oder sich gar mit dem Sachverständigen auseinanderzusetzen. Ein einmal vorliegendes Gutachten zu entkräften, ist kein leichtes Unterfangen.

Angetrieben von einer regelrechten Informations-Explosion über das menschliche Genom und digitale Gesundheitsdaten ergeben sich auch im Bereich der individuellen Therapie neue Chancen. Roche geht nun mit dem umfassenden Bioinformatik- und Analyse-Service FoundationOne® seit April 2016 als Pionier in der Personalisierten Medizin wieder einen großen Schritt voran. Österreich ist damit unter den führenden Ländern im Bereich der Onkologie.

Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß beim Lesen des Newsletters und schon heute frohe Weihnachten sowie einen guten Wechsel ins Neue Jahr.

Mit den besten kollegialen Grüßen,
Otto Traindl

Beitrittserklärung zum Verband der Leitenden Krankenhausärzte Österreichs

 
   
  Infektiologie & Patientensicherheit

von Renate Haiden
 
  Infektiologie & Patientensicherheit
 
  Die „Österreichweite Patientensicherheitsstrategie 2013–2016“ soll dazu führen, unerwünschte Ereignisse zu reduzieren und die Qualität des heimischen Gesundheitssystems zu verbessern. Dazu zählen auch die Minimierung nosokomialer Infektionen sowie die Erfassung und Vermeidung von Antibiotikaresistenzen. Warum dennoch dringender Handlungsbedarf herrscht, wurde kürzlich in Wien diskutiert. (…)
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Antibiotika haben sich über viele Jahre in der Medizin bestens bewährt: Die natürlichen Stoffwechselprodukte von Pilzen und Bakterien werden zur Bekämpfung von Infektionen eingesetzt, die durch Bakterien verursacht werden. Bis heute gibt es Keime, die über rund 70 Jahre nach wie vor nicht resistent geworden sind. Doch nun scheint die Entwicklung an einem Wendepunkt angelangt zu sein, denn seit eben dieser Zeit sind wenig neue Substanzen auf den Markt gekommen und die Pipelines der Industrie versprechen auch in den nächsten zehn Jahren keine großen Überraschungen. Im Gegenzug entwickeln sich aufseiten der Bakterien zunehmend Resistenzen, denen mit den derzeit auf dem Markt befindlichen Medikamenten kaum Herr zu werden ist. Grund ist längst nicht nur der exzessive Einsatz von Antibiotika, sondern auch in der Natur gebildete Resistenzen.


Antibiotikatherapie in der Sackgasse?

Schon der Bakteriologe Alexander Fleming betonte in seiner Rede bei der Übernahme des Nobelpreises, den er 1945 für die Entdeckung des Antibiotikums Penicillin erhielt, dass es bei einer Überbeanspruchung von Antibiotika zu Resistenzen kommen wird. „Heute steht das Thema daher in der Forschung weit oben und auch unter dem Aspekt der Patientensicherheit werden Strategien zum Antibiotic Stewardship (ABS) im Krankenhaus immer wichtiger“, betont Prim.-Univ. Doz. Dr. Otto Traindl, Präsident des Verbands Leitender Krankenhausärzte in Österreich, und sieht das Thema als klare Führungsaufgabe.

Auch Roland Pfleger, Geschäftsführer von Becton Dickinson und Veranstalter des Fachsymposiums „Patientensicherheit“, das in Kooperation mit dem Verband der Leitenden Krankenhausärzte und der Gesellschaft der Ärzte kürzlich in Wien stattgefunden hat, stellt fest: „Die Debatte um Patientensicherheit ist nicht allein eine medizinische, sondern auch einen politische und wir alle profitieren als Patienten davon.“ Dass hinter dem Thema weit mehr als nur Antibiotikaresistenzen und Händehygiene steckt, zeigt schon das umfassende Programm: Der Themenbogen spannte sich von der Diagnose und Prävention in der Infektiologie über die Herausforderungen bei immunsupprimierten Patienten bis hin zum Stellenwert der klinischen Infektiologie im Krankenhaus.


Einheitliche Hygienestandards

Maximale Sicherheit ist jedenfalls das Anliegen von Univ.-Prof. Dr. Cornelia Lass-Flörl, Direktorin der Sektion für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Universität Innsbruck. „Aus therapeutischer Sicht ist das Ziel, Patienten mit Infektionen rasch und effektiv zu heilen“, so Lass-Flörl. Kommt ein Patient ins Krankenhaus, ist meist noch nicht sicher, um welchen Erreger es sich handelt: „Wir bekommen pro Jahr rund 400.000 Proben, etwa ein Drittel davon ist wirklich infiziert. Viele Infektionen sind klinisch manifest, ohne dass wir einen Erreger finden können. Dann gilt es, eine empirisch kalkulierte AB-Auswahl zu treffen. Ab dem Zeitpunkt, wo wir den Erreger identifiziert haben, kann ein passendes AB-Programm eingeleitet werden“, ergänzt die Expertin. Ziel ist die Heilung des Patienten, aber auch die Vermeidung der Übertragung auf andere Patienten. Dazu fehlt aber in Österreich eine einheitliche Handhabe über alle Bundesländer, denn das therapeutische und das präventive Ziel werden in jedem Krankenhaus, ja oft bei jedem Patienten, individuell gewichtet. „Reden wir von Sicherheit, müssen wir definieren, was wir wann und wie erreichen wollen. Noch haben wir keine einheitlichen Hygienestandards“, betont Lass-Flörl.

Warum Infektionen gerade im Krankenhaus zu einem Problem führen, zeigt ein Blick auf die Mikrobiologie: Jeder Mensch ist von Keimen besiedelt und Studien belegen, dass die Population bereits nach einer Woche Aufenthalt im Krankenhaus völlig anders aussieht als die ursprüngliche natürliche Besiedlung. Nach wie vor sind die meisten Erreger sensibel auf AB, doch im Krankenhaus werden empfindliche Erreger durch Therapien beseitigt und es kommt zur Selektion der resistenten Population. Für wirksame Strategien reicht dieses Wissen aber nicht, doch: „Wir verfügen in Österreich über keine flächendeckenden Screening-Daten, es gibt lediglich einzelne Fallpräsentationen.“ Wie groß das Risiko ist, sich tatsächlich mit einem Erreger zu infizieren und welche Erreger das sein könnten, variiert ebenso wie die Art und Dauer der Exposition. „Wir brauchen dringend eine einheitliche Dokumentation in allen Häusern, um die erforderliche Transparenz über den Umfang der Risiken herstellen zu können. Dazu würde sich zum Beispiel ein ‚Hygienepass‘ sehr gut eigenen“, schlägt die Expertin vor und ergänzt: „Zudem würde ich mir ein passendes Anreizsystem wünschen, das dafür sorgt, dass sich ein Krankenhaus mit diesem Thema auseinandersetzt und Verbesserungen auch Anerkennung finden.“

Univ.-Prof. Dr. Heinz Burgmann von der Klinischen Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin an der Medizinischen Universität Wien bestätigt, dass nosokomiale Infektionen (NI) zu einem der häufigsten Schadensereignisse in heimischen Krankenhäusern zählen. Und der Trend in diese Richtung geht weiter, denn: „In Zukunft wird aufgrund des demografischen Wandels sowie der zunehmend komplexer werdenden Therapieverfahren das Thema noch umfassender werden“, ist Burgmann sicher. Eine besondere Herausforderung stellen in diesem Zusammenhang immunsupprimierte Patienten dar. „Nicht nur Behandlungspläne werden dadurch komplizierter, auch die Kosten steigen enorm“, so der Experte. Die Herausforderungen aus Sicht der Immunologie liegen vor allem im atypischen Verlauf der Infektionserkrankungen, der meist schwerer als bei nicht immunsupprimierten Patienten ist. „Eine engmaschige Kontrolle ist jedenfalls wichtig“, bestätigt der Experte.


Datentransparenz und Zielüberprüfung erforderlich

Die globale Dimension des Problemfelds von Antibiotikaresistenzen wird durch den Report „The State of the World’s Antibiotics 2015“ deutlich: In den Jahren 2000 bis 2010 stieg der weltweite Verbrauch von antibiotischen Medikamenten um 30 Prozent. „Lediglich 10 % der Antibiotika werden in der Humanmedizin verabreicht, der größte Teil geht in die Tierzucht“, weiß Univ.-Prof. Dr. Ojan Assadian, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. Der Bericht lässt aber weiter aufhorchen, denn im humanmedizinischen Bereich entfallen rund 20 % der Antibiotikaverschreibungen auf den Sektor der Krankenanstalten, die restlichen 80 % werden entweder im niedergelassenen Bereich verschrieben oder direkt, ohne ärztliche Kontrolle, vom Patienten erworben – und für Letzteres gibt es bei etwa 50 % keine medizinische Notwendigkeit. „Diese global hohe Anzahl des Fehleinsatzes begünstigt die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen“, warnt Assadian und ergänzt: „Die wesentlichsten Elemente, um dem entgegenzuwirken, sind die Schulung der Ärzteschaft sowie die sachliche und medial attraktiv aufbereitete Information der Bevölkerung über die Wirkungsweise von Antibiotika und allgemeine Grundsätze von Infektionen.“

Zudem verweist auch er auf die komplexe und intransparente Datenlage in Österreich zur Häufigkeit nosokomialer Infektionen, denn unterschiedliche Institutionen erheben Daten aus unterschiedlichen Teilbereichen, doch wenig davon ist vergleichbar und zu einem Gesamtbild zusammenzuführen. Notwendige Änderungen könnten nach Ansicht des Experten nur durch den deutlichen politischen Willen und die Formulierung klarer Ziele erreicht werden. „Aufgrund der Zunahme der bakteriellen Resistenz ist der sorgfältige Umgang mit Antibiotika unter gleichzeitiger Einhaltung primärpräventiver Hygienemaßnahmen das Gebot der Stunde. Die Ära einer schnellen und unüberlegten antimikrobiellen Therapie ist vorüber. Deshalb ist es wesentlich, Infektionen anhand klinischer Abklärung und zusätzlicher unterstützender mikrobiologischer Diagnostik zu behandeln, da sonst der Therapieerfolg und die Sicherheit der Patienten auf einem hohen Niveau nicht sichergestellt werden können“, fasst Assadian zusammen. Ein wichtiges Dokument, der Nationale Aktionsplan zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen (NAP-AMR), beinhaltet bereits die erforderlichen Maßnahmen. „Jetzt müssen daraus messbare Ziele formuliert und ihre Einhaltung muss kontrolliert werden“, konstatiert der Experte. Dazu ist auch die Unterstützung von Hygieneteams in Spitälern ein wichtiges Instrument sowie die Veröffentlichung von Qualitätsdaten.

In diese Kerbe schlägt auch Univ.-Prof. Dr. Florian Thalhammer, interimistischer Leiter der Klinischen Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin an der Universitätsklinik für Innere Medizin der MedUni Wien. „Das Thema ist hochkomplex und erfordert breites Fachwissen, denn multiresistent heißt nicht automatisch nicht behandelbar, sondern lediglich, dass weniger Antibiotika zur Auswahl stehen.“ Um hier die richtige Strategie zum richtigen Zeitpunkt anzuwenden, sind interdisziplinär gut ausgebildete klinische Infektiologen dringend gefragt, denn sie bringen nachweislich auch eine Win-win-Situation für alle Stakeholder: „Wir wissen, dass mittlerweile die Sterblichkeitsrate bei Herzinfarkt bei 4 % liegt, bei ambulant erworbenen Pneumonien aber bei 10 %. Der Benefit durch das Beiziehen erfahrener klinischer Infektiologen ist für die Patienten und die Krankenhausträger mittlerweile gut durch Studien belegt“, so Thalhammer. Dennoch steigt das Risiko, dass hier der falsche Weg beschritten wird, denn NI nehmen zu. Die Gründe liegen auf der Hand: Personal in der Pflege wird reduziert, Reinigungskräfte werden ausgelagert und Isolierungsmöglichkeiten sind unzureichend. Kombiniert mit der „Mangelware“ gut ausgebildeter Infektiologen ist eine Trendumkehr nicht in Sicht. „Wir brauchen eine adäquate Verordnung von Antiinfektiva. Das beginnt bei der Indikationsstellung und Auswahl und reicht bis zu Therapie oder Verordnungskompetenz“, ist Thalhammer überzeugt. Nur so können nach Meinung des Experten der Verlust therapeutischer Optionen vermieden werden und Antiinfektiva als kurative Medikamente erhalten bleiben.

Eine Nachlese der Präsentationen finden Sie unter: www.symposium-patientensicherheit.at

 
   
         
  Akad. gepr. Vers.Math. Gerhard Ulmer   Strafrechtliches Risiko für Mediziner – Jeder Krankenhausarzt ist tagtäglich mit den Gefahren möglicher strafrechtlicher Verfolgung konfrontiert
 
von Gerhard Ulmer (…)
 
 
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Die für den Arzt hauptsächlich in Frage kommenden Straftatbestände sind fahrlässige Körperverletzung oder fahrlässige Tötung durch Behandlungsfehler. Ein Behandlungsfehler liegt vor, wenn die Behandlung nicht sachgerecht und sorgfaltsgemäß durchgeführt wurde, wobei den Arzt die Rechtspflicht trifft, den Patienten „gewissenhaft zu betreuen und nach Maßgabe der ärztlichen Wissenschaft und Erfahrung für dessen Wohl zu sorgen“. Wenn ein Behandlungsfehler passiert, hat der Arzt bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Patienten oder im schlimmsten Fall des Todes das Tatbild des § 88 oder § 80 Strafgesetzbuch (StGB) verwirklicht.

Neben dieser potentiellen Gefahr kann den ärztlichen Abteilungsleiter oder Primararzt auch ein strafrechtlich relevantes Organisationsverschulden treffen.

Eine weitere Möglichkeit vor dem Strafrichter zu landen ist die sogenannte „Eigenmächtige Heilbehandlung“, ein in § 110 StGB geregelter Straftatbestand, der dann vorliegt, wenn die Willensfreiheit des Patienten vom Arzt missachtet wird. Eine rechtswirksame Einwilligung des Patienten setzt eine entsprechende Aufklärung voraus, womit die Verletzung der Aufklärungspflicht neben der zivilrechtlichen plötzlich auch eine strafrechtliche Komponente erhält. Insbesondere bei nicht Deutsch sprechenden Patienten ist eine umfassende Aufklärung in der Praxis extrem schwierig, trotzdem trifft die Beweislast immer den Arzt. Die Verweigerung der Einwilligung in eine Behandlung ist bei mündigen Personen zu respektieren, auch dann, wenn Lebensgefahr besteht. Behandelt ein Arzt dennoch, so ist dies jedenfalls rechtswidrig im Sinne einer eigenmächtigen Heilbehandlung gem. § 110 StGB.

Die aktuelle Strafrechtsnovelle per 1.1.2016 brachte für Mediziner einerseits eine Erleichterung: die leichte Fahrlässigkeit steht nicht mehr unter Strafandrohung. Allerdings wurde andererseits der § 85 Abs. 1 StGB dahingehend geändert, dass die „Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen“ nun in der Definition erweitert wurde. Nunmehr gilt auch eine nicht dauernde Beeinträchtigung als Tatbestand, was bei einem Strafrahmen von bis zu 10 Jahren nicht zu unterschätzen ist.

In der Praxis wird ein Strafverfahren aufgrund einer Anzeige an die Polizei oder Staatsanwaltschaft eingeleitet bzw. werden Vorerhebungen oder eine Voruntersuchung durch den Untersuchungsrichter veranlasst. Im Regelfall wird daraufhin die Einholung eines Sachverständigengutachtens von Amts wegen veranlasst. Der verdächtigte Arzt hat in der Regel keinerlei Möglichkeit, sachlich Stellung zu nehmen oder sich gar mit dem Sachverständigen auseinanderzusetzen. Ein einmal vorliegendes Gutachten zu entkräften, kann eigentlich nur durch ein Gegengutachten eines qualifizierten selbst beauftragten Sachverständigen gewährleistet werden.

Ein Behandlungsfehler indiziert somit oft zwei Rechtsfolgen: zum einen zivilrechtliche Schadenersatzansprüche des Patienten bzw. der Hinterbliebenen, andererseits ein Strafverfahren, was in Kombination letztendlich existenzbedrohend sein kann. Deshalb ist es absolut notwendig, bestmöglich für das strafrechtliche Risiko durch einen Spezial-Strafrechtsschutz vorzusorgen. Die Ärzteservice-Rechtsschutzversicherung bietet Versicherungsschutz bereits in der Vorerhebungsphase unter anderem auch für selbst beauftragte Sachverständigengutachten und vor allem auch Deckung im Falle des Vorwurfs reiner Vorsatzdelikte (wie z.B. eigenmächtige Heilbehandlung, Unterlassung der Hilfeleistung, Freiheitsentziehung, Nötigung etc.). Überprüfen Sie jedenfalls Ihre bestehende Rechtsschutzversicherung, ob Sie ausreichend abgesichert sind.

Akad. gepr. Vers.Math. Gerhard Ulmer
Geschäftsführer Ärzteservice


Ferstelgasse 6; A-1090 Wien
FN 291475s, Handelsgericht Wien
Telefon: 01/402 68 34 0
Fax: 01/402 68 34–25
office@aerzteservice.com
www.aerzteservice.com
www.facebook.com/aerzteservice

 
   
     
 

Roche startet FoundationOne® in Österreich und damit eine neue Ära der Personalisierten Medizin

Angetrieben von einer regelrechten Informations-Explosion über das menschliche Genom und digitale Gesundheitsdaten, ergeben sich neue Chancen im Bereich der individuellen Therapie. Roche ist aufgrund der Verbindung von Pharma und Diagnostik unter einem Dach schon seit langem in einer Führungsrolle in der Personalisierten Medizin. (…)

 
 
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Roche hat bereits 2015 die Mehrheitsanteile vom weltweit führenden US-Bioinformatikspezialisten Foundation Medicine übernommen und geht damit als Pionier in der Personalisierten Medizin wieder einen großen Schritt voran. In Österreich ist das umfassende Bioinformatik- und Analyse-Service FoundationOne® seit April 2016 durch Roche Austria verfügbar.

Österreich ist eines der ersten europäischen Länder, in dem dieses neue molekulare Informationsservice verfügbar ist. FoundationOne® wird bei soliden Tumorerkrankungen eingesetzt und ist das einzige Service seiner Art mit einer publizierten Validierungsstudie. Der Arzt erhält mit FoundationOne® auf weltweiter Evidenz basierte Informationen als Grundlage für eine bestmöglich maßgeschneiderte Behandlungsstrategie.

Das Wissen über Krebs nimmt kontinuierlich zu. Doch trotz aller Erkenntnisse und der Fortschritte der letzten 10 Jahre ist die Sterblichkeit bei Lungenkrebs mit 80 % sehr hoch. Genau für solche herausfordernden Fälle braucht es die Vereinigung von weltweitem Wissen und daraus resultierende neue Lösungen.

Eine Herausforderung, die Roche als weltweiter Marktführer in der Onkologie mit dem klaren Bekenntnis zur Personalisierten Medizin gerne annimmt. Durch die Kooperation mit dem US-amerikanischen Unternehmen Foundation Medicine, dem Marktführer auf dem Gebiet der molekularen Information, kann Roche auch schon konkrete Lösungen anbieten. „Roche Foundation Medicine ist weltweit führend bei der Übersetzung individueller Tumorprofile in personalisierte Optionen zur Krebsbehandlung – das ist auch Grundlage unserer strategischen Partnerschaft. Mit der Markteinführung von FoundationOne® in Europa wollen wir die personalisierte Krebstherapie vorantreiben, das Wissen und den Zugang zu maßgeschneiderten Therapien ermöglichen und damit neue Hoffnung für Krebspatienten schaffen“, erläutert Dr. Gerd Maass, Head of Roche Foundation Medicine aus Basel und Verantwortlicher für die Vermarktung von FoundationOne® in Europa.

2016 startete Roche mit FoundationOne® in Europa. Österreich nimmt dabei eine klare Vorreiterrolle ein und ist damit unter den führenden Ländern in der Onkologie. „Aus Österreich wurden heuer bereits über 100 Proben untersucht“, berichtet Dr. Wolfram Schmidt, General Manager von Roche Austria. Mit FoundationOne®? steht ein neues Hightech-Komplettservice zur Verfügung, das bei besonders schwierigen Fällen oder Fragestellungen Lösungen aufzeigen kann. FoundationOne® ist das einzige diagnostische Komplettservice, das Next-Generation-Sequencing mit Hightech-Bioinformatik verbindet. „Mit FoundationOne® werden die Informationen miteinander vernetzt, validiert, interpretiert und aufbereitet. Der gesamte Ablauf, der sich aus vielen Teilschritten zusammensetzt, dauert in etwa 2 Wochen: Der Arzt schickt die Gewebeprobe seines Patienten an Foundation Medicine. Dort erfolgen die Tumorsequenzierung, Analyse der Daten, deren wissenschaftliche Interpretation sowie auch die Befunderstellung. Der Arzt erhält somit einen umfassenden Befund, der die im Tumor gefundenen Mutationen seines Patienten auflistet und individuelle Therapiemöglichkeiten inklusive wissenschaftlicher Literatur zusammenfasst. Klar ist aber auch, dass die Einschätzung dieser Ergebnisse immer beim behandelnden Arzt bleibt, dem auch die Therapieentscheidung obliegt “, erklärt Maass.


Über FoundationOne®

Das validierte und zertifizierte Medizinprodukt FoundationOne ® ist ein Hightech-Analyse- und Informationsservice und wird bei soliden Tumorerkrankungen eingesetzt. Mittels Untersuchung der Tumor-DNA durch das sogenannte Next-Generation-Sequencing wird ein genetischer Fingerabdruck vom vorliegenden Tumor erstellt. Abgestimmt auf die Veränderungen der Gene im Tumorgewebe des Patienten, erhält der behandelnde Arzt mit dem FoundationOne® Komplettservice innerhalb von 2 Wochen aussagekräftige, evidenzbasierte Informationen, die es ihm ermöglichen, die bestmögliche und damit maßgeschneiderte Behandlung aus einem mittlerweile doch sehr komplexen Therapiespektrum zu definieren. Das Besondere ist, dass FoundationOne® ein Service umfasst, das mehrere Einzelleistungen in einem Gesamtpaket vereint:

  • Tumorsequenzierung: Mittels Next-Generation-Sequencing wird die Tumor-DNA auf über 315 genetische Veränderungen untersucht, die direkt oder indirekt Krebserkrankungen vorantreiben.
  • Analyse und wissenschaftliche Interpretation: Das genetische Tumorprofil wird mit der Bioinformatikdatenbank von Foundation Medicine, die über 70.000 Tumordaten umfasst, und mit Arzneimittel- und Studiendaten sowie weltweiter wissenschaftlicher Literatur vernetzt, abgeglichen und entsprechend interpretiert.
  • Befundung: Für den Arzt wird ein Befund erstellt, der alle Ergebnisse zusammenfasst - Genetisches Tumorprofil, Therapieoptionen, klinische Studien und wissenschaftliche Literatur.
 
     
   
  Vermischtes
   
         
  „Markenmedizin für informierte Patienten: Strukturierte Behandlungsabläufe auf digitalem Workflow“   „Markenmedizin für informierte Patienten: Strukturierte Behandlungsabläufe auf digitalem Workflow“
 
Medizin 4.0: Sind Menschen doch Autos? – Diese provokante Frage steht im Zentrum des von Professor Heinz Lohmann, Ines Kehrein und Dr. med. Konrad Rippmann herausgegebenen Buches „Markenmedizin für informierte Patienten: Strukturierte (…)
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Behandlungsabläufe auf digitalem Workflow“. Rund dreißig hochkompetente Autoren aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft schildern jeweils aus ihrer spezifischen Expertensicht die Folgen der Digitalisierung in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken und in der ambulanten Medizin sowie in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Wissenschaftler ergänzen die Berichte der Praktiker um Beiträge aus Forschung und Entwicklung.

Erschienen ist das Buch bei medhochzwei, Medien für das Gesundheitswesen.

 
   
         
  „Präventionsmanagement in Gesundheitssystemen“   „Präventionsmanagement in Gesundheitssystemen“
 
Gesundheitsförderung, Vorsorge, Früherkennung: das medizinische und ökonomische Spannungsfeld von Evidenz, Nutzen und Risiken. Die Deutsch-Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspolitik legt mit Band 8 ihrer Schriftenreihe eine systematische Übersicht über ein zielführendes Präventionsmanagement (…)
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in Gesundheitssystemen vor.

Das Werk beinhaltet die Vorträge der 12. Konsultation der Gesellschaft, ergänzt um wissenschaftliche und versorgungspolitisch relevante Beiträge namhafter Autoren aus beiden Ländern. Im Mittelpunkt der Argumentation steht die permanente Suche nach evidenzbasierten Angeboten in den wesentlichen Präventionsbereichen: der Gesundheitsförderung/Primärprävention, der Gesundheitsvorsorge und der Früherkennung. Konzepte eines besser risikostratifizierten Präventionsmanagements werden vorgestellt und diskutiert.

Erschienen ist das Buch bei medhochzwei, Medien für das Gesundheitswesen.

 
   
         
  „OP-Management Grundlagen und Best Practice“ (DVD)   „OP-Management Grundlagen und Best Practice“ (DVD)
Schulungs-DVD

Die DVD besteht aus den beiden Schulungen „OP-Management Grundlagen“ und „OP-Management Best Practice“. In seiner einstündigen Videoschulung zu den Grundlagen des OP-Managements geht Prof. Thomas Busse auf die Kernpunkte des OP-Managements ein. (…)
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Das OP-Management ist ein geeignetes Instrument, um dem stetig steigenden Kostendruck auf den OP-Bereich zu begegnen – dafür muss es allerdings allgemein akzeptiert sein. Und diese Akzeptanz steht und fällt vom ersten Tag an mit der Wertigkeit, die dem OP-Management von der Unternehmensführung gegeben wird.

In der zweiten Videoschulung „OP-Management Best Practice“ beschäftigt sich Prof. Thomas Busse mit der Umsetzung von OP-Management-Strukturen in einem großen Krankenhaus. In Interviews mit und Statements von Geschäftsführung, Chefärzten, OP-Managern, Pflegeleitung und weiteren Akteuren des Klinikums Straubing werden die Ziele, Wege und Probleme bei der Umsetzung des OP-Managements dargestellt.

Erschienen ist die DVD bei medhochzwei, Medien für das Gesundheitswesen.

 
   
 
Termine und Veranstaltungen
 
 

19. Dezember 2016
Iron metabolism in clinical practice — from bench to bedside
Billrothhaus, 1090 Wien

Weiterführende Informationen


17. Jänner 2017
Update Angiologie: Schaufensterkrankheit, Raynaud Syndrom, Krampfadern
Billrothhaus, 1090 Wien

Weiterführende Informationen


24. Februar 2017
VLKÖ Jahrestagung
AUVA, 1200 Wien


15. März 2017
9. Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress
Austria Trend Hotel Savoyen, 1030 Wien

Weiterführende Informationen


30. März 2017
Access to Innovation: Das finanzierbare Qualitätskrankenhaus – Eine ambitionierte Vision oder gelebte Realität?
Saal der Labstelle, 1010 Wien

Weiterführende Informationen

 

 
 
 
 
 
NEWSLETTER 4/2016
 

 

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