VLKÖ - Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs

 

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VLKÖ
VERBAND DER LEITENDEN KRANKENHAUSÄRZTE ÖSTERREICHS
 
NEWSLETTER 3/2016
 
 
 
Newsletter im Überblick
 
 
Vorwort des Präsidenten
Pressetext zur VLKÖ Veranstaltung vom 6. Juli 2016 „Karriere in der Medizin – Lohnt sich das noch?“
Die Haftung der Ärzte für Aufklärungsfehler
Veranstaltungsankündigung Symposium Patientensicherheit
Medizinische Personalentwicklung: Karriere-Perspektiven für Spitalsärzte
Jackpot – Nachhaltiger Kurerfolg durch ein Bewegungsprogramm
Vermischtes
Termine und Veranstaltungen
 
 
Vorwort des Präsidenten
 
         
  Prim.Univ.Doz.Dr. Otto Traindl  

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Aus Sicht der Primarärzte ist das breite Themenfeld der Patientensicherheit von besonderer Bedeutung. Wir als leitende Krankenhausärzte sind von Gesetzes wegen, aber auch durch unsere medizinische Ausbildung für die Sicherheit unserer Patienten verantwortlich. (…)
 
       
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Daher nehmen wir vom VLKÖ uns zentraler Fragen an; beispielsweise über die schnelle und sichere Diagnose bei multiresistenten Keimen, welche medizinischen und logistischen Herausforderungen uns bei immunsupprimierten Patienten erwarten, aber auch wie Qualitäts- und Risikomanagement zukunftsweisend geplant und durchgeführt werden kann. Worauf es bei Patientensicherheit wirklich ankommt, diese Frage steht nun auch im Fokus des Symposiums Patientensicherheit. Was ko¨nnen wir erreichen, wenn wir bestimmte Abla¨ufe vera¨ndern und verbessern?

Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Österreichs lädt gemeinsam mit dem Billrothhaus am 3. November 2016 von 12.30 bis 17.00 Uhr zu einem Fortbildungssymposium zum Thema „Patientensicherheit“.

Anerkannte Expertinnen und Experten werden Vorträge halten, die von Diagnose und Prävention über Hygienemanagement im Gesundheitswesen bis hin zur Wichtigkeit klinischer Infektiologen reichen und informative Einblicke in das jeweilige Themenfeld geben. Allesamt sollen sie zu mehr Sicherheit im Gesundheitswesen und konkret zur Patientensicherheit im Krankenhaus beitragen.

Das wissenschaftliche Programm, für das 3 DFP-Punkte vergeben werden, findet seinen Ausklang in einem Netzwerkabend mitsamt hochkarätiger Diskussionsrunde und schließt mit Fingerfood und Getränken ab. Ein detailliertes Programm finden Sie in diesem Newsletter.

Ich würde mich sehr freuen, Sie zahlreich zu diesem Symposium begrüßen zu dürfen und wünsche bis dahin eine interessante Lektüre des vorliegenden Newsletters!

Mit den besten kollegialen Grüßen,
Otto Traindl

Programm Symposium Patientensicherheit

Beitrittserklärung zum Verband der Leitenden Krankenhausärzte Österreichs

 
   
  Pressetext zur VLKÖ Veranstaltung vom 6. Juli 2016 „Karriere in der Medizin – Lohnt sich das noch?“
 
  Pressetext zur VLKÖ Veranstaltung vom 6. Juli 2016 „Karriere in der Medizin – Lohnt sich das noch?“
 
  Bei einer Karriereveranstaltung des Verbands der leitenden Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ) zeigt sich, nicht nur das Gehalt, sondern vor allem die Wertschätzung steht an erster Steller von Österreichs Ärzten. (…)
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Die Motive Österreichs Ärztinnen und Ärzte nicht nur ihr Medizinstudium im Land zu absolvieren, sondern auch im hiesigen System tätig sein zu wollen liegen auf der Hand. Neben einem angemessenen Gehalt zähle vor allem die Wertschätzung ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit im Gesundheitssystem und damit verknüpft ihre Aufgaben gegenüber den Patientinnen und Patienten. Eng damit verbunden ist auch der Wunsch nach einer ausgezeichneten Ausbildung und kontinuierlichen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Das war der einhellige Tenor des Panels einer hochkarätigen Runde, zu welcher der VLKÖ zusammen mit DocSolution ins Billrothhaus einlud. Auch wenn es immer wieder Hürden gibt, Karriere lohne sich sehr wohl auch unter den veränderten Rahmenbedingungen wie Ausbildung neu und Arbeitszeit neu, es bedarf aber Wertschätzung, Flexibilität und einer guten Ausbildung.


Karriere Medizin lohnt sich, wenn die Anerkennung stimmt

„Vor allem in Zeiten eines akuten Ärztemangels, wie wir ihn heute erleben, und eines drohenden Personalkollaps ist es wichtig, die Ausbildung in den Mittelpunkt zu rücken, junge Kolleginnen und Kollegen zu motivieren und ihnen attraktive Möglichkeiten im Feld der Medizin anzubieten“, kam der Gastgeber Prim. Doz. Dr. Otto Traindl, Präsident des VLKÖ, gleich zu Beginn auf den Punkt. Gelingen kann das Primar Traindl zufolge nur mit einem großen, qualitativ hochwertigen Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten, Flexibilität seitens der Krankenhäuser als Arbeitgeber und vor allem mit hoher Wertschätzung der Tätigkeit. Denn generell erschweren die vorherrschenden Grundbedingungen der immer knapper werdenden Ressourcen und des Anstiegs der Patientenströme die Gesamtsituation.

Auch der Präsident der Ärztekammer für Wien ao. Univ. Prof. Dr. Thomas Szekeres beklagte den herrschenden Ärztemangel nicht nur in Österreich, sondern weltweit, und konstatierte: „Eine medizinische Karriere wird für den Ärztenachwuchs immer unattraktiver. Wenn laufend am Personal gespart wird, Ärztinnen und Ärzte administrativ überfrachtet und in ihren medizinischen Aufgabenbereichen überfordert werden, wenn Abteilungen geschlossen und menschenbelastende Schichtdienste eingeführt werden, muss es zu kritischen Situationen kommen.“ Man müsse versuchen, die jungen Kolleginnen und Kollegen zu ködern, ihnen etwas anzubieten, denn die neue Generation zeichne sich vor allem durch Flexibilität, Mobilität und eine hohe Wechselbereitschaft aus. Bedeutet im Klartext: „Wenn die jungen Kolleginnen und Kollegen sich nicht korrekt behandelt und wertgeschätzt fühlen, gehen sie“, so Szekeres.

Dieser Bestandsaufnahme stimmte Dr. Philipp Wimmer, Geschäftsführer von DocSolution und selbst Arzt in Ausbildung, voll und ganz zu. Wertschätzung der ärztlichen Tätigkeit und die Qualität der Ausbildung sind laut Wimmer die zwei wesentlichen Punkte, die bei Jungärztinnen und -ärzten auf der Prioritätenliste ganz oben stehen und motivieren können, an Österreichs Spitälern zu arbeiten. Diese Faktoren wurden einer ÖH-Umfrage zufolge sogar noch vor dem Gehalt genannt.

Kritik übte Wimmer wiederum vor allem an der sehr unterschiedlichen Ausbildungsqualität in Österreich und anderswo. Er selbst fühle sich gut ausgebildet, bei aus dem Ausland kommenden Fachärzten merke er jedoch manchmal qualitative Unterschiede in der Ärzteausbildung. Diese müssen sich ihr Wissen teilweise sogar autodidaktisch aneignen. „Mit der neuen Ärzteausbildung ist aber bereits eine Verbesserung der inländischen Situation zu bemerken, da es neue Ausbildungskonzepte gibt“, gab sich Wimmer optimistisch.


Ausbildung neu: Transparenz ist ein Schlüssel für die Beurteilung

Auch OÄ Dr. Jutta Claudia Piswanger-Sölkner von der Medizinischen Universität Graz und Leiterin des Ärzteservice KAGes ist der neuen Ärzteausbildung prinzipiell positiv gestimmt. „Der Vorteil, der klar auf der Hand liegt, ist das Mehr an Transparenz vor allem durch die neuen Rasterzeugnisse.“ Und auch sie griff im Zuge dessen den Begriff der Wertschätzung auf, betonte aber, dass sich nicht nur die Auszubildenden Wertschätzung wünschen, sondern auch die Ausbildenden wertgeschätzt werden sollten; Wertschätzung gegenüber beiden muss das Ziel sein. Um eine bessere und effektivere Ausbildung zu gewährleisten, wurden in ihrem Tätigkeitsbereich zudem eigene Ausbildungs-Oberärzte installiert.

Um den Ärztenachwuchs aber auch nach der Ausbildung in Österreich zu halten und vor allem in Anbetracht eines Frauenanteils von 50% in der Medizin, bedarf es Piswanger-Sölkner zufolge jedoch eines noch grundlegenderen Umdenkens. „Die Strukturen müssen sich ändern. Leider gilt immer noch, dass nur ein hundert Prozent tätiger Arzt hundert Prozent zählt. Das muss neu gedacht werden. Man muss Teilzeitmodelle entwickeln und diese gut integrieren, das ist ein Thema genauso wie die Work-Life-Balance.“


Arbeitszeiten an die Vorstellungen der jungen Kollegen annähern

Mit der Überlegung, wie es denn überhaupt zu der Frage komme, ob sich eine Karriere in der Medizin heute noch lohnt, rollte Univ. Prof. Dr. Gerhard Pierer, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, das Themenfeld wiederum von einer ganz anderen Seite auf. „Arbeitszeitgesetz, neue Ausbildungsordnung, der gesellschaftliche Wandel, Generation Y usw. usf. Es gibt viele geänderte Umweltbedingungen, die zunächst vielleicht bedrohlich erscheinen und zu Verunsicherung führen. Aber gewisse gesellschaftliche und gesetzliche Bedingungen muss man einfach akzeptieren“, so Pierer. „In einer Lage der Bedrohung ist Veränderung möglich, das sollte man als Chance sehen“, plädierte er für ein offenes Umgehen mit den aktuellen Gegebenheiten und gegen die oftmals herrschende Verweigerungshaltung. Zur neuen Ärzteausbildung äußerte sich auch Pierer positiv. Prinzipiell sei gut zu heißen, dass die Ausbildung jetzt einen größeren Stellenwert hat und damit attraktiver wird. Die Kernaufgaben würden damit wieder in den Fokus gerückt.


Das Gesundheitssystem benötigt Innovation über die Systemgrenzen hinweg

Dr. Ines Vancata von Roche Austria betrachtete das Thema schließlich aus Sicht der forschenden Pharmaindustrie und erkannte dabei deutliche Parallelen zur momentanen Lage im österreichischen Gesundheitssystem. Veränderte Rahmenbedingungen seien auch in der Industrie bemerkbar, so Vancata: „Veränderung passiert permanent. Es braucht entsprechend offene und kritische Diskussionen. Dafür ist ein Umfeld essentiell, das Innovation und Entwicklung überhaupt erst möglich macht. Es muss einen offenen Austausch geben.“

Auch bei Roche werde der Fokus darauf gelegt, ein erhöhtes Maß an Qualität in Ausbildung und Entwicklung zu setzen. Dafür brauche es laut Vancata Strukturveränderungen, die von der Basis kommen. „Nur Kritik zu üben ist zu wenig, man ist auch in seinem Tun gefordert. Man muss versuchen, aktiv Karrieren zu fördern und Talente zu binden. Man muss außerdem Perspektiven für unterschiedliche Lebensphasen schaffen. Um das alles zu schaffen und auch tatsächlich umzusetzen, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen und zwar über Systemgrenzen hinweg“, resümierte Vancata.


Lenkung der Patientenströme bleibt stets ein heißes Thema

In der Abschlussrunde wurde dann doch noch auf das stets wiederkehrende Thema der Patientenströme eingegangen. Denn mit der Wahlfreiheit seitens der Patienten ist es in Österreich bestens bestellt. Ob deren Behandlung beim niedergelassenen Praktiker oder in einer Ambulanz im Krankenhaus stattfindet, entscheiden die Patienten mehr oder weniger selbst, das ist einzigartig innerhalb Europas und bringt vor allem Krankenhäuser und deren Ambulanzen oftmals in völlig überlastete Situationen. Die Teilnehmer kritisierten einhellig, dass es Usus ist, dass der Patient sich oft gar nicht erst die Mühe mache, den niedergelassenen Hausarzt zu konsultieren, sondern lieber direkt den Weg in die Ambulanz suche. Primary Health Care Center sind jedoch weder für den VLKÖ noch für den Präsidenten der Wiener Ärztekammer Prof. Dr. Thomas Szekeres eine Patentlösung, die überfüllten Ambulanzen in den Griff zu bekommen.

Schließlich wurde noch ein Wunsch an die gesundheitsverantwortlichen Institutionen in Österreich gerichtet: “Es ist längst an der Zeit, eine Bedarfserhebung zu machen, um absehen zu können, wie viele Ärztinnen und Ärzte in welchen Fächern prospektiv benötigt werden. Damit kann man den jungen Kolleginnen und Kollegen bessere Zukunftsperspektiven aufzeigen“, schloss Traindl den kurzweiligen Diskussionsabend ab.

 
   
         
  Akad. gepr. Vers.Math. Gerhard Ulmer   Aufklärung und Dokumentation
 
von Gerhard Ulmer (…)
 
 
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Jeder ärztliche Heileingriff (auch wenn lege artis durchgeführt) stellt tatbestandsmäßig eine Körperverletzung dar (strafrechtlich nach § 83 Abs. 1 StGB und zivilrechtlich als Grundlage eines Schadenersatzanspruches nach § 1325 ABGB), wenn er zu einer Gesundheitsbeeinträchtigung führt. Erst die Einwilligung des Patienten in eine ärztliche Behandlung rechtfertigt den Eingriff. Vom Erfolg her gelungene Eingriffe (auch ohne Einwilligung) stellen keine Körperverletzung dar. Wenn der gelungene Eingriff jedoch ohne die erforderliche Einwilligung erfolgte, kann z.B. wegen der Operationsschmerzen Schadenersatz nach § 1325 ABGB verlangt werden.

Selbst wenn kein Schaden eintritt, so stellt dies immer noch mangels Einwilligung einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit dar, welche gemäß § 110 Abs. 1 StGB („Eigenmächtige Heilbehandlung“) strafbar ist.

Eine Einwilligung ist zivilrechtlich wirksam, wenn der Patient im gebotenen Ausmaß aufgeklärt wurde. Bei unterlassener bzw. unzureichender Aufklärung ist die Einwilligung trotzdem wirksam, wenn der Arzt nachweisen kann, dass der Patient bei ausreichender Aufklärung ebenfalls eingewilligt hätte.

Da der Beweis, ob eine Behandlung lege artis war, oftmals schwerfällt, ist es in der Praxis für den Patienten oftmals einfacher, anstatt eines Kunstfehlers einen Aufklärungsfehler geltend zu machen. Der Vorteil hierbei liegt insbesondere in der beim Arzt liegenden Beweislast.

Der Umfang der Aufklärung ist in erster Linie unter dem Gesichtspunkt des Wohles des Patienten abzugrenzen. Ängstlichkeit, Todesangst sowie Depressionen sind zu berücksichtigen und es ist erst in zweiter Linie auf das Selbstbestimmungsrecht zu achten. Des weiteren sind die seelische Verfassung, die Aufnahmebereitschaft sowie Vorkenntnisse und Erfahrungsstand des Patienten zu berücksichtigen. Der Arzt hat durch ein Gespräch mit dem Patienten herauszufinden, wie weit eine Aufklärung gewünscht und verkraftbar ist. Auf die Risiken einer Unterlassung der Operation oder Behandlung ist jedoch stets hinzuweisen.

Auf typische Risiken einer Operation ist hinzuweisen, wenn das Risiko von einiger Erheblichkeit ist und dadurch geeignet ist, die Entscheidung des Patienten zu beeinflussen. Nach der neueren Judikatur ist auf eine Komplikationsmöglichkeit, die bei jeder 400. Operation (Risiko 0,25%) auftreten kann, hinzuweisen.

Der Arzt muss auf alternative Behandlungsmethoden hinweisen, wenn diese ein geringeres Risiko haben, geringere Schmerzen verursachen oder Erfolg versprechender sind. Dies aber nur, wenn diese Methoden schon praktisch angewendet werden.

Bei kosmetischen Operationen muss die Aufklärung besonders umfassend sein. Als Grundsatz gilt, je medizinisch unnötiger die Behandlung, desto intensiver ist die Aufklärungspflicht.

Die Aufklärung hat rechtzeitig zu erfolgen. Der Patient muss Zeit haben, die Pro und Contras abzuwägen und allenfalls mit Angehörigen zu erörtern. Dem Patienten muss eine angemessene Überlegungsfrist offen bleiben, deren Dauer insbesondere von der Dringlichkeit der Behandlung, abhängt.

Gemäß § 51 ÄrzteG ist der Arzt verpflichtet, Aufzeichnungen über das Aufklärungsgespräch und die Behandlung am Ende jedes einzelnen Behandlungsabschnitts zu führen. Der Verstoß gegen die Dokumentationspflicht über die erfolgte Aufklärung führt jedoch nach dem OGH nicht zu einer Schadenersatzhaftung, sondern begründet die Vermutung, dass die Aufklärung nicht erfolgte und schafft damit eine Beweiserleichterung für den Patienten mangels Vorhandenseins von Aufzeichnungen.

 

Akad. gepr. Vers.Math. Gerhard Ulmer
Geschäftsführer Ärzteservice


Ferstelgasse 6; A-1090 Wien
FN 291475s, Handelsgericht Wien
Telefon: 01/402 68 34 0
Fax: 01/402 68 34–25
office@aerzteservice.com
www.aerzteservice.com
www.facebook.com/aerzteservice

 
   
     
 

Veranstaltungsankündigung
SYMPOSIUM PATIENTENSICHERHEIT

Wir möchten Sie herzlichst zum Symposium Patientensicherheit einladen. (…)

 
 
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1. Teil: Fachsymposium

  • Dauer: 12:30 Uhr - 17:00 Uhr
  • Themenschwerpunkte und Fachvorträge zu
    • Infektionsprävention
    • Prävention von Antibiotikaresistenzen
    • Arzneimitteltherapiesicherheit
    • Hygiene
    • Sepsis
  • Bereits zugesagte Vortragende:
    • Univ.-Prof. Dr. Ojan ASSADIAN | University of Huddersfield
    • Ao. Univ.-Prof. Dr. Heinz BURGMANN | Medizinische Universität Wien
    • Univ.-Prof. Dr. Cornelia LASS-FLÖRL | Medizinische Universität Innsbruck
    • Priv.-Doz. Mag. Dr. Gerald SENDLHOFER | LKH Universitätsklinikum Graz
    • Univ.-Prof. Dr. Florian THALHAMMER | Medizinische Universität Wien

2. Teil: Netzwerkabend

  • Dauer 17:00 Uhr–ca. 21:00 Uhr
  • Diskussionsrunde um 17:30 Uhr
  • Angefragte Diskussionsteilnehmer:
    • Eva KERNSTOCK, Gesundheit Österreich GmbH
    • Univ.-Prof. Dr. Helmut OFNER, Universität Wien
    • Dr. Sigrid PILZ, Wiener Pflege- und Patientenanwältin
    • Mag. Sonja WEHSELY, Stadträtin für Gesundheit und Soziales in Wien
  • Ab 19:00 Uhr Get together & Networking

Der Eintritt zu Fachsymposium und Netzwerkabend ist frei.

Die Veranstaltung ist mit 3 DFP-Punkten für das Diplomfortbildungsprogramm (DFP) der Ärztekammer anrechenbar.

Programm Symposium Patientensicherheit

 
     
     
 

Medizinische Personalentwicklung: Karriere-Perspektiven für Spitalsärzte

von Christoph Augner und Heinrich Magometschnigg

 
  Christoph Augner  

Heinrich Magometschnigg

 
 
Die Rekrutierung und Bindung von ärztlichen Mitarbeitern entwickelt sich zu einer immer größeren Herausforderung für Krankenhäuser. (…)

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Steigende Leistungsentwicklung und zunehmende Spezialisierung der Medizin erfordern gerade an Universitätsspitälern immer mehr und immer besser qualifiziertes ärztliches Personal.


Neue Rolle der ärztlichen Personalentwicklung

Der Personalentwicklung einer Klinik kommt hier eine Schlüsselrolle zu. War sie in den vergangenen Jahrzehnten ausschließlich mit der operativen Implementierung von Weiterbildungsmaßnahmen beschäftigt, kann sie nun als wichtiger strategischer Partner des Managements hohe Wirksamkeit entfalten. Im Rahmen der Unternehmensstrategie muss sie in enger Abstimmung mit Unternehmenszielen und Organisationsentwicklung den entscheidenden Beitrag leisten, dass qualifizierte Mitarbeiter in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Damit hat sie unmittelbaren Einfluss auf weitere Bereiche des Personalmanagements: Rekrutierung und Personalmarketing. Als zentrales Instrumentarium einer strategischen Personalentwicklung können strukturierte und an den Unternehmenszielen ausgerichtete Karrieremodelle fungieren. Dabei geht es um das Sichtbarmachen der verschiedenen Laufbahnmöglichkeiten im Zeitverlauf. Höhere Karrierestufen sind an Qualifikations-Kriterien gekoppelt und mit einem Plus an Verantwortung sowie Einkommen verbunden. Im Vordergrund sollen dabei einerseits die Bedürfnisse der Mitarbeiter sowie die Ziele des Unternehmens stehen.


Karrieremodelle: Inhalte und Verbindung zu den Unternehmenszielen

Der klassische Karriereweg ist im ärztlichen Bereich – wie in den meisten anderen Branchen – die Führungskarriere. Es wurde vielfach dargestellt, dass der alleinige Fokus auf diesen Karrierepfad anachronistisch ist, besonders vor dem Hintergrund einer Expertenorganisation wie dem Krankenhaus. Als wesentliche Ergänzungen zur Führungskarriere gelten die klinische Karriere, die Karriere im Bereich der Ausbildung & Lehre sowie die akademische Karriere. Die untenstehende Abbildung zeigt auf, wie sich am Beispiel der ärztlichen Berufsgruppe die Karrierewege ab dem Facharzt auseinander entwickeln können. An dieser Stelle ist festzuhalten, dass zwischen den Karrierewegen größtmögliche Durchlässigkeit zu gewährleisten ist. So ist eine Karriere im Bereich der Ausbildung ohne klinische Expertise nicht möglich. Umgekehrt ist jeder Facharzt im Krankenhaus angehalten, sich auch in die Ausbildung einzubringen.

Abbildung: Beispiel Ärztliches Karrieremodell

Abbildung: Beispiel Ärztliches Karrieremodell

Laufbahnmodelle müssen aus den Unternehmenszielen abgeleitet oder zumindest im Einklang mit diesen sein, damit sie Wirksamkeit entfalten – ansonsten verkommen sie zu einer Alibi-Maßnahme. Ein besonders hilfreiches Tool, das dieses Vorgehen unterstützt ist die Balanced Score Card-Methode, in die alle Maßnahmen der strategischen und operativen ärztlichen Mitarbeiterentwicklung zu integrieren ist.


Stellenprofile und Qualifikationskriterien

Hinter den einzelnen Karrierestufen stehen konkrete Stellen, die je nach Fachbereich unterschiedliche Profile aufweisen, in ihrer Grundstruktur jedoch identisch sind. Im Rahmen dieser Stellenprofile sind auch jeweils die Qualifikationskriterien für jede Stufe zu definieren, an deren Inhalt sich die Mitarbeiterentwicklung orientiert.


Koppelung an Weiterbildungsangebote & Betriebliche Gesundheitsförderung

Klare Stellenprofile und Qualifikationsanforderungen ermöglichen es der Mitarbeiterentwicklung entlang der Laufbahnwege punktgenaue Weiterbildungsangebote zu entwickeln. Neben den fachlichen Angeboten ist hier besonders auf die Themen Ausbildung ("Train the Trainer") und Management hinzuweisen. Um die Zuordnung zu den einzelnen Karrierestufen zu ermöglichen und um die Zugangsbarrieren niedrig zu halten, ist ein modularer Aufbau solcher Weiterbildungen sinnvoll. Zudem sollte ein ausgewogener Methodenmix zwischen Präsenzseminar, praktischen Aufgaben, Online Tools und Studienbriefen vorgesehen sein. Die zeitliche Flexibilität ist gerade in den Gesundheitsberufen ein wichtiger Faktor. Parallel zu diesen Weiterbildungen ist auch die Abstimmung der Maßnahmen mit Angeboten der Betrieblichen Gesundheitsförderung und Arbeitspsychologie erforderlich, um die Arbeitsfähigkeit möglichst lange zu erhalten. Einschlägige Screening-Methoden können hier ebenso personalisierte Maßnahmen ermöglichen.


Evaluierung

Damit die Überprüfung der Wirksamkeit eines Karrieremodells möglich wird, bedarf es mehr als lediglich der Evaluierung von konkreten Weiterbildungsmaßnahmen. Mitarbeiterentwicklung benötigt Zielgrößen, an denen ihr Erfolg messbar ist und die wieder in einer Rückkoppelungsschleife mit den Unternehmenszielen in Verbindung stehen. Beispiele für solche Parameter wären Bewerberzahlen, Saldo Ab- und Zugänge in der jeweilige Berufsgruppe, Anteil Mitarbeiter in einer Berufsgruppe mit bestimmten Fort- und Weiterbildungen.


DDr. Christoph Augner

Leitung Forschungsinstitut IGGMB, Projektleiter Karrieremodelle, Universitätsklinikum Salzburg

Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg
Ärztlicher Direktor Landeskrankenhaus, Dekan für Klinische Angelegenheiten der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Universitätsklinikum Salzburg

Korrespondenzadresse: Dr. Christoph Augner, Universitätsklinikum Salzburg, Müllner Hauptstraße 48, 5020 Salzburg, c.augner@salk.at

Literatur beim Erstautor unter c.augner@salk.at bzw. unter moments of truth http://augner.blogspot.co.at

 
   
  Jackpot – Nachhaltiger Kurerfolg durch ein Bewegungsprogramm
   
  Kureinrichtungen, Kurärztinnen und -ärzte sowie KurpatientInnen profitieren seit einem Jahr von dem so genannten „JACKPOT-Projekt“. (…)
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Hinter JACKPOT verbirgt sich ein qualitätsgesichertes, standardisiertes, regionales Bewegungsprogramm für KurabsolventInnen in der Steiermark. Das Projekt zeichnet sich durch die strukturierte Zusammenarbeit mehrerer Sozialversicherungsträger mit dem organisierten Sport und der Universität Graz aus.

JACKPOT-Bewegungseinheiten finden zwei Mal wöchentlich statt und beinhalten 40 Minuten Ausdauertraining, 30 Minuten Krafttraining und 20 Minuten, in denen Verhaltensänderung hin zu einem aktiven Lebensstil thematisiert wird. Lokale Sportvereine in 8 steirischen Pilotregionen bieten das Bewegungsprogramm, das sich an Personen mit Bewegungsmangel richtet, seit Herbst 2015 an.

Mit JACKPOT wurden zuverlässige regionale Anlaufstellen geschaffen, an die Kurärztinnen und -ärzte ihre PatientInnen nach dem Kuraufenthalt verweisen können. Allen KurabsolventInnen stehen zwölf kostenlose Bewegungseinheiten in ihrer Wohnortnähe zur Verfügung. Durch die Teilnahme am JACKPOT-Bewegungsprogramm soll sich ein substantieller gesundheitlicher Nutzen für KurabsolventInnen auftun: Ziel ist es, dass körperlich inaktive Personen 12 Monate nach Ihrem Kurantritt die Mindestempfehlungen der österreichischen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung (150 Minuten pro Woche Bewegung bei mittlerer Intensität) erreichen. Die projektbegleitende Studie stützt sich auf Bewegungsmessungen mittels Accelerometer zu drei Messzeitpunkten sowie Fahrrad-Ergometer-Test unmittelbar nach dem Kuraufenthalt und 12 Monate nach Kurantritt.

Als leitender Kurarzt im KURHAUS Bad Gleichenberg sowie im Klinikum am Kurpark in Baden erzählt Prim. Dr. Christian Wiederer über die Herausforderungen, die der Übergang vom Kur-Aufenthalt in den Alltag mit sich bringt.

Jackpot – Nachhaltiger Kurerfolg durch ein Bewegungsprogramm

Aus Ihrem Erfahrungsschatz: schaffen es KurpatientInnen nach der Kur, ihren Lebensstil aktiver zu gestalten?
Ein Großteil der KurpatientInnen, vor allem diejenigen, die mit hoher Motivation die Kur angetreten und absolviert haben, ändern ihren Lebensstil nach der Kur in verschiedenen Bereichen, in den meisten Fällen auch im Sinne einer Zunahme der körperlichen Aktivität. Die entscheidende Frage ist jedoch die Nachhaltigkeit dieser Lebensstilmodifikation.

Stichwort Nachhaltigkeit: welche Strategien verfolgen Sie als Kurarzt, um nachhaltige gesundheitliche Effekte bei Ihren PatientInnen zu erzielen?
Aus meiner Sicht ist es ganz wichtig, viele verschiedene Wege zu einem gesünderen Lebensstil aufzuzeigen. Die vermehrte Bewegung in Alltag und Freizeit spielt eine zentrale Rolle, unterstützende Faktoren wie Ernährung und der richtige Umgang mit Stress und psychischen Belastungen sind aber auch von großer Bedeutung. Der Patient braucht für all diese im Alltag belastenden Fragen eine für ihn persönlich passende und umsetzbare Antwort.

Was motiviert Sie, Ihre KurpatientInnen in das JACKPOT-Programm überzuleiten?
Unser großes Ziel ist es, unseren Kurgästen Möglichkeiten anzubieten, die Schritte zu einem gesünderen Lebensstil zu Hause erfolgreich in ihren Alltag einzubringen. Die Frage, wie sie all ihre positiven Erfahrungen der Kur im privaten Umfeld weiter umsetzen können, stellen viele der PatientInnen beim ärztlichen Abschlussgespräch oder auch in der Therapie. Mit Jackpot haben wir zumindest für einen Teil unserer Gäste ein Angebot, das den Übergang von der Kur in den Alltag erleichtert.

 

Prim. Dr. Christian Wiederer
Facharzt für Physikalische Medizin
Ärztliche Leitung KURHAUS Bad Gleichenberg sowie im Klinikum am Kurpark Baden

 
   
   
  Vermischtes
   
         
  „Recht für Gesundheitsberufe“   „Recht für Gesundheitsberufe“
 
Mit allen wichtigen Berufsgesetzen
 
Von den Grundlagen der Rechtsordnung, über das Sanitätsrecht, das Zivil- bzw. Haftungsrecht bis zum Arbeits- und Sozialrecht bietet dieses Fachbuch einen umfassenden Abriss über alle berufsrelevanten Rechtsgebiete und vermittelt Ärzten (…)
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diplomiertem Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, Berufen im Medizinisch-Technischen Dienst und vielen anderen Berufen in der Gesundheitsversorgung verständlich und umfassend ein in der Berufspraxis vorausgesetztes Wissen.

Auszubildende, rechtsuchende Patienten, Gesundheitspolitiker und nicht zuletzt Berufstätige aus dem Gesundheitswesen und der Rechtswissenschaft finden in diesem Buch alle wesentlichen Details ohne im „Medizinrecht“ zum Experten werden zu müssen.

Erschienen ist das Buch bei LexisNexis.

 
   
         
  „Aufgabenverteilung und Versorgungsmanagement im Krankenhaus gestalten“   „Aufgabenverteilung und Versorgungsmanagement im Krankenhaus gestalten“
 
von erfolgreicher Praxis lernen
 
Die Krankenhäuser befinden sich in einem massiven Umbruch. Neben den ökonomischen Herausforderungen nimmt der Behandlungs- und Pflegebedarf der PatientInnen stetig zu. Kranke oder alte Menschen zu pflegen wird (…)
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nicht zuletzt bedingt durch die Folgen von Multimorbidität und neue technische Möglichkeiten bei Diagnostik und Therapie – zu einer immer komplexeren Aufgabe, für die immer weniger Zeit zur Verfügung steht. Um die kurze Zeitspanne des Krankenhausaufenthaltes gut zu nutzen, bedarf es des versierten Versorgungsmanagements.

Das Herausgeberteam hat die Modellprojekte zur Aufgabenneuverteilung und zum Versorgungsmanagement in drei rheinland-pfälzischen Krankenhäusern wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Erschienen ist das Buch bei medhochzwei, Medien für das Gesundheitswesen.

 
   
 
Termine und Veranstaltungen
 
 

3. November 2016
Symposium Patientensicherheit
Billrothhaus, 1090 Wien

Weiterführende Informationen


4. November 2016
Grundausbildung zum Strahlenschutzbeauftragen – Teil 1
AKH Wien, 1090 Wien

Weiterführende Informationen


8. November 2016
Fortbildungsveranstaltung Multiples Myelom
Billrothhaus, 1090 Wien

Weiterführende Informationen


10. November 2016
Workshop: Public health challenges of disadvantaged groups
Austria Center Vienna, 1220 Wien

Weiterführende Informationen


18. November 2016
Jahrestagung Das ärztliche Gutachten 2016
Steigenberger Hotel Herrenhof, 1010 Wien

Weiterführende Informationen

 

 
 
 
 
 
NEWSLETTER 3/2016
 

 

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