VLKÖ - Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs

 

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VLKÖ
VERBAND DER LEITENDEN KRANKENHAUSÄRZTE ÖSTERREICHS
 
NEWSLETTER 2/2017
 
 
 
Newsletter August 2017
Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Österreichs informiert
 
 
Der Newsletter im Überblick
 
 
Editorial

Prof. Dr. Axel Kramer im Kurzinterview über Krankenhaushygiene und Infektionsprävention

„Medizin für mich“ – Roche startet Initiative zur Personalisierten Medizin

Ärzte Haftpflichtversicherung für angestellte ÄrztInnen

Healthcare Studie: Interne Regelungen und Guidelines – Bürde oder Hilfsmittel?


LAW-Update kompakt

Literaturtipps

Termine und Veranstaltungen

Impressum
 
 
Vorwort des Präsidenten
 
         
  Prim.Univ.Doz.Dr. Otto Traindl  

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

im Namen des Redaktionsteams freue ich mich, Ihnen hiermit den aktuellen VLKÖ-Newsletter übersenden zu können. Auch für diese Ausgabe wurde eine vielseitige Auswahl interessanter Artikel für Sie zusammengestellt.
 
       

Personalisierte Medizin zählt seit einigen Jahren zu den großen Themen des Gesundheitswesens. Durch Big Data und neue Möglichkeiten der Bioinformatik erhält sie derzeit zusätzlichen Aufwind. Als Vorreiter in der Personalisierten Medizin startet Roche Österreich nun die Initiative "Medizin für mich", die den Dialog zwischen Experten einzelner Fachgebiete, Patienten und deren Angehörigen sowie Entscheidungsträgern aus dem Gesundheitswesen forciert. Lesen Sie mehr darüber in der Zusammenfassung der Presskonferenz, im Rahmen derer die Initiative der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Dass die Absicherung für angestellte ÄrztInnen und ÄrztInnen in Ausbildung oft nur unzureichend ist, stellt Gerhard Ulmer vom ÄrzteService fest. Zwar hat die 14. Novelle zum Ärztegesetz klare Verhältnisse für die Ärztehaftpflichtversicherung geschaffen, doch nicht in allen Bereichen hat die Novelle zu ausreichenden Mindeststandards geführt. Die Absicherung im Schadenfall für den einzelnen angestellten Arzt ist nämlich nach wie vor oft unklar.

Die Plattform dieses Newsletters möchten wir nun außerdem dazu nutzen, Sie auf eine Healthcare-Studie aufmerksam zu machen. Durch immer komplexer werdende Behandlungsmethoden und gesetzliche Anforderungen sind wir Ärztinnen und Ärzte zunehmenden Herausforderungen ausgesetzt. Interne Regelungen und Guidelines sollten wichtige Hilfsmittel sein, wie sieht es aber in der Realität aus? Um dies zu erheben, würden wir uns freuen, wenn Sie 5 Minuten Ihrer Zeit investieren. Mehr Informationen zur Studie finden Sie im vorliegenden Newsletter und unter studie.ancoreage.com

Last but not least freuen wir uns, dass der Newsletter im neuen Format sehr guten Anklang gefunden hat: die durchschnittliche Lesezeit betrug ganze 14 Minuten. Mit 49% haben den Newsletter außerdem fast genauso viele Leserinnen und Leser auf ihrem Mobiltelefon geöffnet wie auf einem Desktop-Computer.

In diesem Sinne bleibt mir nur noch, Ihnen – auch unterwegs – eine anregende Lektüre des vorliegenden Newsletters zu wünschen!

Mit den besten kollegialen Grüßen,
Otto Traindl

         
 
Prof. Dr. Axel Kramer im Kurzinterview über Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
 

Prof. Dr. Axel Kramer

 
     
 

Frage:
In Deutschland wurden von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) am Robert Koch Institut neue Guidelines zum Thema Prävention von Infektionen herausgebracht. Welche Rolle spielt die Infektionsprävention von Infektionen, insbesondere bei Gefäßkathetern?

Antwort:
Da je nach Fachdisziplin bzw. spezifischer Behandlungsmaßnahme 30 bis etwa 90% der nosokomialen Infektionen (NI) durch Einhaltung von Hygieneregeln verhindert werden können, muss von allen Verantwortungsträgern das Mögliche unternommen werden, um das Qualitätsmanagement der Krankenhaushygiene auszugestalten und durchzusetzen. Die Infektionsprävention erfordert eine umfassende, hoch spezialisierte, ineinandergreifende Multibarrierenstrategie, deren Aktualisierung auf der Grundlage des Erkenntnisfortschritts eine fortlaufende Herausforderung darstellt. Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) als dem zentralen Bundesgesetz in Deutschland sind die Rahmenbedingungen für die Prävention von NI festgelegt; das betrifft diesbezügliche Meldepflichten (Erreger mit speziellen Resistenzen, Surveillance von NI, Ausbruchmanagement) und die Festlegung der Basismaßnahmen der stationären und ambulanten Gesundheitseinrichtungen zur Realisierung der Krankenhaushygiene.

Zur detaillierten Umsetzung des IfSG werden von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) die für die jeweilige Aufgabenstellung relevanten Maßnahmen zum Infektionsschutz z.B. Injektionen/ Punktionen, beim Legen von Blutgefäß- und Harnwegkathetern, bei der Beatmung, bei chirurgischen Eingriffen, immunsupprimierten Patienten und Frühgeborenen begründet und zugleich deren Evidenz bewertet. Durch das IfSG wurde die Verbindlichkeit der Empfehlungen der KRINKO mit der Aussage erhöht, dass „der Stand der medizinischen Wissenschaft vermutet wird, wenn jeweils die veröffentlichten Empfehlungen beachtet wurden“.

Die Infektionsprävention ist ein essentielles Kriterium für die Patientensicherheit. Es gibt zwar kein Nullrisiko für NI, aber sehr wohl eine Zerotoleranz gegenüber Hygienemängeln. Durch das Einhalten der Standards durch jeden Mitarbeiter gegenüber Handlungslücken kann den Anteil der NI auf das unvermeidbare Minimum reduziert werden. So können z.B. in der kolorektalen Karzinomchirurgie durch die Bündelstrategie bis zu 60% der SSI vermieden werden [Kramer A. et al. Zbl Chir 2016; 141(06): 591-6]. Bei Katheter-assoziierten Blutstrominfektionen (CABSI) können durch infektionspräventive Maßnahmen sogar bis zu 70% der Infektionen vermieden werden [Quellen in der aktuellen KRINKO-Empfehlung 2017].

Frage:
Was konnte mit den neuen Guidelines nun erreicht werden bzw. was sind die aus Ihrer Sicht wichtigsten Verbesserungen?

Antwort:
Aufbauend auf der Risikobewertung werden im ersten Teil der Empfehlung zur Prävention Katheter-assoziierter Blutstrominfektionen detaillierte Maßnahmen zur Prävention von Infektionen bei nicht getunnelten zentralvenösen Kathetern und im zweiten Teil bei periphervenösen Verweilkanülen und arteriellen Kathetern gegeben. Die wichtigsten Verbesserungen betreffen die maximalen Barrieremaßnahmen und die remanente Hautantiseptik beim Legen eines ZVK, die Antisepsis und die Wechselintervalle der Verbände, die Integration von Alerts zur täglichen Überprüfung der Notwendigkeit des ZVK (allein dadurch können bis zu 25 % der ZVK früher entfernt werden), die Einhaltung der Antisepsis bei Manipulationen an Hubs und Zuspritzstellen sowie die Festlegung an die Zubereitung/Herstellung von intravenösen Arzneimitteln/Infusionslösungen. Von zentraler Bedeutung für die Umsetzung der Richtlinie sind die Empfehlungen zur Schulung/ Vermittlung von Wissen und zum Training der Fähigkeiten.

Für PVK gilt die Prämisse, dass sie bei nichtintensivpflichtigen Patienten gegenüber dem ZVK zu bevorzugen sind, sofern es die klinische Situation zulässt. Auch hier ist die Indikation für die weitere Nutzung täglich zu überprüfen. Das konkrete Vorgehen bei der Anlage und in der Erhaltungspflege ist in einem schriftlichen Standard („PVK-Präventionsbündel“) verbindlich festzulegen.

Im Zeitraum nach dem Erscheinen der Vorläuferempfehlung im Jahr 2002 ist die Zahl der am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) teilnehmenden Intensivstationen in Deutschland auf 839 im Jahr 2014 angestiegen. Ein wichtiges Ergebnis der Surveillance ist die signifikante Abnahme ZVK-assoziierter Infektionen sowohl im Ergebnis der Einführung einer Surveillance an sich als auch im Ergebnis der Umsetzung der infektionspräventiven Maßnahmen [Quellen in der aktuellen KRINKO-Empfehlung 2017].

 

Quellennachweis der KRINKO Empfehlung
- KRINKO. Prävention von Infektionen, die von Gefäßkathetern ausgehen. Teil 1 – Nichtgetunnelte zentralvenöse Katheter. Bgbl 2017; 60: 171–206.
- Teil 2 – Periphervenöse Verweilkanülen und arterielle Katheter. Bgbl 2017; 60: 207-15.
- Hinweise zur Blutkulturdiagnostik. Informativer Anhang 1. Bgbl 2017; 60:216-30.
- Hinweise zur Implementierung. Informativer Anhang 2. Bgbl 2017; 60: 231-244.

Prof. Dr. Axel Kramer
Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (ÖGKH)
Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)
Mitglied der Kommission „Krankenhaushygiene und Infektionsprävention“ am Robert Koch-Institut
Leiter des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

 
   
     
 

„Medizin für mich“ –
Roche startet Initiative zur Personalisierten Medizin


„Medizin für mich“ – Roche startet Initiative zur Personalisierten Medizin

Personalisierte Medizin zählt seit einigen Jahren zu den großen Themen des Gesundheitswesens. Durch Big Data und neue Möglichkeiten der Bioinformatik erhält sie derzeit zusätzlichen Aufwind. Als Vorreiter in der Personalisierten Medizin startet Roche Österreich nun die Initiative „Medizin für mich“, die den Dialog zwischen Experten einzelner Fachgebiete, Patienten und deren Angehörigen sowie Entscheidungsträgern aus dem Gesundheitswesen forciert.

Die Personalisierte Medizin erfindet sich gerade neu. Wir sind an eine Schwelle gelangt und gehen jetzt die nächsten Schritte“, zeigt sich Priv. Doz. Dr. Johannes Pleiner-Duxneuner, Medical Director von Roche Österreich, in Aufbruchsstimmung. Angetrieben von neuen Durchbrüchen in der Forschung macht die Personalisierte Medizin beeindruckende Fortschritte: Wurden 2008 noch fünf Medikamente von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zugelassen, die nur gemeinsam mit einem Gentest angeboten werden, waren es 2015 bereits 135.

In den vergangenen Jahren haben wir in der Forschung und Entwicklung gesehen, wie die enge Verzahnung von diagnostischem und pharmazeutischem Wissen den Weg zur Personalisierten Medizin ebnet. Mit der globalen Technologisierung und Digitalisierung schaffen wir neue Möglichkeiten für die Personalisierte Medizin. Diese Entwicklungen werden das Gesundheitswesen zukünftig verändern,“ so Pleiner-Duxneuner. „Deswegen starten wir diese Initiative. Wir brauchen einen breiten interdisziplinären Dialog, wie wir die Zukunft der Personalisierten Medizin gemeinsam gestalten und den Zugang für die Betroffenen weiterhin ermöglichen.“ „Medizin für mich“ unterstützt diesen Dialog und involviert neben den Fachexperten aus unterschiedlichsten Bereichen auch Betroffene in der breiten Öffentlichkeit.

Experten sehen Handlungsbedarf
Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen betonen die Notwendigkeit fächerübergreifender Zusammenarbeit für die Zukunft der Personalisierten Medizin. Zur Lage in Österreich sind sie sich einig, dass das Gesundheitssystem zwar ein hohes Niveau aufweist, sie sehen in ihren eigenen Fachgebieten jedoch noch Handlungsbedarf.

Gesellschaftliche Diskussion über Finanzierung
Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg, Rektor der MedUni Graz, sieht in der Personalisierten Medizin einen Durchbruch: „Die Präzisionsmedizin und die Möglichkeit des zielgerichteten Behandelns ist einer der großen Fortschritte in der modernen Medizin. Vor 10-15 Jahren hatten wir zum Beispiel mit der Chemotherapie in der Onkologie gar nicht die Möglichkeit einer zielgerichteten Behandlung.“ Er warnt jedoch vor einer einseitigen Betrachtungsweise und fordert nicht nur genetische Faktoren, sondern den Patienten mit all seinen individuellen Bedürfnissen zu behandeln. „Wird darauf vergessen, wäre die Präzisionsmedizin eine Fehlentwicklung, schließlich geht es um den Menschen.“

Moderne Medizin auf Bioinformatik angewiesen
Univ.-Prof. Dipl.-Phys. Dr. Ivo Hofacker betont den hohen Stellenwert der Bioinformatik bei der Personalisierten Medizin: „Sowohl die moderne Molekularbiologie als auch die Medizin sind heutzutage im Bereich der Forschung auf Bioinformatik angewiesen. Es sind computergestützte Algorithmen notwendig, die die erzeugten Daten auswerten. Und tatsächlich ist es oftmals so, dass die Bioinformatik mit der Computeranalyse erste Hinweise liefert, dass eine spezifische genetische Variation mit einer bestimmten Krankheit in Zusammenhang steht.“

Interdisziplinarität
Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant berichtet: „Wir Ärzte und Forscher arbeiten bereits seit Jahren daran, auch Untersuchungen und onkologische Therapien ‘maßgeschneidert’ für Patientinnen zu entwickeln und die zelluläre, molekulare und genetische Einzigartigkeit der Tumore im Zusammenhang mit dem individuellen Menschen stärker in den Fokus zu rücken. Durch die aktuellen Ergebnisse der Forschung hat sich hier viel verändert.“ Zum aktuellen Stand sagt er: „Es ist aber auch Ehrlichkeit und Zurückhaltung geboten: Noch sind wir nicht so weit, dass wir wirklich ALLE Eigenschaften der Krebserkrankung völlig verstehen, und eine wirklich auf die Einzelperson maßgeschneiderte Therapie ist wohl noch einige Jahre Zukunftsmusik.“

Über Medizin für mich
„Medizin für mich“ ist eine Initiative von Roche Österreich, die den Dialog über Personalisierte Medizin fördert. Sie soll das Bewusstsein und den Informationsstand in der betroffenen Öffentlichkeit steigern und die Vernetzung der unterschiedlichen, beteiligten Fachgebiete forcieren. Ziel ist es weiters, den aktuellen Stand der Personalisierten Medizin auf verständliche Weise abzubilden. Die Initiative wurde im Mai 2017 der Öffentlichkeit präsentiert und wird in den nächsten Monaten viele Experten, Betroffene und Entscheidungsträger zu Wort kommen lassen.

Website: www.medizinfuermich.at

 
   
         
  Akad. gepr. Vers.Math. Gerhard Ulmer  

Ärzte Haftpflichtversicherung für angestellte ÄrztInnen

 

 

ÄrzteService setzt auf klare Verhältnisse für die Haftpflichtversicherung auch für nicht freiberuflich tätige ÄrztInnen.

Die Absicherung für angestellte ÄrztInnen und ÄrztInnen in Ausbildung ist im Alltag oft unzureichend:

 
         
 

Die 14. Novelle zum Ärztegesetz hat für freiberuflich tätige Ärzte und Gruppenpraxen mit den gesetzlich verankerten Mindeststandards klare Verhältnisse für die Ärzte-Haftpflichtversicherung geschaffen. Doch nicht in allen Bereichen hat die Novelle zu ausreichenden Mindeststandards geführt. Im Bereich der Krankenanstalten wurde die Verpflichtung für eine Haftpflichtversicherung zwar für private Krankenanstalten eingeführt, allerdings sind die vorgeschriebenen Versicherungssummen bei weitem zu niedrig angesetzt.

Damit ist nicht nur im Bereich der öffentlichen Krankenhäuser, sondern auch bei den privaten Krankenanstalten die Absicherung im Schadenfall für die einzelnen angestellten ÄrztInnen bzw. ÄrztInnen in Ausbildung oft unklar. Auch wenn der Betreiber der Krankenanstalt über eine entsprechende Versicherung verfügen sollte, ist damit nicht ausgeschlossen, dass sich der Betreiber über den Regressweg bei den ÄrztInnen schad- und klaglos hält. Bei privaten Krankenanstalten ist darüber hinaus die Gefahr gegeben, dass die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung nicht ausreicht und damit der Geschädigte auf den Arzt/die Ärztin zurückgreift.


Umfassender Versicherungsschutz für die gesamte medizinische Laufbahn
"In der Praxis ist zu beobachten, dass immer häufiger sowohl gegen den Betreiber als auch gegen den behandelnden Arzt/die behandelnde Ärztin Klage geführt wird", berichtet Gerhard Ulmer, Geschäftsführer von ÄrzteService, und rät daher auch angestellten ÄrztInnen und ÄrztInnen in Ausbildung zu einer privaten Haftpflichtversicherung. In der Novelle zum Ärztegesetz wurde die Nachhaftung in die Mindeststandards für die Haftpflichtversicherung (im Extremfall 30 Jahre ab Schadeneintritt, d.h. Kenntnis durch den Patienten) für freiberuflich tätige ÄrztInnen aufgenommen. Aber auch angestellte KrankenhausärztInnen brauchen die Sicherheit, dass Ansprüche von PatientInnen, deren Behandlung Jahre zurückliegt, versichert sind. "Die Dokumentation der Behandlung ist dann schwer rekonstruierbar und dem betroffenen Arzt/der betroffenen Ärztin oftmals nicht zugänglich", so Ulmer. Dadurch wird eine Haftpflichtversicherung, die die gesamte medizinische Laufbahn umfasst - sowohl die Vordeckung (für Fälle vor Beginn der Versicherung) als auch die Nachhaftung (für Ansprüche, die nach Ende der Versicherung gestellt werden) - auch für den angestellten Arzt/die angestellte Ärztin sinnvoll und notwendig.


ÄrzteService bietet für angestellte KrankenhausärztInnen und ÄrztInnen in Ausbildung den gleichen Versicherungsschutz wie für freiberufliche ÄrztInnen:
Damit sind die Nachhaftung ohne zeitliche Begrenzung, die Vordeckung für die gesamte Berufslaufbahn und die Deckung für Reine Vermögensschäden in voller Höhe der Versicherungssumme inkludiert. Auch notärztliche Tätigkeiten, die in keinem Zusammenhang mit der Tätigkeit als angestellter Krankenhausarzt stehen, sind nun versichert.

Versicherer ist wie bisher die Zürich Versicherungs AG, Wien.

Im Hinblick auf das kürzlich ergangene OGH Urteil zum Thema Doppelversicherung – siehe Artikel im letzten VLKÖ Newsletter – wird der Versicherungsschutz für angestellte ÄrztInnen mehr in den Fokus rücken und neu zu überdenken sein.

 

Akad. gepr. Vers.Math. Gerhard Ulmer
Geschäftsführer Ärzteservice

Ferstelgasse 6, A-1090 Wien
FN 291475s, Handelsgericht Wien
Telefon: 01/402 68 34 0
Fax: 01/402 68 34 - 25
E-Mail: office@aerzteservice.com
www.aerzteservice.com
www.facebook.com/aerzteservice

 
     
     
  Healthcare Studie | Interne Regelungen & Guidelines - Bürde oder Hilfsmittel?  
     
 

Healthcare Studie | Interne Regelungen & Guidelines - Bürde oder Hilfsmittel?

Ärzte und Ärztinnen sowie MitarbeiterInnen von Healthcare & Life-Science Organisationen sind zunehmenden Herausforderungen ausgesetzt – durch
immer komplexer werdende Behandlungsmethoden und -produkte, gesetzliche Anforderungen und nicht zuletzt zunehmende wirtschaftliche Zwänge.
Interne
Regelungen und Guidelines (z.B. Hygieneanleitungen, Behandlungs-Checklisten, Datenschutz-Richtlinien, Compliance-Guidelines, Handbücher, technische Standards, SOPs etc.) sollten dabei ein wichtiges Hilfsmittel sein – die Realität sieht jedoch häufig anders aus.

Um dies zu erheben und Handlungsempfehlungen auszusprechen, führt Ancoreage gemeinsam mit dem
VLKÖ sowie AUSTROMED, BVMed und Compliance Channel die Studie „Interne Regelungen & Guidelines - Bürde oder Hilfsmittel?“ im Healthcare & Life-Sciences Sektor und hier auch insbesondere im Krankenhaus-Bereich durch.

Investieren Sie nur
5 Minuten, um einen wertvollen Beitrag zur Bereinigung und Vereinfachung des Regelungswesens in der Healthcare & Life-Science Branche zu leisten. Die Ergebnisse werden allen Teilnehmern nach Auswertung der Studie auf Wunsch zur Verfügung gestellt.

Als kleines Dankeschön für Ihre Teilnahme erhalten Sie die Möglichkeit, kostenlos den Reifegrad des Regelungswesens in Ihrer Organisation zu bestimmen und zu benchmarken.

Jetzt teilnehmen unter: studie.ancoreage.com

 
   
         
  DDr. Karina Hellbert  

Mag. Paul Kessler, LL.M.

 
         
  LAW-Update kompakt

von Karina Hellbert und Paul Kessler
 
     
 

Das Thema Arbeitszeiten wird Ärztinnen und Ärzte noch eine ganze Weile beschäftigen. Ab 1.1.2018 müssen auch die durch Betriebsvereinbarungen auf 60 Stunden verlängerten durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten auf 55 Stunden reduziert werden. Ab 20. Juni 2021 sind dann generell nur mehr 48 Stunden erlaubt. Dies hat eine monetäre Komponente, nämlich in Form von Gehaltseinbußen, da weniger Stunden geleistet werden dürfen, wie auch eine personelle, da mehr Personal benötigt wird, um den Klinikbetrieb im gewohnten Umfang aufrecht zu erhalten. Schauen Sie rechtzeitig darauf, dass dies nicht zu Ihren Lasten geht.

Eine neue Entscheidung zur Arzthaftung sorgt unterdessen für einige Diskussionen. Nachdem der OGH erst unlängst einen Arzt für eine fehlerhafte magistrale Zubereitung haften ließ, muss nach einer neuen Entscheidung ein Gynäkologe für die fehlerhafte Untersuchung des Pathologen einstehen. Die alte Judikaturlinie, wonach der Patient mit dem Pathologen einen eigenen Behandlungsvertrag abschließt, dürfte damit verlassen werden. Das Haftungsrisiko des behandelnden Arztes steigt damit erheblich.

Mit 1. Jänner 2017 trat das Erbrechts-Änderungsgesetz in Kraft, das zahlreiche neue Regelungen brachte. Dabei erfolgte beispielsweise eine Einschränkung des Kreises der Pflichtteilsberechtigten, also jener Personen die einen Mindestanteil am Erbe bekommen, ohne dass sie letztwillige bedacht wurden. Pflichtteilsberechtigt sind nun nur mehr Ehegatten und Kinder, Eltern und weitere Vorfahren (Großeltern) haben keinen Anspruch mehr. Neu ist auch, dass eine letztwillige Verfügung, die zugunsten des Ehepartners errichtet wurde, durch die rechtskräftige Scheidung automatisch aufgehoben wird. Bisher musste ein solches Testament widerrufen werden. Schließlich ist noch das Pflegevermächtnis zu erwähnen: Pflegeleistungen naher Angehöriger werden im Erbrecht nunmehr ausdrücklich berücksichtigt. Dies kann mitunter zu einer erheblichen Belastung der Verlassenschaft führen.

DDr. Karina Hellbert, Mag. Paul Kessler, LL.M.
FIEBINGER POLAK & PARTNER RECHTSANWÄLTE

Am Getreidemarkt 1, A-1060 Wien
Telefon: +43 1 58258
Fax: +43 1 582582
Email: p.kessler@fplp.at
www.fplp.at

 
     
   
  Literaturtipps
   
         
  „Führungsaufgabe: Veränderung gestalten“   „Führungsaufgabe: Veränderung gestalten“

Jedes Veränderungsvorhaben ist einzigartig und widersetzt sich Patentlösungen. Veränderung in Unternehmen zu gestalten und umzusetzen, wird immer mehr zu einer zentralen Führungsaufgabe. Dieses Buch liefert Führungskräften Grundlagen, Konzepte, konkrete Instrumente und zahlreiche Praxisfälle zur erfolgreichen Umsetzung der eigenen Veränderungsvorhaben.

Behandelt werden u.a. folgende Fragestellungen:
- Aus welchem Blickwinkel kann eine Organisation gesehen werden?
- Wie sieht ein Grundmodell aus, um Veränderungen zu gestalten?
- Welche Kompetenzen braucht eine Führungskraft in Veränderungsprojekten?
- u.v.m.

Erschienen ist das Buch bei MANZ Verlag Wien.
 
   
         
  „Soziale Kompetenz im Management“   „Soziale Kompetenz im Management“

Soziale Kompetenz zeigt sich in der Interaktion mit anderen Menschen, im Gespräch, im Konflikt, in Verhandlungen und in Besprechungen. Um im Berufsleben sozial kompetent handeln und reagieren zu können, braucht es ein Grundlagenwissen und die Kompetenz dieses Wissen situationsadäquat anzuwenden.

Dieses Buch bietet neben Übungen zu zentralen Theorien der Kommunikationswissenschaften komplexe praxisnahe Fallstudien.

Die Fallstudien beziehen sich auf für die wirtschaftliche Praxis relevante Bereiche der sozialen Kompetenz, wie Kommunikation, Konfliktmanagement, kooperatives Verhandeln, Körpersprache, Präsentationstechnik, Moderationstechnik, Stressmanagement und Gender- und Diversitymanagement. Das Buch hilft die Wissensanwendung im Bereich der sozialen Kompetenz zu vertiefen und legt somit einen Grundstein, dafür herausfordernde Situationen im Berufsleben sozial kompetent zu meistern.

Erschienen ist das Buch bei Facultas.
 
   
         
  "Gesundheit im Alter“   "Gesundheit im Alter“

Trotz immer besserer medizinischer Versorgung ist Altern mit großen Herausforderungen verbunden. Die Mobilität wird geringer, Muskelkraft und Muskelmasse nehmen ab, es kommt zu Mangelernährung.

Hinzu kommen häufig auch schlechte Stimmungslagen und ein Weniger an sozialen Beziehungen. Gebrechlichkeit ist die deutlichste Folge dieser Funktionseinbußen. Jedoch können regelmäßiges Training, verbesserte Ernährung und ein Mehr an sozialer Unterstützung Gebrechlichkeit verhindern oder deren Folgen zumindest lindern.
In ihrem Ratgeber „Gesundheit im Alter“ erklären Experten der MedUni Wien auf wissenschaftlicher Basis die Zusammenhänge aus Alterungsprozessen, Lebensstil und körperlichen Funktionen und geben Rat, wie man möglichst gesund und mit möglichst guter Lebensqualität altern kann. Herzstück des Buches sind Vorschläge für gesunde Ernährung im Alter mit Kochrezepten sowie eine Trainingsanleitung für ältere Personen.

Erschienen ist das Buch bei Manz Verlag Wien.
 
   
 
Termine und Veranstaltungen
 
 

Künstliche Herzen - Die Brücke zum Überleben, Sonderausstellung
5. Mai bis 7. Oktober 2017, Josephinum
Weiterführende Informationen:
www.josephinum.ac.at

Antrittsvorlesungen der Sigmund Freud Privatuniversität Wien
19. September 2017, Billrothhaus
https://billrothhaus.at

48. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin
21. bis 23. September 2017, Salzburg Congress
Weiterführende Informationen:
http://www.oegim.at

Wag des Denkmals: Heimat großer Töchter
24. September, Billrothhaus
https://billrothhaus.at

 
 

Impressum

Dieser Newsletter wurde unterstützt von: ärzteservice, AUVA, Manz Verlag, Roche, VAMED, Wiener Zeitung


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NEWSLETTER 2/2017

 

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