VLKÖ - Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs

 

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VLKÖ
VERBAND DER LEITENDEN KRANKENHAUSÄRZTE ÖSTERREICHS
 
NEWSLETTER 2/2015
 
 
 
Newsletter im Überblick
 
 
Vorwort des Präsidenten
PrimarärztInnen zwischen Medical Management und Medical Leadership.
Wohin geht die Reise?
Primararzt im Dialog: Die Opt-Out-Vereinbarung
Vermischtes
Medizin im Dialog: Mehr Luft – mit Asthma und COPD besser leben
Termine
Der Manz-Verlag präsentiert Rabatte für VLKÖ-Mitglieder
4 Fragen an Univ.Prof.in Dr.in Maria Deutinger & Univ.Prof.Dr.Alexander Rosenkranz
The AEMH, FEMS & EJD General Assembly in Vienna – The Vienna Statement
 
 
Vorwort des Präsidenten
 
         
  Prim.Univ.Doz.Dr. Otto Traindl   Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen!
Es sind stürmische Zeiten für uns leitende Krankenhausärztinnen und -ärzte!
Nie zuvor war der Druck, mehr Top-ManagerIn statt MedizinerIn zu sein, so hoch wie derzeit und die Wellen der Sparpolitik des Gesundheitssystems schlagen höher denn je.
Damit steigt auch die Verantwortung der Primarärztinnen und -ärzte, die Aufgaben, welchen sie jeden Tag entgegen treten, gewissenhaft (...)
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und mit Blick auf das Wohlergehen aller PatientInnen und aller Kollegen und Kolleginnen die im eigenen Team arbeiten, zu meistern.

Die Umstrukturierungen unserer Spitäler hinsichtlich Arbeitszeit, Gehälter und neuer Aufgabenteilung sind die wesentlichsten Bereiche, in den sich künftig etwas ändern muss. Es braucht ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität, um längst nötige Weichen zu stellen.

Ich freue mich, Ihnen hiermit den neuesten Newsletter des Verbands leitender Krankenhausärzte Österreichs vorstellen zu dürfen, welcher es Ihnen wie immer ermöglicht, am gesundheitspolitischen Ball zu bleiben und sich sowohl über gegenwärtige Themen als auch zukünftige Tendenzen im Gesundheitssektor zu informieren. Erfahren Sie unter der Rubrik Primararzt im Dialog die Neuigkeiten zum Opt-Out-Gesetz, informieren Sie sich zur neuen Veranstaltungsreihe Medizin im Dialog, welche am 28. April unter dem Thema ‚Mehr Luft: Mit COPD und Asthma besser leben‘ Premiere feierte und lesen Sie zu den Entwicklungen einer neuen Medical Leadership.

Ganz besonders möchte ich Ihnen die aktuellen Termine des VLKÖ ans Herz legen und Sie zum nächsten Workshoptag des VLKÖ am 20. Juni 2015 einladen. Dieser bietet Ihnen die Chance sich mit Kolleginnen und Kollegen über die Zukunft des Krankenhauses – im Speziellen über Ärztegehälter – auszutauschen und so den Kurs des VLKÖ mitzubestimmen!

Viele herzliche Grüße, viel Spaß beim Lesen und nicht vergessen: wir freuen uns über Ihr Feedback.

Mit herzlichen kollegialen Grüßen!

Prim. Univ.Doz. Dr. Otto Traindl

 
       
 
PrimarärztInnen zwischen Medical
Management und Medical Leadership.
Wohin geht die Reise?
 
         
  Primar Univ.-Doz. Dr. Rudolf Knapp   von Renate Haiden
 
Die Community der heimischen Primarärzte ist vergleichsweise klein: knapp 1.100 leitende Ärzte sind es, die in den Krankenhäusern eine wichtige Position einnehmen, die mit Fug und Recht als „Zwitterstellung“ bezeichnet werden kann. Zwischen Medizin und Management fallen sie bei den derzeit laufenden Diskussionen um Gehälter und Arbeitszeiten in jeder Hinsicht durch den Rost, denn ihr Salär wird oft nicht mitverhandelt und sie sind vom Arbeitszeitgesetz (...)
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ausgenommen. Während das Ärzte-Arbeitszeitgesetz und die Gehaltsverhandlungen die Forderungen der angestellten Ärzte durchaus erfüllen und die Unzufriedenen weiter ins Ausland abwandern, füllen Primarärzte jetzt mehr denn je die Lücken auf, die hier hinterlassen werden. Sie springen in Diensträder ein – immerhin ist ihr erlaubtes Arbeitspensum nicht gedeckelt und zum Verhandeln über mehr Gehalt fehlt angesichts der kompetenzzersplitterten Spitalslandschaft in Österreich der passende Ansprechpartner, um „gemeinsam“ vorzugehen. Ob Holding, Bürgermeister oder Aufsichtstrat – verhandelt wird der Einzelfall und nicht eine Berufsgruppe, Richtlinien haben einige wenige Bundesländer, aber längst nicht alle. Insgesamt ist das eine Situation, die schlagkräftige Forderungen schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. „Ein leitender Arzt verdient bei niedrigem Grundgehalt über Einzelvereinbarungen, zum Beispiel für Sonderklassegebühren“, erklärt Primar Univ.-Doz. Dr. Rudolf Knapp, Leiter der Radiologie im Bezirkskrankenhaus Kufstein und stellvertretender Kurienobmann in der Bundeskurie angestellter Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer.

Wirtschaftsfaktor „Sonderklassepatient“

Ich möchte es fast als Privileg bezeichnen, dass Primarärzte bisher in vielen Häusern von den Diensträdern ausgenommen waren. Das hat aber auch einen erklärbaren Hintergrund: Durch unregelmäßige Arbeitszeiten oder Rufbereitschaft kommen sie so nicht in Gefahr, dass sie geltende Ruhezeit verletzen. Ihr Handeln ist damit unabhängig von Uhr- oder Tageszeit rechtlich abgesichert“, fasst Knapp zusammen. Was also bisher die Ausnahme von der Regel war, hat sich angesichts des herrschenden Ärztemangels nun zu Ungunsten der Primarärzte verschoben, denn viele Spitäler nutzen diesen Umstand und setzen sie nun dort ein, wo Not am Mann ist.

Sonderklassehonorare oder die eigene Ordination sind das Zubrot der Primarärzte, mit denen ihr geringes Grundgehalt auf ein der Tätigkeit entsprechendes Niveau angehoben wird. Dieses ärztliche Honorar wird zwischen dem Arzt und der jeweiligen Versicherung durch die Vertreter der Ärztekammer ausgehandelt. Der Kuchen bleibt gleich, das Stück für den Primar wurde im Laufe der Jahre immer kleiner, denn auch Hausnachlässe haben sich etabliert. „Sonderklassepatienten sind für das Spital selbst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn der Anteil der Leistungen des Spitalsbetreibers wird ebenfalls mit dem Patienten bzw. seiner Versicherung abgerechnet. Über Jahre hinweg haben sich manche öffentliche Häuser hier nur am Rande engagiert, die Verhandlungen wurden den Ärzten überlassen“, weiß Knapp. Auch hier ist ein Lerneffekt eingetreten: Die Hotelkomponente ist immer mehr angestiegen und Spitäler fordern von den Primarärzten Hausnachlässe in Form von Anteilen am Arzthonorar. Findige Krankenhäuser übernehmen überhaupt die gesamte Abrechnung mit der Versicherung und zahlen dann den Ärzten „ihren“ Anteil aus. „Das ist moderne Wegelagerei“, beschreibt Knapp die Entwicklung des Zugriffs der Administrationen auf die Sonderklassehonorare.

Diese Abkehr vom Leistungsprinzip des ärztlichen Honorars setzt sich weiter fort, wenn auch noch die Poolregelungen im Solidarprinzip zum Tragen kommen. Das bedeutet, dass gut verdienende Abteilungen ihr Privathonorar mit weniger gut verdienenden Abteilungen teilen müssen. Fazit: Wer gut verhandelt hat, muss nicht notwendigerweise auch das größte Stück vom Kuchen erhalten. „Diese Entwicklung halte ich für extrem leistungsfeindlich, sie zerstört aus meiner Sicht auch das System. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass diese Regelung immer zu Frustration auf beiden Seiten führt, bei den gut Verdienenden, denen immer ein ‚zu hoher‘ Teil weggenommen wird und bei den anderen Abteilungen, die sich immer als ‚zu wenig bedacht‘ fühlen“, resümiert der Ärztekammervertreter.

Medical Manager oder Medical Leader?

Der reale Einkommensverlust und die unattraktiven Rahmenbedingungen sind nicht die einzigen Herausforderungen, denen sich Primarärzte derzeit stellen müssen. Sie laufen auch Gefahr, dass der Berufsstand wegrationalisiert und durch Medical Manager ersetzt wird. „Wohin das führt, haben andere Länder bereits deutlich vorgemacht und gehen bereits wieder den umgekehrten Weg“, weiß Knapp. Doch wie kann es soweit kommen? Hohes Fachwissen und Expertise in einer Disziplin waren über viele Jahre hinweg das Zuschlagskriterium für einen Primararzt-Job. Führungsqualität und Management waren vernachlässigbar, doch nicht jeder gute Arzt ist auch eine gute Führungskraft! Die Lösung scheint vordergründig auf der Hand zu liegen: Gute Ärzte bleiben gute Ärzte, und die ökonomisch-soziale Entscheidungsbefugnis wird kurzerhand einem „Medical Manager“ – seines Zeichens am besten Hardcore-Ökonom – übergeben. Nach dem Motto „Schuster bleib bei denen Leisten“ erfolgt eine Arbeitsteilung, die für die Patientenversorgung aber nicht unbedingt von Vorteil ist, denn: Entschieden wird dann für Behandlungen, Produkte oder Medikamente, die ökonomisch vernünftig sind, das muss längst nicht auch medizinisch die erste Wahl sein. „Optimale medizinische Prozesse sind für das Gelingen der Patientenversorgung genauso wichtig wie die Diagnose und Therapie selbst und das kann ein Manager nun mal nicht“, ist Knapp überzeugt. Das Management von OP-Kapazitäten, Wartezeiten, Liegezeiten oder anderen „ökonomisch messbaren“ Größen ist daher ein wichtiger Teil einer medizinisch „getriggerten“ Aufgabe, die derzeit die Primarärzte als Abteilungsleiter übernehmen. Gehen Diagnose, Therapie und die organisatorisch-strategische Verantwortung in einem Krankenhaus nicht Hand in Hand, werden Ressourcen vergeudet und die medizinische Versorgung wird verschlechtert und verteuert.

Primararzt 2025 – wohin geht die Reise?

Wenig optimistisch zeigt sich der Ärztekammer-Vertreter, dass in den nächsten Jahren dafür eine passende Lösung gefunden wird und zeigt noch weitere Schwachstellen im System auf: „Primarärzte haben im Vergleich zu Managern in der Privatwirtschaft, die in ähnlichen Positionen agieren, keine Personalhoheit und die Erfolgsorientierung wird sukzessive beschnitten.“ Der Experte sieht aber zumindest hier eine Chance, vor allem durch den Ärztemangel ausgelöst: „Nur wenn Mitarbeiter eine sinnstiftende Tätigkeit spüren, werden die Abteilungen die Krisenzeiten überleben. Dazu braucht es eine passende Unternehmenskultur und Vorbilder, beides können medizinische Führungskräfte wie Primarärzte liefern.“

Auch das Projekt der Ärztekammer unter dem Titel „Spitalsarzt 2025“ hat den Wunsch nach einem „Ärztlichen Generaldirektor“ postuliert. Konstrukte wie die kollegiale Führung, die dazu verurteilt ist, immer gegensätzliche Interessen zu vertreten, aber doch miteinander auszukommen, sind schlussendlich zum Scheitern verurteilt. „Ich bin überzeugt, dass eine ärztliche Führungspersönlichkeit in einem Krankenhaus objektiv besser leiten kann und in die Gewinnzone führt. Ein Arzt trifft täglich Hunderte Entscheidungen über Diagnose und Therapie, er ist es gewohnt, rasch und zielorientiert zu handeln, daher ist die Implementierung eines Medical Leaderships nicht nur für die Einzelperson und das Spital eine zukunftsorientierte Lösung, sondern auch für die Volkswirtschaft“, meint Knapp

 
       
 
Primararzt im Dialog: Die Opt-Out-
Vereinbarung.
 
         
  Akad.gepr.Vers.Math. Gerhard Ulmer   von Akad.gepr.Vers.Math. Gerhard Ulmer
 
Die Haftpflichtversicherung im Licht der Opt-Out-Vereinbarung gem.§ 11b KA-AZG.
 
Vielen Ärzten/Ärztinnen stellt sich die Frage, ob der Versicherungsschutz ihrer Ärzte- Haftpflichtversicherung durch das KA-AZG Neu gefährdet ist bzw. inwieweit eine Opt-Out-Vereinbarung gem.§ 11b zur Leistungsfreiheit des Versicherers im Schadenfall führen kann. (...)
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Die mit 01.01.2015 in Kraft getretene Novelle zum österreichweit gültigen Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz (KA-AZG) enthält zwei wesentliche Änderungen. Seit 01.01.2015 muss die anfallende tägliche Ruhezeit sofort und in vollem Umfang verbraucht werden. Die wöchentliche Arbeitszeit darf nicht mehr als 48 Stunden betragen. Sollen in Krankenanstalten tätige Ärzte/Ärztinnen künftig im Durchschnitt mehr als 48 Wochenstunden arbeiten, ist das seit 01.01.2015 nur mehr nach schriftlicher Zustimmung des Arztes/der Ärztin - mittels der sogenannten Opt-Out-Erklärung - möglich.

Aktuell häufen sich Anfragen, ob Schadenersatzansprüche von Patienten auf Grund von Behandlungen, die außerhalb der gesetzlich geregelten Dienstzeiten durchgeführt wurden, von der Ärztehaftpflichtversicherung gedeckt sind.

Verstöße gegen die gesetzlichen Regelungen können z.B. folgende Ursachen haben:

  • Ein Arzt überschreitet bewusst die Ruhezeiten oder wird von seinem Vorgesetzten dazu angehalten, und hält sich somit nicht an das Arbeitszeitgesetz und die Betriebsvereinbarung. (Es handelt sich nicht um einen Notfall)
  • Die Opt-Out Regelung wurde vom Arzt nicht unterzeichnet, die maximalen Stunden im Durchrechnungszeitraum werden überschritten.
  • Ein Arzt muss am Ende seines 24 Stunden Dienstes den Dienst eines erkrankten Kollegen übernehmen.
  • Die maximale Anzahl an Diensten innerhalb des Durchrechnungszeitraums wird überschritten.

Alle Beispiele stellen einen Verstoß gegen die geltenden gesetzlichen Regelungen dar. Das kann in bestimmten Fällen zur Leistungsfreiheit des Haftpflichtversicherers führen (Deckungsablehnung), was in den EHVB (Ergänzende Haftpflicht Versicherungsbedingungen) geregelt ist:

Der Versicherer ist von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn der Versicherungsfall grob fahrlässig herbeigeführt wurde und bewusst - insbesondere im Hinblick auf die Wahl einer kosten- oder zeitsparenden Arbeitsweise - den für den Versicherten, Betrieb oder Beruf geltenden Gesetzen, Verordnungen oder behördlichen Vorschriften zuwidergehandelt wurde. Eine Deckungsablehnung im Sinne der EHVB Pkt. 3 kann jedoch nur gegen den Versicherungsnehmer, seinen gesetzlichen Vertreter und gegen die leitenden Angestellten erfolgen.

Eine Krankenanstalt als Versicherungsnehmer ist im Sinne des Organisationsverschuldens haftbar, im Sinne der EHVB kann es zur Deckungsablehnung durch den Versicherer kommen. Die Krankenanstalt könnte sich in einem derartigen Fall beim Arzt, der den Verstoß begangen hat, regressieren. Soweit die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die im Ärzteservice Rahmenvertrag für die Berufshaftpflichtversicherung für angestellte Ärzte versicherten Ärzte sind für ihre Tätigkeit in öffentlichen Krankenanstalten als Angestellte Ärzte versichert.

Umgelegt auf die Organisationsstruktur eines Spitals bedeutet die Formulierung des EHVB Pkt. 3 wie folgt: selbst Primarärzte bzw. eine medizinische Abteilung leitende Ärzte fallen eindeutig nicht unter den Begriff leitender Angestellter im Sinne der EHVB; dem zufolge selbstverständlich auch nicht das organisatorisch darunter eingegliederte ärztliche Personal. Leitende Angestellte wären z.B. der kaufmännische bzw. der medizinische Leiter des gesamten Spitals. Daher kann für den Ärzteservice Rahmenvertrag keine Deckungsablehnung bezogen auf EHVB Pkt. 3 betreffend Opting-Out Regelungen bzw. andere Verstöße gegen Arbeitszeitgesetze etc. eintreten.

Ärzteservice hat diese Regelung mit der Zürich Versicherung AG getroffen um eine mögliche Deckungslücke für ÄrztInnen, die im Ärzteservice Haftpflicht - Rahmenvertrag für angestellte Ärzte versichert sind, auszuschließen. Wie andere Versicherer konkret mit dieser Thematik umgehen ist direkt beim jeweiligen Versicherungsunternehmen zu erfragen.

Zur Person:

Akad.gepr.Vers.Math. Gerhard Ulmer hat in Wien Versicherungsmathematik studiert. Wesentliche Karrierestationen waren die Winterthur Versicherung (Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung, Vorstand der Winterthur Pensionskasse) und die AXA Versicherung AG (Vorstand der AXA Versicherung AG und Gesamtverantwortung für das Ressort Leben in CEE). Seit 2008 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Ärzteservice Dienstleistung GmbH und hat sich auf versicherungstechnische Risikoanalyse von Ärzten spezialisiert. 2010 war er Mitglied im parlamentarischen Begutachtungsausschuss für die 14. Novelle des Ärztegesetzes.

ärzteservice

 
       
 
Vermischtes
 
     
  Einladung zur Diagnosia AMTS-Tagung 2015
 
Die elektronische Anordnung und Vidierung von Arzneimitteln wird in wenigen Jahren Standard sein und Arbeitsabläufe im Spital grundlegend verändern. (...)
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Diagnosia, das führende österreichische Unternehmen im Bereich Arzneimittelsicherheit, lädt Sie daher herzlich zu der ersten Veranstaltung ein, die sich ausschließlich diesem Thema und im Speziellen der Frage, wie durch Software Fehler vermieden werden können, widmet. Dabei werden u.a. Best-Practice-Beispiele aus Schweden und Finnland demonstriert und der Einsatz einer solchen Software in einem österreichischen Spital näher beleuchtet.

Die Diagnosia AMTS-Tagung findet am 16. Juni 2015 in Wien statt. Diese 1-tägige Veranstaltung ist sowohl für Mediziner als auch IT-Spezialisten und Pharmazeuten konzipiert.

Für einen interessanten und angenehmen Tag wird gesorgt sein.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter https://tagung.diagnosia.com.

 
     
  Markus Müller zum neuen Rektor der MedUni Wien gewählt
 
Der neue Rektor der Medizinischen Universität Wien heißt ab 1. Oktober 2015 Markus Müller. Der amtierende Vizerektor für Forschung und Leiter der (...)
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Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie der MedUni Wien wurde in der Sitzung des Universitätsrats der Medizinischen Universität Wien am Dienstagabend vom fünfköpfigen Gremium einstimmig aus dem Dreiervorschlag des Senats gewählt. Der Internist Markus Müller folgt damit Wolfgang Schütz, der sich nicht mehr für die Position des Rektors beworben hat.

Der VLKÖ gratuliert Markus Müller und wünscht alles Gute!

 
     
  Eine neue Antibiotika-App erleichtert das Finden von Antibiotika
 
Eine Innovation, die für Ärztinnen, ApothekerInnen und weitere Gesundheitsberufe aber auch für PatientInnen Vorteile bringt, feiert (...)
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ihr einjähriges Jubiläum. Die App „Antibiotika und Antiinfektiva“ kann bei der Dosierung und Verabreichung sowie beim Nachschlagen assistieren.

Die App bietet eine umfangreiche, aktuelle Datenbank und ist ein schneller Ratgeber in der Ausbildung oder in der täglichen Praxis. Die App wurde von Univ. Prof. Dr. Florian Thalhammer entwickelt und wird von ihm administriert. Dr. Thalhammer ist an der Universitätsklinik für Innere Medizin I, Klinische Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin, Medizinische Universität Wien, tätig. Er ist Additivfacharzt für Infektionen und Tropenmedizin und stellvertretenden Abteilungsleiter. Seine Forschungsschwerpunkte sind Antiinfektiva und Pharmakokinetik und –dynamik von Antibiotika.

Weitere Informationen unter www.antibiotika-app.eu. Die App kann über den Appstore von Apple zum Preis von Euro 27,99 auf alle Geräte mit iOS-Betriebsystemen heruntergeladen werden.

 
   
 
Medizin im Dialog: Mehr Luft – mit
Asthma und COPD besser leben
 
     
 

Medizin im Dialog: Mehr Luft – mit Asthma und COPD besser leben

Medizin im Dialog – Die neue Veranstaltungsplattform zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen und zu medizinischen Erkrankungen mit hoher Hospitalisierungsrate!
Der VLKÖ engagiert sich mit dem Format Medizin im Dialog für die Behandlung von Krankheiten, die bei schweren Fällen für PatientInnen mit einem Krankenhausaufenthalt verbunden sind. (...)
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Ziel der Veranstaltung ist es die Abläufe der Versorgung und die Koordination zwischen intra- und extramuralem Bereich zu verbessern. Die Veranstaltungsreihe bringt ÄrztInnen, Presse, PatientInnen und Laien miteinander ins Gespräch. Vor einem Publikum, welches aus JournalistInnen und anderweitig Interessierten besteht, werden aktuelle medizinische und gesundheitspolitische Fragen von erfahrenen ExpertInnen diskutiert. Aktuell und mit großer Expertise werden so brennende Fragen an das österreichische Gesundheitssystem gestellt. Damit sollen Impulse für aktuelle Gesundheitsfragen gesetzt werden und schlussendlich die betroffenen PatientInnen besser unterstützt werden.

Medizin im Dialog: Mehr Luft – Mit Asthma und COPD besser leben

Die Weltgesundheitsorganisation nimmt an, dass weltweit rund 300 Millionen Menschen von Asthma betroffen sind und COPD mit 600 Millionen doppelt soviel Menschen betrifft; Tendenz in beiden Fällen: steigend. Damit geht auch die Hospitalisierungsrate und die dadurch entstehenden Kosten für PatientInnen, Krankenhäuser und das Sozialsystem in die Höhe. Am 28. April 2015 diskutierten Prim. Univ.Prof. Dr. Michael Studnicka, Präsident der ÖGP, Prim.Univ.Prof. Dr. Otto Traindl, Präsident des VLKÖ, Mag. Dr. Peter Nowak von Gesundheit Österreich, Univ.Prof. Dr. Bernhard Schwarz vom Zentrum für Public Health der Universität Wien und Präsident der Karl Landsteiner Gesellschaft, sowie Medizinalrätin Dr.in Elisabeth Zehetner, Fachärztin für Lungen- und Bronchialheilkunde unter der Moderation von Eva Stanzl von der Wiener Zeitung über gesundheitspolitische Implikationen beider Krankheitsbilder.

COPD, der Herzinfarkt der Lunge
Vor allem Komorbiditäten von COPD, wie erhöhter Blutdruck und Blutzucker, sowie eine Verkalkung der Gefäße machen COPD und zu einer Krankheit mit einer hohen Mortalitätsrate. Auch das sogenannte Überlappungssyndrom von COPD und Asthma belastet die Lunge enorm. Der erste Schritt zur Behandlung: Rauchen aufhören! „Bei COPD liegen 80% der Verantwortung für eine Verbesserung der Lungenfunktion bei den PatientInnen“, so Dr.in Elisabeth Zehetner, Fachärztin für Lungen- und Bronchialheilkunde, „die restlichen 20% können medikamentös behandelt werden. Es ist unabdingbar die PatientInnen über die Notwendigkeit eines Lebenswandels aufzuklären!“ „Wir können viel erreichen mit sinnvoller und guter Ernährung, Bewegungstherapie und Medikamenten“, erklärt auch Prim. Univ.Prof. Dr. Michael Studnicka, Präsident der ÖGP, „Die Schwierigkeit ist, dass in Österreich ambulante Rehabilitation nicht von den Kassen gezahlt wird. Wir kämpfen seit Jahren dafür, diese Maßnahmen auch wirklich umsetzen zu können“. Verbesserungen im Entlassungsmanagement und der strukturellen Bedingungen einer Rehabilitation sind notwendig, um die Therapie von COPD nachhaltig zu verbessern und zu verhindern, dass PatientInnen nur wenige Wochen nach Entlassung wieder im Spital landen.

Hohe Hospitalisierungsrate vermeiden
„Österreich liegt mit seinen Hospitalisierungsraten, vor allem bei COPD, ganz weit vorne im europäischen Vergleich und wurde sogar schon von der EU gerügt“, so Mag. Dr. Nowak, Leiter der Abteilung Gesundheit und Gesellschaft bei Gesundheit Österreich, „die Wiederaufnahmequote ist sogar erschreckend hoch: Innerhalb von 90 Tagen kommen 40% der entlassenen PatientInnen wieder ins Krankenhaus. Die große Frage ist also: Was können wir tun, um diese Raten zu senken und auch Re-Hospitalisierung zu vermeiden?“ Univ.Prof. Dr. Bernhard Schwarz vom Zentrum für Public Health der Universität Wien und Präsident der Karl Landsteiner Gesellschaft erklärt: „Es ist einfach, die Verantwortung, einzelnen Gruppen, wie den ÄrztInnen, oder der Politik zuzuschieben. Sicherlich kann die ÄrztInnenschaft offensiver in die Prävention hineingehen, aber auch die PatientInnen selbst sind gefordert und die Politik, welche zum Beispiel den Nicht-RaucherInnenschutz vorantreiben könnte. Ich sehe das Problem der hohen Rate von COPD vor allem als eine Schwachstelle in der Gesundheitskommunikation“. „Es ist klar, dass es für die Mehrheit der Bevölkerung und die Masse der Erkrankten Rauchen und andere Lebenstilfaktoren sind, die COPD hervorrufen“, bestärkt auch Zehetner, „das muss von den ÄrztInnen und der Politik gleichermaßen kommuniziert werden!“

Aufklärung und Früherkennung als Prävention
„Es ist komisch, dass Krankheiten wie Diabetes, oder Blutzucker so hohe Awareness in der Bevölkerung haben, COPD hingegen so gut wie gar keine“, so Prim.Univ.Prof. Dr. Otto Traindl, Präsident des VLKÖ. „Dabei ist ein Lungenfunktionstest als Mittel der Früherkennung so einfach“, erweitert Stunicka „Früher erkannt, wäre COPD wesentlich leichter therapierbar“. Das ist vor allem für leitende KrankenhausärztInnen ein Problem, da die meisten COPD-PatientInnen als akute Notfälle ins Krankenhaus gebracht werden und eine Therapie in diesem Stadium wesentlich schwieriger ist. Prävention und Früherkennung werden so zu den dringlichsten Lösungsansätzen für SpitalsärztInnen. „Der VLKÖ will Sorge dafür tragen, dass diese über viele Jahre chronisch verlaufenden Erkrankungen, rechtzeitig erkannt werden, rechtzeitig und richtig therapiert werden“, betont Traindl, „denn natürlich hat die hohe Hospitalisierungsrate bei COPD-Erkrankungen Folgen für das Krankenhaus, aber es sind immerhin PatientInnenschicksale und deren Lebensqualität von denen wir hier reden. Die gilt es zu verbessern. Das ist unser primäres Ziel“. Aufklärung und gezielte PatientInnenbildung werden so zu den Instrumenten des VLKÖs bei der Bekämpfung von COPD. „Dabei geht es auch darum den PatientInnen, welche schon COPD haben, zu zeigen, welche Maßnahmen sie neben einer Therapie ergreifen können“, sagt Traindl. Als Informationsplattform bietet die Homepage http://mehr-luft.at laufend Ideen zum Leben mit COPD und Früherkennungsmerkmalen. „Wenn wir es schaffen, regelmäßige Lungenfunktionstests als Vorsorge zu etablieren, wäre ein riesiger Schritt bei der Verbesserung der Therapie von COPD getan“, resümiert Traindl, „dabei gilt es für uns KrankenhausärztInnen und den Verband, die Kooperation mit den niedergelassenen KollegInnen zu verstärken und das Bewusstsein über die Dringlichkeit der Verringerung von COPD zu schaffen“.

Für den vollständigen Bericht zur Veranstaltung besuchen Sie www.billrothhaus.at/index.php?option=com_billrothtv&void=3554.

 
   
 
TERMINE
 
 

11.–13. Juni 2015
Drug-Induced Pulmonary Hypertension: 50 Years after the Aminorex tragedy
Billrothhaus, Frankgasse 8, 1090 Wien

Weitere Infos


12. Juni 2015
9. Europäischer Medizin-Rechts-Tag: „Europäische Integration im Gesundheitswesen“

Bundesministerium für Gesundheit, Radetzkystraße 2, 1030 Wien

Programm


20. Juni 2015
Die Zukunft des Krankenhauses: primarärztegehälter – Workshoptag des VLKÖ

Rehaklinik Wien Baumgarten, Rezienpfenninggasse 1, 1140 Wien

Weitere Infos


23. Juni 2015
Die Kunst gesund zu leben: über die Bedeutung des Lebenstils in der Medizin

Billrothhaus, Frankgasse 8, 1090 Wien
19:00 Uhr
Eine Kooperation der Gesellschaft der Ärzte in Wien und der Österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention

Weitere Infos


24. Juni 2015
Lebenserwartung nimmt zu und kein Ende in Sicht: von der Alterspyramide zur „Altersurne“

Billrothhaus, Frankgasse 8, 1090 Wien

Weitere Infos


24.–26. September 2015
Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin

Museum Arbeitswelt Steyr, Wehrgrabengasse 7, 4400 Steyr

Weitere Infos


3. Oktober 2015
Jahrestagung des Verbands für medizinischen Strahlenschutz in Österreich: Der entmächtigte Arzt – Die Quadratur des medizinischen Strahlenschutzes

Kongresshaus Salzburg, Auerspergstrasse 6, 5020 Salzburg

Weitere Infos


19.–20. November 2015
20. Österreichische Konferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen

Billrothhaus, Frankgasse 8, 1090 Wien

Weitere Infos

 
 
Der Manz-Verlag präsentiert Rabatte für
VLKÖ-Mitglieder
 
     
  Seit Jahren nimmt europaweit die Häufigkeit psychiatrischer Erkrankungen zu
Auch in Österreich stiegen seit Mitte der 1990er-Jahre stetig die diesbezüglichen Anträge und Zuerkennungen auf vorzeitige Pensionierung. Bereits 2002 hat die PVA mit dem Ausbau psychiatrischer Rehabilitation begonnen und diese seither sukzessive ausgebaut. (...)
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Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen erste Erfolge. Die Neuzuerkennungen von vorzeitigen Pensionen haben abgenommen und der Erhalt im Berufsleben konnte bei Berufstätigen mit psychischen Krankheiten deutlich gesteigert werden.

Der ehemalige PVA-Chefarzt Rudolf Müller bietet in der DAG 3/2015 eine Übersicht über das Angebot und die positiven Auswirkungen auf den Gesundheitszustand und die Berufsfähigkeit der Rehabilitanden.

Das Thema „Medizinische Rehabilitation“ (Heft 2/2015) wird mit folgenden Beiträgen fortgesetzt:

  • Chronische Schmerzen und psychische Traumafolgen in Begutachtung und Rehabilitation (Wolfgang Soukop)
  • Möglichkeiten und Grenzen der Rehabilitation bei (Unfall-)Traumafolgen (Dieter Eschberger)

Außerdem gibt es ab Heft 3/2015 (erscheint Ende Mai 2015) eine neue Rubrik in der DAG:

Was viele ärztliche Gutachter trennt, ist die gemeinsame Sprache, ließe sich in Abwandlung eines Wortes von Karl Kraus sagen, denn bisher existierte keine festgeschriebene Terminologie für die Erstellung ärztlicher Gutachten.

Dem wirkt ab sofort die neue Rubrik „definiert“ der Zeitschrift für das ärztliche Gutachten (DAG) entgegen. Sie enthält sechsmal jährlich Begriffe, die im chefärztlichen Bereich der PVA als Grundlage für eine einheitliche Verwendung berufskundlicher Begriffe in ärztlichen Gutachten im Pensionsfeststellungsverfahren erstellt wurden.

Begriffe in Heft 3/2015:

  • Tätigkeitsbezogenes Anforderungsprofil
  • Personenbezogenes Fähigkeitsprofil
  • Häufigkeitsangaben/Dauer einer Tätigkeit
  • Schweregrade – geringgradig, mittelgradig, hochgradig

Außerdem in Heft 3/2015:

  • Die Aussagekraft der Mini-Mental State Examiniation (Karin Hagenauer)
  • Das Gutachten zur orthopädischen Leistungsbeurteilung im Pensionsverfahren – worauf kommt es an? (Andreas Stippler)
  • Faktenübersicht psychiatrische Rehabilitation in der PVA
  • Chronische Schmerzen und psychische Traumafolgen in Begutachtung und Rehabilitation

Alles zum neuen Heft unter http://dag.manz.at, Österreichische Zeitschrift für das ärztliche Gutachten (DAG) VLKÖ-PREIS:

Abonnement 2015 (insgesamt 6 Hefte) EUR 118,– statt EUR 148,– (inkl. Versand im Inland und iPad-App)!

Bestellen Sie hier die DAG zum VLKÖ Sonderpreis von EUR 118,–

Einstiegsabonnement 2015: 2 Hefte EUR 10,– inkl. Versand (in Österreich).

 
   
 
4 Fragen an Univ.Prof.in Dr.in Maria
Deutinger & Univ.Prof.Dr.Alexander
Rosenkranz
 
     
  Aus welchen Gründen sind Sie dem VLKÖ beigetreten?
Deutinger: Als leitende Krankenhausärztin trägt man große Verantwortung. Nicht nur für das Krankenhaus als medizinische Einrichtung für PatientInnen, sondern auch für das Krankenhaus als Arbeitsplatz. Für die Übernahme einer solchen Position kann jede Erfahrung und jedes Wissen von großem Nutzen sein; der VLKÖ schafft Austausch zwischen Personen, (...)
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welche ähnliche Erfahrungen machen und sehr von dem Wissen anderer PrimarärztInnen profitieren können. Als ich Primaria wurde waren Frauen in diesen Positionen marginalisiert; so gesehen war mir jeder Kontakt Kolleginnen Gold wert. Inzwischen wird die Medizin immer weiblicher; das sollte auch für die leitenden Positionen gelten!

Rosenkranz: Meine Intension lag vor allem im Erfahrungsaustausch unter Führungskräften, um in den Zeiten zunehmender Restriktionen und Übernahme von Führungsaufgaben durch die Verwaltung eine entsprechende Unterstützung auf Basis der rechtlichen Situation und der Erfahrungen Gleichgesinnter zu erhalten.

Wo möchten Sie, dass sich der VLKÖ aktiv einbringt?

Rosenkranz: Im Rahmen des KA-AZG NEU kommen hier auf die Leiter der Medizinischen Abteilungen besondere Ansprüche (sowohl personell, als auch organisatorisch) zu. Mit der Zunahme des Ärztemangels wird immer mehr die Problematik der Verantwortung der Besetzung von Diensten schlagend. Sind Primarii verpflichtet Dienste zu machen, müsste für Primarii nicht auch das Arbeitszeitgesetz gelten, sodass sie nicht ununterbrochen Dienst machen können? Wer übernimmt allerdings dann die Organisationsaufgaben?!

Deutinger: Mir hat besonders die Schulung junger Ärztinnen und Ärzten Spaß gemacht. Dem VLKÖ schreibe ich hier eine große Rolle zu, nicht nur weil der Nachwuchsmangel ein aktuelles gesundheitspolitisches Thema ist, sondern auch, weil bei der Ausbildung junger Menschen viel erreichbar ist. Wandel und Fortschritt können nicht ohne frische Gesichter stattfinden. Auch wenn wir immer mehr Frauen in der Medizin begrüßen dürfen, würde es mich sehr freuen auch in den leitenden Positionen in Krankenhäusern mehr Frauen zu sehen. Ich hoffe, dass der VLKÖ sich dafür stark macht.

Auf welche Weise kann der VLKÖ gesundheitspolitische Entscheidungen beeinflussen?

Rosenkranz: Durch entsprechend Einschaltung in gesundheitspolitischen Kreisen, Information sowohl der eigenen Klientel, als auch der politischen Entscheidungsträger.

Wie läuft die Verbandsarbeit ab?

Deutinger: Viel, was innerhalb des VLKÖ passiert, beruht tatsächlich auf persönlichem Austausch - sei es auf der Jahrestagung, oder bei Veranstaltungen, welche vom VLKÖ organisiert werden. Hier finden Treffen statt, welche ich als sehr wertvoll erlebt habe. Besonders schätze ich auch heute noch, die freundschaftliche Atmosphäre, welche ein jedes Treffen begleitet hat.

Rosenkranz: Das frage ich mich auch? Spaß beiseite… Bisher ist die Verbandsarbeit immer nur durch die Aktivität von einer Person (dzt. Prim.Univ.Doz. Dr. Traindl) vorangetrieben worden. Teamarbeit wäre notwendig, dies wird versucht durch regelmäßige Sitzungen in Gang zu bringen.

Was sind Ihrer Meinung nach künftig die wesentlichen Ziel die der VLKÖ verfolgen soll?

Deutinger: Ganz konkret gesprochen? Im Gesundheitswesen in Österreich hat sich viel verändert. Aus medizinischer Sicht sind große Fortschritte gemacht worden, doch vor allem im arbeitspolitischen Bereich sehe ich kritische Tendenzen. Im Krankenhaus arbeiten ist ein von Stress begleiteter Job; Konkurrenz und Druck greifen vor allem unter jungen KollegInnen, welche am Anfang ihrer Karriere stehen. Deswegen möchte ich, dass die Ausbildungsbedingungen - angefangen bei Studium und Turnus - als ernstes Thema wahrgenommen werden. So wie ich das sehe, herrscht dafür im VLKÖ großes Bewusstsein und da müssen wir dran bleiben. Auch sehe ich, dass lange Wartezeiten im Krankenhaus für PatientInnen ein Problem darstellen können, dass es zu lösen gilt. Hier sehe ich die Verantwortung klar bei den KrankenhausleiterInnen und in nächster Konsequenz beim VLKÖ.

Rosenkranz: Das ist für mich ganz klar: 1. KA-AZG NEU, 2. Gehaltsstrukturen österreichweit (klare Vorgaben) 3. Verantwortlichkeit gegenüber Arbeitsinspektorat.

 
   
 
The AEMH, FEMS & EJD General
Assembly in Vienna – The Vienna
Statement
 
         
  Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck   Text bereit gestellt von Prim.Univ.Prof.Dr. Reinhart Waneck
 
PART 1 – ON EUROPEAN WORKING TIME DIRECTIVE
 
The European Working Time Directive is an essential piece of health and safety legislation for employees in the European Union and, is therefore of considerable importance to doctors. (...)
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Recently the European Commission launched a public consultation, and commissioned two studies, on the implementation and review of the European Working Time Directive. The results of this work have not been published, and the European Commission has not yet submitted a legislative proposal to the European Parliament and the Council.

The European Junior Doctors’ Permanent Working Group (EJD), the European Federation of Salaried Doctors (FEMS) and the European Association of Senior Hospital Physicians (AEMH) call upon the European Commission not to compromise the health and safety provisions of the European Working Time Directive for financial considerations. In this context it is particularly important that the findings of the European Court of Justice (C-303/98 SIMAP of 3 October 2000 and C-151/02 Dr. Norbert Jaeger of 9 September 2003) are respected. The substantive effects of these rulings should remain unaltered in EU law, in other words:

  • The entire period of on-call time (at the work place) is working time.
  • Compensatory rest must be taken immediately after a prolonged working period.

Furthermore EJD, FEMS and AEMH are against an extension of the reference period for establishing weekly working time limits.

Once more EJD, FEMS and AEMH want to remind the European Commission that excessively long working hours not only carry health risks for hospital doctors, but also represent a considerable risk for their patients.

PART 2 – ON CLINICAL LEADERSHIP

Reductions in employee numbers are frequently seen as a quick solution to address budgetary constraints or to alleviate financial pressures, however the negative impacts of such staff cuts can often prove costly. The heightened physician fatigue and stress arising from insufficient staffing levels can lower motivation and productivity, as well as significantly increase the risk of medical error. The costs of failing to adequately meet the needs of patients can, therefore, erode any potential savings made as a direct result of lowering headcount.

EJD, FEMS and AEMH point out that the involvement of physicians in hospital management is vital. Evidence shows that clinical leadership improves clinical results, patients’ satisfaction and financial outcomes. Thus, clinical leadership ensures that the treatment of patients is not influenced by economic criteria since the medical needs are the primary focus of attention.

EJD, FEMS and AEMH strongly believe that each European country should be in a position to meet its internal need for physicians from its own human resources. Therefore, sufficient funding must be allocated for undergraduate and postgraduate medical training to ensure that every country may train as many physicians as they require. After all, availability of sufficient medical staff all over Europe will also contribute to the successful implementation of the EWTD.


 
       
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