VLKÖ - Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs

 

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VLKÖ
VERBAND DER LEITENDEN KRANKENHAUSÄRZTE ÖSTERREICHS
 
NEWSLETTER 2/2014
 
 
 
Vorwort des Präsidenten
 
         
  Prim.Univ.Doz.Dr. Otto Traindl   Liebe KollegInnen und Kollegen,
 
ich freue mich Ihnen den zweiten Newsletter des VLKÖ des Jahres 2014 präsentieren zu können.
 
Wieder einmal geht es uns darum, verschiedene Themen, die Österreichs Primar-Ärztinnen und -Ärzte beschäftigen zu behandeln. So wird sich diese Ausgabe unter anderem um das Thema Medizin und Recht drehen. In Kooperation mit dem Manz-Verlag wird unter diesem Motto die Österreichische Zeitschrift für das ärztliche Gutachten vorgestellt. (...)
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Auch dieses Mal wird der Newsletter Stimmen aus österreichischen Ärztekammern eine Plattform bieten. Aus diesem Grund freue ich mich sehr in dieser Ausgabe Beiträge der Ärztekammern aus Vorarlberg und Kärnten präsentieren zu können.

Des Weiteren bleibt der ÄrztInnenmangel, der Österreichs medizinische Landschaft prägt, ein präsentes Thema. Mit Anfang des Jahres zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Studierendenzahlen medizinischer Fächer und die Anzahl der in Ausbildung befindlichen JungärztInnen beträchtlich sinken.

Ich möchte Sie außerdem sehr herzlich zu einem weiteren Workshop-Tag einladen. Dieser wird am 25. Oktober stattfinden und sich den Themen „Der Österreichische Gesundheitsplan“ und „die Rolle des Primararztes“ widmen. Die Tagung findet in der Rehaklinik Wien Baumgarten, Betriebs-GmbH Reizenpfenninggasse 1; 1140 Wien statt.

Ziel dieses Tages ist es, Wünsche, Anregungen und Vorschläge leitender Ärztinnen und Ärzte zusammenzutragen und diese im Rahmen von Impulsreferaten und Workshops in zwei Arbeitsgruppen zu diskutieren.

40 PrimarärztInnen nahmen schon im Juni am ersten Workshop-Tag teil und arbeiteten zu den Themen ÄrztInnenmangel und ÄrztInneneausbildung.

Die Ergebnisse der beiden Workshop-Tage werden von uns angemessen vor der Öffentlichkeit repräsentiert.

Nach dem Erfolg des letzten Workshop-Tages erlaube ich mir, Sie zum zweiten Teil als TeilnehmerInnen einladen zu dürfen und freue mich auf einer produktive und fruchtbare Zusammenarbeit. Bitte entnehmen Sie hier das Programm, welches Sie auch auf der Webseite des Verbandes unter www.leitendekrankenhausaerzte.at/veranstaltungen.htm finden können.

Wir würden uns freuen möglichst viele TeilnehmerInnen begrüßen zu dürfen und bitten Sie sich anzumelden. Gerne nehmen wir Ihre Anregungen zum neuen Newsletter entgegen vlkoe.newsletter@fischill.at

Univ.-Doz. Dr. Otto Traindl

 

 
       
 
Zukunft des Krankenhauses
 
 

Vorwort zu den Workshops

Das laufende Jahr 2014 dreht sich um die folgenden großen Themenblöcke

  • Ausbildungssituation
  • Spitalsreform
  • Ärztemangel
  • Neue Ärztearbeitszeiten
die wir gerne mitgestalten wollen.

Daher haben wird uns für 2014 als Schwerpunktthema „Die Zukunft des Krankenhauses“ gesetzt. (...)
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Unter reger Teilnahme fanden die ersten beiden Workshops am 17. Juni 2014 – in der Rehaklinik Wien Baumgarten, statt, mit dem Ziel, Impulse für die Reform des österreichischen Gesundheitssystems aus der primarärztlichen Sicht zu setzen.

Die Zusammenfassung der Workshops:

Präs. Dr. Peter Niedermoser – Ärzteausbildung in der Zukunft
Univ. Prof. Dr. Gerhard Zlabinger – Studentenausbildung an den Unikliniken
Prim. Priv. Doz. Dr. Felix Stonek – Ärzteausbildung in einem Krankenhaus
Prim. Univ. Prof. Dr. Christian Lampl – Ärztearbeitszeit
Univ. Prof. Dr. Michael Hiesmayer – Ärztemangel
Prim. Univ.-Doz. Dr. Otto Traindl – Ärztemangel

Die ganze Veranstaltung – bei der es auch DFP – Punkte zu erwerben gab – wurde mit dem Einverständnis der Teilnehmer gefilmt. Der Film ist auf unserer Website abrufbar.

Damit wir uns weiter zu den wichtigen Themen zu Wort melden und an entscheidenden Stellen einbrigen können gibt es am 25. Oktober 2015 erneut zwei Workshops, mit folgenden Themen:

Prim. Univ.-Doz. Dr. Otto Traindl
Prof. Dr. Peter Hoffmann – „Die Rolle des Primararztes/der Primarärztin“
Univ.- Prof. Dr. Helmut Ofner
Dr. Thomas Holzgruber – Gesundheitsplan „Was bedeutet die Gesundheitsreform für die Krankenhäuser“

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung und auch über Ihr konstruktives Feedback.

Jede Form der aktiven Mitarbeit von Ihnen, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ist uns willkommen, um mit allen Herausforderungen unseres Gesundheitssystems mit unseren Positionen vertreten zu sein.

Daher nutzen wir gemeinsam die Gelegenheit, uns als leitende Krankenhausärzte gemeinsam einzubringen.

 

 
Workshop-Zusammenfassung
vom 14. Juni 2014
 
Workshop A zum Thema Ärzteausbildung

AUSGANGSSITUATION

Ärzte im Westen erhalten höhere Gehälter. Der Faktor „Gehalt“ trägt wesentlich zur wahrgenommenen Arbeitsplatzattraktivität bei, ist aber schwer beeinflussbar. In Zukunft muss man sich also darauf einstellen, mit weniger Ärzten zu arbeiten. Möglich wird das nur über längere Tagesarbeitszeiten; die Löhne sollten sich auch nicht aus den Nachtdiensten finanzieren – momentan können die Ärzte auf die Verdienste durch die Nachtdienste nicht verzichten. (...)
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Obwohl das Gehalt ein wesentlicher Faktor für die Arbeitsplatzattraktivität ist, ist er nicht der wichtigste. „Freizeit“ wird ebenfalls als großer Wert angesehen, vor allem in der jüngeren Kollegenschaft spielt auch die Lebensqualität eine große Rolle.

Lösungsansätze

Ausbildung

Derzeit findet die Ärzteausbildung von 8:00 bis 13:00 Uhr statt, das sollte geändert auf 8:00 bis 20:00 Uhr oder 22:00 Uhr werden.

Wer bezahlt Ausbildungskurse?

Auf der Seite der universitären Ausbildung sollte die Anzahl der Neuzulassungen zum Studium an die tatsächlichen Bedarfsplätze angepasst werden; auf dieser Ebene scheitert es allerdings am Budget der Universitäten, außerdem muss der Ärztebedarf besser erhoben werden.

Es ist klüger, sich um die Dagebliebenen besser zu kümmern, als zu versuchen, den Abgang fertiger Mediziner zu verhindern.

Mitunter müssen in der Ausbildung auch andere Facetten angeboten werden, für Studenten, die einen anderen Beruf als den des Mediziners ergreifen.

Aufgaben

Ärztliche Leiter sind abgewertet worden, dem ist entgegen zu wirken. Oberärzte sollen keine Turnusdienste machen.

Administrative Tätigkeiten müssen reduziert werden und an spezielle SekretärInnen ausgelagert werden. Beispiel Vorarlberg: Durch den automatisierten Ärztebrief konnten erhebliche Einsparungen getroffen werden. Es gibt zu viele Doppelgleisigkeiten in der Struktur.

Gehalt/Arbeitszeit

Stundenlohn in Österreich muss angehoben werden, dann können auch wieder deutsche KollegInnen gewonnen werden. Der Grundlohn muss stimmen, nicht durch die Nachtdienste soll dazuverdient werden.

Schichtdienste müssen einkommensneutral sein und auch am Nachmittag oder Abend beginnen (und ist dann mitunter kein Schichtdienst mehr).

Die Nachtdienstarbeitszeit muss überdacht werden, ebenso wie die Art der Schichtübergabe; das derzeitige Modell benötigt etwa 20% mehr Ärztearbeitsplätze.

Strukturen

In Österreich haben wir 20 bis 25% der europäischen Ärztedichte, auch im EU-weiten Vergleich der Krankenhausbettenanzahl liegt Österreich weit vorne. Eine Zusammenziehung von Häusern (Beispiel NÖ Weinviertel Süd). Krankenhäuser müssen nach Bevölkerungsdichte geplant werden, Distanzen sind keine „Hürde“ mehr.

 

 
Workshop B zum Thema Ärztemangel/Ärztearbeitszeiten

AUSGANGSSITUATION

Bisher war es so, dass in den Rasterzeugnissen Vorgaben gemacht wurden, die in der Realität nicht erfüllt werden konnten, beispielsweise „Komplikationen während der Geburt“ bzw. sehr hohe Fallzahlen. Ausbildende Ärzte waren bisher gezwungen, Inhalte als vermittelt zu bestätigen, die in der Praxis nicht durchgenommen werden konnten. (...)
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Ausbildung neu

Inhalte

Die Systematik der Ausbildung ist vorgegeben, es liegt nun anden Ärztevertretern, diese mit Inhalten zu befüllen. Auf der Website der Ärztekammer ist dieser Ausbildungsrahmen einzusehen. Die Abteilungsleiter sind dazu aufgerufen, realistische, erfüllbare Fallzahlen und Fälle einzugeben. Die Balance zwischen der Machbarkeit und Kompetenz muss gefunden werden. Alle sieben Jahre wird vom Ministerium und der Ärztekammer evaluiert.

Ziel

Nicht-ärztliche Tätigkeiten sollen so weit wie möglich raus gebracht werden, nicht ausbildungsrelevante Tätigkeiten sollen nicht reingeschrieben werden. Spezialfall Österreich: hier werden viele Tätigkeiten von Ärzten übernommen, die in anderen Ländern von anderen Health Experts (z.B. Hebammen in Schweden) übernommen werden.

Die Migrationsfähigkeit innerhalb Österreichs und innerhalb der EU muss verbessert werden; Stehzeiten innerhalb der Ausbildung sollen vermieden werden, da Auszubildende eher dort hingehen, wo sie ihre Ausbildung in einem Rutsch absolvieren können.

Hilfsmittel

Moodle bzw. andere IT-Lösungen sollen ausgeweitet werden; der Verwaltungsaufwand für die Beteiligten wird dadurch minimiert; Ausbilder müssen ihre Mentoring-Aufgaben ernst nehmen.

 

 
 
Zukunft des Krankenhauses
Programm zu den Workshops am 25. Oktober 2014
 
in der Rehaklinik Wien Baumgarten
Reizenpfenninggasse 1, 1140 Wien


Anfahrtsplan

www.rehawienbaumgarten.at


Programm zu den Workshops   Anmeldung (PDF)

Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs
c/o Wiener Medizinische Akademie, Alser Straße 4, 1090 Wien
Telefon: +43 1 4051383-20; Fax: +43 1 4078274
primverband@medacad.org
www.leitendekrankenhausaerzte.at
ZVR: 714438091

In Zusammenarbeit mit Fischill Public Relations


 
Ärztemangel/Ärztearbeitszeiten und

Ärzteausbildung aus Sicht der Ärztekammer

für Vorarlberg
 
         
  Dr. Michael Jonas   Das Bundesland Vorarlberg hat durch seine Nähe zur Ostschweiz sowie zu Bayern, Baden-Württemberg und Liechtenstein traditionell einen relativ hohen Anteil an Ärztemigration. Dies war während der Zeit der Ärzteschwemme kein Problem, offene Stellen waren rasch besetzt. Die hohe Ausbildungsqualität in der Schweiz sowie die höchsten Ärztegehälter im deutschsprachigen Raum waren für Vorarlberger Ärzte schon immer attraktiv. (...)
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Durch intensive Investitionen in die Vorarlberger Krankenhäuser stieg die Arbeitsplatzattraktivität, viele deutsche Kolleginnen und Kollegen fanden Spitalsarbeitsplätze in unserem Bundesland. Die Situation hat sich allerdings in den letzten Jahren drastisch geändert. Mehrere Faktoren führten zu einer zunehmenden Personalknappheit mit Zuspitzung im Jahr 2011 und 2012. Ein wesentlicher Punkt war die deutliche Verbesserung der Bezahlung deutscher Spitalsärzte, die vom Marburger Bund im Jahr 2006 durch bundesweite Ärztestreiks erstritten wurden. Dies bewirkte in Vorarlberg eine Abwanderung vieler deutscher Kollegen, die Spitalsverantwortlichen haben darauf zunächst nicht reagiert. Gleichzeitig ist es zu einem deutlichen Rückgang von Vorarlberger Medizinstudenten gekommen und viele Universitätsabsolventen suchten sowohl schweizer wie deutsche Ausbildungsplätze auf, wohl aufgrund der Ausbildungsattraktivität. Weitere Faktoren sind die enorme Zunahme der Arbeitsdichte an vielen Abteilungen, sodass die notwendigen Ruhezeiten bei den üblichen langen Dienstzeiten der Ärzteschaft zu unzumutbaren Belastungen führten. Die erforderliche Personalanpassung und eine aus Sicht der Ärzteschaft notwendige Patientensteuerung blieben aus. Das Ausscheiden von Fachärzten durch Pensionierung, Abwanderung und Langzeitkrankenstände führte zu einer solchen Personalknappheit, dass Operationssäle geschlossen und der Dienstbetrieb nur durch Anstellung von gut bezahlten Leasingärzten aufrechterhalten werden konnte. Die Arbeitsunzufriedenheit der Turnusärzte wurde so groß, dass deren Zahl dramatisch abnahm, es kam auch zur Androhung einer geschlossenen Kündigung. Die junge Ärztegeneration fordert zu Recht eine gute Ausbildung, aber auch akzeptable Arbeitsbelastungen, die ein Privatleben ermöglicht.

Der Druck wurde so groß, dass 2011 plötzlich eine Trendwende erfolgte. Die jahrelange Kritik der Ärztekammer wurde zwar weiterhin ungern gehört, aber sie wurde plötzlich ernst genommen. Eine Gehaltsreform wurde politisch beschlossen mit Annährung der Ärztegehälter an das süddeutsche Niveau, diesbezüglich bleibt die Schweiz unverändert konkurrenzlos. Über Betriebsvereinbarungen konnte für die Ausbildung der Jungärzte das Turnusärztetätigkeitsprofil durchgesetzt werden, ebenso die Erarbeitung neuer Arbeitszeitmodelle. Ab Herbst diesen Jahres wird Vorarlberg Modellregion für eine strukturierte Lehrpraxis für Allgemeinmediziner.

Dr. Michael Jonas
Präsident der Ärztekammer für Vorarlberg

 

 
       
 
Kärnten ist vom Mangel an Ärzten

sehr stark betroffen
 
         
  Dr. Josef Huber   Kärnten ist das Bundesland, das am stärksten vom Ärztemangel in den Spitälern betroffen ist. Zum Grundproblem der mangelnden Attraktivität der Arbeitsbedingungen, das bundesweit gegeben ist, kommt hinzu, dass Kärnten die schlechteste Ausgangsposition besitzt.

Das ist keine Aussage, die nur aus einer subjektiven Wahrnehmung getroffen wird, sie lässt sich durch Zahlen objektivieren. (...)
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So geht aus der Studie des Gesundheitsministeriums „Krankenanstalten in Zahlen“ aus 2012 hervor, dass Kärnten mit 32,5 Ärzten je 100 Betten die österreichweit geringste Ärztedichte in Spitälern aufweist. Die Patientenstromanalyse des Gesundheitsfonds offenbart die Konsequenz daraus: Eine enorme Arbeitsbelastung der Spitalsärzte.

163.000 Patienten wurden in den fünf Landesspitälern, drei konfessionellen Spitälern und dem privat KH Spittal/Drau im Jahr 2012 behandelt. Die 1.102 dort angestellten Ärzte erbrachten Leistungen im Wert von 484 Mio. LKF-Punkten. Damit entfielen im Schnitt auf jeden Arzt 439.000 Punkte. Das ist der höchste Wert aller Bundesländer!

Jeder Arzt steht unter Druck. Das ständige Arbeiten am Limit ist eine große Belastung. Das spiegelt sich auch in einer Umfrage wider. Assistenzärzte beklagen sich, dass Ruhezeiten nicht eingehalten werden und ein Zwang zu regelmäßigen Überstunden besteht, die überdies schlecht honoriert werden. An den meisten Abteilungen ist man weit davon entfernt, die laut EU erlaubte wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden einhalten zu können. Abteilungen sind so knapp besetzt, dass jeder Ausfall nur durch neue Extrembelastungen kompensiert werden kann. So entstehen punktuell krisenhafte Situationen. Auf der einzigen Kärntner Lungen-Abteilung, im Klinikum Klagenfurt am Wörthersee, sind aktuell nur vier Fachärzte beschäftigt!

Eine vom Gesundheitsfonds eingeholte Studie (Quadris, Graz) warnt, dass Kärnten in den Fächern Neurologie, Innere Medizin und Anästhesie bis 2016 in eine „Problemzone“ rutscht, sprich zu wenige Fachärzte zur Verfügung stehen. Eine Entlastung durch niedergelassene Strukturen ist nicht in Sicht. Die GKK verfolgte in den vergangenen Jahren eine sparsame Stellenplanpolitik. In mehreren Fächern wie z.B. Neurologie, Kinderpsychiatrie, Urologie besteht ein Engpass. Dieser führt zu einem ungebremsten Zugang zu den Spitalsambulanzen: Über 500.000 ambulante Patienten mit jährlich steigender Tendenz erhöhen wiederum den Leistungsdruck auf die Spitalsärzte.

Von 1.000 Kärntnern suchten 2012 im Schnitt 313 ein Krankenhaus auf. Die Wahrscheinlichkeit eines Spitalseintritts nimmt mit dem Alter zu. Dies lässt den Schluss zu, dass selbst bei sinkender Bevölkerungszahl mit einer steigenden Zahl von Spitalsaufnahmen zu rechnen ist.

Es ist dringend notwendig, die Attraktivität des Arztberufes zu erhöhen. Dazu gehört die rasche Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinie. Die Stellenpläne müssen gemäß dieser Richtlinie adaptiert werden, damit die Zahl der fehlenden Ärzte klar ersichtlich ist. 82% der Ärzte empfinden die Entlohnung als zu gering! Daher erscheint es nicht verwunderlich, dass sich nur knapp 40% vorstellen können, nach Abschluss ihrer Ausbildung ihre Tätigkeit beim derzeitigen Dienstgeber fortzusetzen!

Dr. Josef Huber
Präsident der Ärztekammer für Kärnten

 

 
         
 
Aus anderen Fachgesellschaften
 
 
ÖGNR-TAGUNG 2014
„Mozart meets Neuroradiologie“

Sehr geehrte Frau Kollegin,
Sehr geehrter Herr Kollege,

es ist mir eine große Freude, Sie vom 20. bis 22. November als Tagungspräsident der 22. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neuroradiologie (ÖGNR) gemeinsam mit dem 10. Kurs für interventionelle Neuroradiologie in Salzburg begrüßen zu dürfen. (...)
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Vor historischer Kulisse werden zahlreiche Vorträge sowie Workshops abgehalten, die einmal mehr den Stellenwert unseres Faches, aber auch die Bedeutung der Interdisziplinarität herausstreichen.

Unter dem Motto „Mozart meets Neuroradiologie“ möchten wir auch heuer allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein interessantes und anspruchsvolles wissenschaftliches sowie abwechslungsreiches Rahmenprogramm bieten. Das wissenschaftliche Programm wird sich aus einem interventionellen sowie einem theoretischen Themenblock zusammensetzen.

Ein detailliertes Programm finden Sie auf unserer Homepage unter www.oegnr-kongress.at

Gemeinsam mit dem lokalen Veranstaltungskomitee hoffe ich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer und freue mich darauf, Sie im November in Salzburg willkommen zu heißen.

Mit kollegialen Grüßen,

EOA Dr. Mark McCoy, MD Tagungspräsident
Interim Head, Institute of Radiology
Christian-Doppler-Klinik Salzburg

Prof. Dr. Monika Killer-Oberpfalzer
Wissenschaftlicher Beirat
OA der Univ. Klinik für Neurologie
Leitung des Forschungsinstitutes für Neurointervention der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität

 

 
         
  ÖGKM   Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir freuen uns ganz besonders, Sie zur diesjährigen wissenschaftlichen Herbsttagung der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des Knochen und Mineralstoffwechsel (ÖGKM) einladen zu dürfen.

In den Räumlichkeiten des KH der Barmherzigen Schwestern, möchten wir Ihnen viele interessante Vorträge präsentieren und Ihnen Gelegenheit zum wissenschaftlichen Austausch bieten. (...)
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Als Thema haben wir heuer „Der Knochen als Stoffwechselorgan“, gewählt.

Den Abschluss der Tagung bilden die Verleihungen des Posterpreises, für das beste Abstract sowie des Journalistenpreises für qualitativ hochwertige Berichterstattung zum Thema Knochen- und Gelenkserkrankungen.

Wir hoffen, Sie bei der wissenschaftlichen Herbsttagung der ÖGKM möglichst zahlreich begrüßen zu dürfen und freuen uns auf Ihr Kommen!

Mit besten Grüßen,

Prim. Univ. Prof. Dr. Heinrich Resch Tagungspräsident   Univ. Prof. Dr. Peter Pietschmann Tagungs Co-Präsident
     
Prim. Univ. Prof. Dr.
Heinrich Resch
Tagungspräsident
  Univ. Prof. Dr.
Peter Pietschmann
Tagungs Co-Präsident

 

 
 
 
 

VMSÖ-Jahrestagung 2014

Freitag, 14.11. und Samstag, 15.11.2014 in Wien
Van Swieten-Saal der Med. Univ. Wien, Van-Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien

Generalthemen:

  • Der strahlende OP“ – Strahlenschutz bei operativen und interventionell radiologischen Eingriffen
  • Update zum Strahlenrisiko der Röntgendiagnostik
  • IT im Strahlenschutz – Automatisierung/Rationalisierung von Dosis- und Qualitätsmanagement

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Ist das Strahlenrisiko wirklich ernst zu nehmen? Wo ist beim C-Bogen die Röhre, wo der Bildempfänger und wo sollen diese beim Patienten platziert werden? Wo soll der Untersucher stehen? Wie kann ich die vorgeschriebene Aufzeichnung der Dosiswerte vereinfacht dokumentieren? Besteht die Möglichkeit einer automatischen Dokumentation direkt von der Modalität? Diese und weitere Fragen versucht die Jahrestagung 2014 des VMSÖ zu beantworten. Von besonderem Interesse mögen diese Themen für alle medizinischen Fachrichtungen sein, welche die Röntgendurchleuchtung als wesentliches Werkzeug bei operativen und minimal invasiven Eingriffen verwenden.

Ausdrücklich wollen wir heuer dazu einladen, neue, unpublizierte und eventuell auch noch „work in progress“ darstellende Arbeiten zum Thema Strahlenschutz in Form von wissenschaftlichen Kurzvorträgen zu präsentieren.

Auf Ihre Teilnahme freuen sich
G. Pärtan (Inst. f. Röntgendiagnostik), M. Mousavi (Abt. f. Unfallchirurgie),
Donauspital Wien

Vorprogramm/Tagungsgebühren (PDF)

Die Tagung wird als Auffrischung (8 Stunden in 5 Jahren) für Strahlenschutzbeauftragte sowie für das DFP-Programm der Österr. ÄK akkreditiert.

 
Sicherheit im OP
 
         
  Sicherheit im OP   SICHERHEIT IM OP

Experten-Papier: Die Rolle von OP-Abdeckungen und OP-Mänteln in der Prophylaxe operationsbezogener Infektionen


Der Rolle von OP-Abdeckungen und OP-Mänteln in der Prophylaxe operationsbezogener Infektionen geht ein interdisziplinäres Expertenpapier* der „Initiative Sicherheit im OP“ nach. Ihr Fazit: „Werden die Anforderungen, wie sie in der Europäischen Norm EN 13795 definiert sind, erfüllt, so werden in einer Reihe auch rezenter Arbeiten und Empfehlungen Einweg- und Mehrwegmaterialien aus infektionspräventiver Sicht heute als gleichwertig gesehen. (...)
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Für den Nachweis einer generellen Überlegenheit einer Materialgruppe fehlt ausreichende Evidenz.“ Eine Reihe von in jüngster Vergangenheit veröffentlichten internationalen Arbeiten zeige jedoch auch, „dass Einweg-Mäntel und Einweg-OP-Abdeckungen bei einer Reihe von Operationen mit hohem Infektionsrisiko – insbesondere bei herzchirurgischen Eingriffen, Implantat-basierten Brustrekonstruktionen und chirurgischen Eingriffen mit Implantaten – mit einer niedrigeren Infektionsrate assoziiert sind als Mehrwegprodukte.“

Empfehlungen für die Praxis

Bei einer Reihe von Fragestellungen sind, um zu optimalen Entscheidungen bei bestimmten Operationen zu kommen, weitergehende Untersuchungen wünschenswert, so die Experten. Einge ihrer Praxisempfehlungen:

  • Es ist davon auszugehen, dass das Entstehen von Flusen bei einer Reihe von Operationen, insbesondere bei Operationen am Auge, ungünstig ist und durch geeignete Produktwahl vermieden werden sollte.
  • Bei Eingriffen mit hoher Blutungsstärke/Flüssigkeitsentwicklung sollten Abdeckmaterialien mit einer besonders gut haftenden Klebefläche bevorzugt werden, die außerdem ein Abfließen der Flüssigkeit in integrierte Auffangbeutel ermöglichen.
  • Bei Operationen mit hohen Druckanforderungen und/oder bei lang dauernden Eingriffen müssen die Klebebänder den besonderen Anforderungen standhalten und dürfen sich nicht lösen. Eine individuelle Anpassung für besondere Anforderungen sollte möglich sein.
  • Mitarbeiter sollten bei der Vorbereitung am sterilen Tisch möglichst wenig hantieren und idealer Weise nur ein Paket öffnen müssen, um die Kontaminationsgefahr zu minimieren.
  • Bei Akuteingriffen sollte nach Möglichkeit nur ein Paket zu öffnen sein, um die Operation rascher beginnen zu können.
  • Individuell zusammengestellte Sets vereinfachen und verkürzen die Abläufe, womit das Kontaminationsrisiko verringert wird.
  • Bei Komponenten, die nur ein Mal verwendet werden, ist eine gleich bleibende Qualität gesichert.

 


Das Expertenpapier zum Download

*Experten/-innen-Papier: Die Rolle von OP-Abdeckungen und OP-Mänteln in der Prophylaxe operationsbezogener Infektionen: Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes; DGKS Krista Keiblinger, Bereichsleitung OP, Angiographie, Aufwachraum, Wiener Privatklinik; o. Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze, Sozialmedizin und Hygieniker, MedUni Wien; Univ.-Prof. Dr. Robert Schmidhammer, Unfallchirurg und Handchirurg, Partner am Millesi Center; Univ.-Prof. Dr. Florian Thalhammer, Klin. Abt. für Infektionen und Tropenmedizin, AKH/MedUni Wien

 
         
 
Aktuelles für Sie gelesen
 
Aktuelle Themen der Gesundheitspolitik, der Standesvertretung sowie aus dem Gesundheitsbereich kommentiert und analysiert der Präsident der Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres, auf seinen Blog. Hausärztemodell, Ausbildung, Arbeitsbedingungen, Turnusärzte, Gesundheitsreform, aber auch beispielsweise der Schulsport, sind unter anderem Thema auf diesem Blog. Unter http://blog.szekeres.at bleiben Sie auf dem Laufenden und können mit dem Ärztekammerpräsidenten in Kontakt treten. (...)
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„Für ärztliche Gutachten ohne unerwünschte Nebenwirkungen“
In der Österreichischen Zeitschrift für das ärztliche Gutachten“ 4/2014 geht es um zumutbare Diagnostik in der Begutachtung aus neurologischer, kardiologischer, pulmologischer und orthopädischer Sicht. Erschienen im MANZ Verlag

Im Heft 5/2014 der Zeitschrift für das ärztliche Gutachten, interessanten Beiträgen wie „Videodolmetsch-System im Gesundheitswesen – Erfahrungsbericht“ oder „Neue Klassifikation von Impffolgen und gutachterliche Kriterien des Impfschadens“.

 

 
         
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Unter den ersten drei Antworten zum NL VLKÖ verlosen wir drei Exemplare.

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  Die ärztliche Verschwiegenheitspflicht   Thomas Riesz

Die ärztliche Verschwiegenheitspflicht


unter besonderer Berücksichtigung des Krankenanstalten- und Datenschutzrechts

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Darf der Arzt Patienteninformationen an externe Dritte weitergeben bzw welche Bedingungen sind dabei jeweils einzuhalten? Haben prominente Personen den gleichen Anspruch auf Geheimniswahrung wie gewöhnliche Patienten? (...)
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Diese und andere aktuelle Fragen iZm der ärztlichen Verschwiegenheitspflicht als mitunter bedeutsamste Berufspflicht der Ärzte werden in dieser Arbeit erstmals einer geschlossenen Darstellung unterzogen.

Dabei werden vor allem die notwendigen Bezüge

  • zum Krankenanstaltenrecht des Bundes und zu den Ausführungsbestimmungen der Länder sowie
  • zum Datenschutzrecht mitberücksichtigt und auch
  • das untrennbar damit verbundene Sanktionenrecht inklusive der zivilrechtlichen Haftungsfragen dargestellt.

Bereits berücksichtigt: ELGA und diesbezügliche verfassungsrechtliche Bedenken, Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle (ab 1.1.2014) und die kommende 15. Ärztegesetz-Novelle.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern
Dr. Thomas Riesz ist Universitätsassistent an der Abteilung Öffentliches Unternehmensrecht der Johannes Kepler Universität Linz.


 
 

Folgende Themen werden uns auch 2015 begleiten, wir freuen uns über Ihr Feedback.

Ausbildungssituation

  • Ausbildungssituation
  • Spitalsreform
  • Ärztemangel
  • Neue Ärztearbeitszeiten
 
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